Report von Bluebeam Wo Bauunternehmen in künstliche Intelligenz investieren

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Bluebeam gibt die Ergebnisse des neuen Building the Future Report bekannt, der Technologie- und Digitalisierungstrends im Bauwesen aufzeigt. Dazu gehört zum Beispiel Investitionen in künstliche Intelligenz.

(Bild:  utaem2022/stock.adobe.com, generiert mit KI)
(Bild: utaem2022/stock.adobe.com, generiert mit KI)

Bluebeam, Entwickler von Lösungen und Dienstleistungen für Fachleute aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen (AEC) weltweit und Teil der Nemetschek Group, hat die Ergebnisse seines neuen globalen Berichts „Building the Future: Bluebeam AEC Technology Outlook 2025" enthüllt. Der Bericht, der auf einer Umfrage unter Managern aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen in allen Regionen basiert, zeigt, dass AEC-Unternehmen weltweit erheblich in künstliche Intelligenz (KI) investieren. Fast drei Viertel (74 %) geben an, dass sie KI bereits in einer oder mehreren Phasen ihrer Bauprojekte einsetzen. Mehr als die Hälfte (54 %) derjenigen, die KI einsetzen, sind jedoch besorgt über die KI-Regulierung, und von diesen geben 44 % an, dass diese Bedenken einen echten Einfluss auf die KI-Implementierung in ihren Unternehmen haben.

Künstliche Intelligenz vor allem für die Entwurfs- und Planungsphase

Der Bericht zeigt, dass die KI-Implementierung vor allem in der Entwurfs- und Planungsphase von Bauprojekten weit verbreitet ist. Fast die Hälfte der AEC-Firmen setzt KI speziell für Design (48 %) und Planung (42 %) ein. Von den Unternehmen, die KI einsetzen, sind mehr als die Hälfte (55 %) der Meinung, dass KI sehr wichtig geworden ist, und mehr als 70 % stellen inzwischen bis zu 25 % ihres Budgets für KI bereit. Dieser Anteil wird noch steigen, da die große Mehrheit (84 %) plant, ihre Investitionen in KI in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen.

Neben der künstlichen Intelligenz zeigt der Bericht auch Trends bei der Nutzung digitaler Werkzeuge in der AEC-Branche auf, wobei die Technologie am häufigsten in der Bau- (77 %), Entwurfs- (77 %) und Planungsphase (74 %) von Bauprojekten eingesetzt wird. Building Information Modeling (BIM) ist die meistgenutzte Technologie (69 %), gefolgt von Computer-Aided Design (CAD) (54 %) und Projektmanagement-Software (53 %).

Fehlende Fähigkeiten: Hindernis für die Digitalisierung

Der Bericht zeigt, dass AEC-Firmen auf erhebliche Hindernisse stoßen, geht es darum, die Einführung von Technologien und die Digitalisierung voranzutreiben. Ein Drittel (32 %) gibt an, dass fehlende Schulung und Kompetenzentwicklung bei den Mitarbeitern ein zentrales Hindernis für eine verstärkte Digitalisierung darstellen. Weitere Hindernisse sind Integrationsprobleme (27 %) und technische Probleme (26 %). Und das, obschon die Einführung digitaler Tools den Bauunternehmen zu erheblichen Kosteneinsparungen verhilft: Mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten berichtet von Kosteneinsparungen zwischen 100‘000 und 500‘000 US-Dollar durch den Einsatz neuer Technologien.

Diese Herausforderungen, die die Digitalisierung vorantreiben, halten AEC-Firmen nach wie vor davon ab, papierbasierte physische Dokumente aus dem Bauprozess zu eliminieren. Denn fast Viertel (72 %) der Befragten verwenden in einer oder mehreren Phasen des Lebenszyklus von Gebäuden immer noch Papier. Von den Unternehmen, die weiterhin auf Papier setzen, nannte fast die Hälfte (46 %) die Notwendigkeit physischer Unterschriften oder Genehmigungen als Hauptgrund für die Beibehaltung veralteter papierbasierter Prozesse.

Papierbasierte Workflows werden obsolet

„Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Einsatz von KI in der AEC-Branche wird die Abhängigkeit von veralteten papierbasierten Ansätzen weiter abnehmen, was dazu beiträgt, Kosteneinsparungen zu erzielen und die Nachhaltigkeitsbemühungen im Bauwesen zu verbessern“, sagte Usman Shuja, Chief Executive Officer bei Bluebeam. „Künstliche Intelligenz revolutioniert bereits den Bauprozess, daher ist es wichtig, dass Ausbilder, Technologieanbieter und führende Vertreter der Baubranche zusammenarbeiten, um neue Schulungsinitiativen zu entwickeln, die von diesen Innovationen profitieren, indem sie dazu beitragen, die Qualifikationslücke in der AEC-Technologie zu schließen, damit wir die Branche weiter voranbringen können.“

AEC-Nachhaltigkeitsbemühungen durch Digitalisierungsblockaden gebremst

Da nur etwa ein Viertel (28 %) der Befragten nicht auf Papier angewiesen ist, geraten die Nachhaltigkeitsbemühungen im AEC-Sektor weiterhin ins Stocken. Der Bericht zeigt, dass die AEC-Firmen nach wie vor Probleme mit der Nachhaltigkeit haben, denn nur die Hälfte (50 %) der Befragten stuft die Nachhaltigkeitsbemühungen in ihrem Unternehmen als erfolgreich ein.

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Trotz der weit verbreiteten Erkenntnis, dass die Nachhaltigkeit im Bausektor dringend verbessert werden muss, gaben die meisten Befragten (73 %) an, dass ihre Unternehmen weniger als 25 % ihrer Budgets für Nachhaltigkeitsinitiativen bereitstellen. Die Hälfte (50 %) gab jedoch auch an, dass sie im nächsten Jahr mit einer Erhöhung der Nachhaltigkeitsbudgets rechnen, was darauf hindeutet, dass die Verbesserung der Nachhaltigkeitsbemühungen im Bausektor im Jahr 2025 wieder in den Mittelpunkt rückt.

Mehr als 400 Technologie-Entscheidungsträger (Manager oder höher) in Architektur-, Ingenieur- und Bauunternehmen in den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Spanien, Deutschland, Australien und Neuseeland wurden im Juli 2024 online befragt.

Vollständiger Report unter: https://www.bluebeam.com/resources/ebooks/2025-aec-industry-outlook/