Kuppel des Völkerschlachtdenkmals wurde vor 20 Jahren restauriert Zwei Dekaden erfolgreiche Steinkonservierung

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

2006 startete am Völkerschlachtdenkmal Leipzig ein ambitioniertes Sanierungsprojekt. Die Arbeiten an der Innenseite der Kuppel konzentrierten sich auf das ikonische Reiterrelief, das unter massiven Feuchte- und Salzschäden litt. Noch heute präsentiert sich das Monument in makellosem Zustand.

Rund zwei Jahrzehnte nach seiner Sanierung präsentiert sich das ikonische Reiterrelief im Völkerschlachtdenkmal Leipzig weiterhin in makellosem Zustand. (Bild:  Heck Wall Systems)
Rund zwei Jahrzehnte nach seiner Sanierung präsentiert sich das ikonische Reiterrelief im Völkerschlachtdenkmal Leipzig weiterhin in makellosem Zustand.
(Bild: Heck Wall Systems)

Das imposante Reiterrelief des Leipziger Denkmals zeigte an der Innenseite der Kuppel erhebliche Schäden wie Salzausblühungen und Strukturverlagerungen durch eindringende Feuchtigkeit. Die Figuren verloren ihre Detailschärfe, die Oberfläche war gefährdet. Eine umfassende Restaurierung war unvermeidbar.

Das Völkerschlachtdenkmal steht nicht nur als Erinnerung an ein historisches Ereignis, sondern ist auch Zeugnis dafür, große Kulturdenkmäler zu erhalten. (Bild:  Heck Wall Systems)
Das Völkerschlachtdenkmal steht nicht nur als Erinnerung an ein historisches Ereignis, sondern ist auch Zeugnis dafür, große Kulturdenkmäler zu erhalten.
(Bild: Heck Wall Systems)

So wurde für das Projekt ein wissenschaftlich fundiertes Sanierungskonzept entwickelt, das auf Produkten aus dem Rajasil-Portfolio von Heck Wall Systems basierte. Die Umsetzung bestand aus mehreren ineinandergreifenden Maßnahmen: Eine Entsalzung bildete die Grundlage. Die Salze konnten mittels Kompressen-Entsalzung kontrolliert aus dem Sandstein extrahiert werden, ohne das Material zu beschädigen. Dies war essenziell, da die Salzbelastung langfristig zu weiteren Zerstörungen geführt hätte.

Darauf folgte die gezielte Restaurierung von Fehlstellen mit mineralischem Steinrestauriermörtel (Rajasil STRM Spezial). Die Zusammensetzung ermöglichte eine optimale Adhäsion zum Originalstein und garantierte gleichzeitig Langzeitbeständigkeit. Für besonders kritische Bereiche kam eine hydrophobe Variante des Restauriermörtels zum Einsatz. Die Oberflächenbehandlung erfolgte mit Silan-Imprägnierungen und Silikonharzlasuren, die das Material vor erneutem Feuchtigkeitseintritt schützen, ohne die Atmungsaktivität des Steins zu beeinträchtigen. Diese Balance ist entscheidend für die Langzeiterhaltung von Sandsteinmonumenten.

Detailaufnahme des Reliefs unmittelbar nach der Sanierung. (Bild:  Heck Wall Systems)
Detailaufnahme des Reliefs unmittelbar nach der Sanierung.
(Bild: Heck Wall Systems)

Reiterrelief 20 Jahre später ...

Eine kürzlich durchgeführte Besichtigung zeigt: Der Erfolg der Sanierungsmaßnahmen überzeugt auch nach zwei Jahrzehnten. Die Figuren zeichnen sich mit beeindruckender Klarheit ab, die Oberflächen sind stabil und zeigen keine neuen Schadensbilder. Die Struktur ist intakt, weder Salzausblühungen noch Risse oder Abwitterungen sind an den restaurierten Bereichen zu erkennen. 

Die Kombination aus Entsalzung, Steinrestaurierung und Oberflächenschutz war der Schlüssel zum Sanierungserfolg. Das Völkerschlachtdenkmal steht nicht nur als Erinnerung an ein historisches Ereignis, sondern auch als Zeugnis dafür, dass große Kulturdenkmäler erhalten bleiben können. Die Sanierungsmaßnahmen vor 20 Jahren haben das Reiterrelief nicht nur gerettet, sondern für die Zukunft gesichert.

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