Níall McLaughlin plant Kathedrale in Sydney Wo Sakralbau und Städtebau zusammenkommen

Von Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Mit der Beauftragung des renommierten Architekturbüros Níall McLaughlin Architects erreicht das ambitionierte Kathedralen-Arealprojekt der Diözese Broken Bay einen entscheidenden Meilenstein. Auf 7,7 Hektar entsteht im Vorort Waitara von Sydney, Australien, ein zukunftsweisendes Zentrum für Glauben, Bildung und Gemeinschaft.

Níall McLaughlin Architects konzipiert das ambitionierte Kathedralen-Arealprojekt der Diözese Broken Bay.  (Visualisierung:  Níall McLaughlin Architects)
Níall McLaughlin Architects konzipiert das ambitionierte Kathedralen-Arealprojekt der Diözese Broken Bay.
(Visualisierung: Níall McLaughlin Architects)

Das Kathedralen-Arealprojekt wird ein 7,7 Hektar großes Gelände im Vorort Waitara in Sydney in ein bedeutendes spirituelles und bürgerschaftliches Zentrum verwandeln. Anlass ist das 40-jährige Bestehen der Diözese Broken Bay. Ein historischer Schritt für ein integriertes Zentrum katholischen Lebens – bestehend aus einer neuen Kathedrale, Bildungseinrichtungen und sozialen Diensten – wurde mit der Ernennung von Níall McLaughlin Architects vollzogen.

Die Diözese erstreckt sich über 2‘763 Quadratkilometer und umfasst drei Dekanate: die obere Central Coast, die North Shore und die Northern Beaches. Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 betreut sie rund 250‘000 Katholiken.

Auswahlverfahren

Der Entwurf wird von Níall McLaughlin geleitet, dem jüngsten Träger der Royal Gold Medal des Royal Institute of British Architects – einer der weltweit bedeutendsten Auszeichnungen für Architektur. Sein Architekturbüro wurde im Rahmen eines internationalen Auswahlverfahrens unter Leitung der Diözese ausgewählt.

Erzbischof Anthony Randazzo betonte die Bedeutung des Projekts

„Das Kathedralenareal ist ein Zuhause des Glaubens, ein Ort der Gemeinschaft und ein Bekenntnis gegenüber den Gläubigen von heute und zukünftigen Generationen.“ Trotz seiner erweiterten Aufgaben im Vatikan bleibe das Projekt eine zentrale Priorität.

Ein lebendiges Zentrum für Glauben, Bildung und Gemeinschaft

Das Projekt verfolgt die Vision eines „tugendhaften Kreislaufs“ katholischen Lebens. Es verbindet spirituelles Wachstum mit einem durchgängigen Bildungsweg – von der Taufe über frühkindliche Bildung bis hin zur Sekundarstufe. Durch die Anbindung an bestehende Einrichtungen wie das St Leo’s Catholic College entsteht ein ganzheitlicher Lebens- und Lernort für alle Generationen.

Landschaft und Spiritualität

Die architektonische Gestaltung ist stark vom Hawkesbury-Flusssystem inspiriert, das die 26 Pfarreien der Diözese verbindet. Der Entwurf sieht eine Gemeinde vor, die sich unter einer holzgetragenen Struktur – vergleichbar mit einem lichten Wald – versammelt, eingefasst von Sandsteinformen, die an natürliche Felslandschaften erinnern. Gleichzeitig orientiert sich das Projekt an den Prinzipien von Laudato si’ und setzt auf nachhaltige Materialien sowie eine enge Verbindung zur natürlichen Umgebung.

Offenes Quartier mit sozialer Komponente

Gemeinsam mit dem australischen Büro Hayball entsteht ein durchlässiges, öffentlich zugängliches Areal, das sich in die bestehende Nachbarschaft integriert. Geplant sind unter anderem:

  1. ein Kathedralvorplatz mit Café und Buchhandlung;
  2. ein Pastoralzentrum und Gemeindesaal;
  3. Einrichtungen von CatholicCare für Senioren und Menschen mit Behinderungen;
  4. Wohnräume für Klerus sowie Verwaltungsgebäude.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erhalt des Blue Gum High Forest, der als öffentlicher Naturraum erhalten und durch Dachgärten ergänzt wird.

Nächste Schritte und langfristige Umsetzung

Das Projekt tritt nun in die Phase der Genehmigungsverfahren ein, die den weiteren Zeitplan bestimmen werden. Die Realisierung erfolgt über mehrere Jahre hinweg. Die Finanzierung basiert auf einem mehrgleisigen Modell aus institutionellen Mitteln und gezielten philanthropischen Beiträgen.

Hintergrund: Níall McLaughlin Architects

Das Architekturbüro steht für innovative, kontextbezogene Architektur mit hoher gestalterischer und handwerklicher Qualität. Das Büro realisiert Projekte unterschiedlicher Größenordnung mit besonderem Fokus auf kulturelle und religiöse Bauaufgaben.

Zu den bekanntesten Arbeiten zählen:

  • Bishop Edward King Chapel (Oxford)

  • Magdalene College Library (Cambridge, RIBA Stirling Prize 2022)

  • Auckland Castle Faith Museum

  • Museum der Taufe Jesu in Bethanien, Jordanien

(Bild: Níall McLaughlin Architects)

Das Architekturbüro wurde 2026 mit der RIBA Gold Medal ausgezeichnet und erhielt 2020 ein Honorary MBE für seine Verdienste um die Architektur.

Projektteam

  1. Architekt: Níall McLaughlin Architects
  2. Ausführender Architekt: Hayball
  3. Stadtplanung & Stakeholder-Management: Colliers

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