Das Schweizer Unternehmen Optiml gewinnt mit seiner KI-gestützten Lösung zur Emissionsreduzierung in Investitions- und Renovierungsplanung die PropTech Innovation Challenge (PIC).
Lisette van Doorn (ULI Europe), Dr. Evan Petkov (Optiml) und Simon Abboud (Hines Europe und PIC Lead).
(Bild: Urban Land Institute (ULI))
Die Schweizer Firma Optiml, die eine KI-gestützte Lösung zur Dekarbonisierung des bestehenden Gebäudebestands anbietet, wurde vom Urban Land Institute (ULI) zum Gesamtsieger der zweiten, jährlich stattfindenden PropTech Innovation Challenge (PIC) gekürt. Der Gewinner wurde beim C Change Summit in Barcelona nach einer Abstimmung durch die Expertenjury und ausgewählte ULI-Mitglieder aus den National Council bekanntgegeben.
Zur PropTech Innovation Challenge eingereichte Lösungen
Die von den Young Leaders geleitete Initiative hat in diesem Jahr Innovatoren aus der Immobilienbranche und der Technologiewelt dazu aufgerufen, innovative Lösungen zur Reduzierung von indirekten, aber kritischen Scope-3-Kohlenstoffemissionen vorzustellen. Scope-3-Emissionen betreffen die gesamte Wertschöpfungskette und entstehen beispielsweise durch Transport und Beschaffung. Die Lösungen, die im Rahmen der PIC eingereicht wurden, sollten sich von herkömmlichen Geschäftspraktiken abheben und regional umsetzbar sowie skalierbar sein. Sie sollten eine breite Palette von Innovationen umfassen, darunter sowohl Hightech- als auch Lowtech-Lösungen, die Hardware, Software oder Geschäftsmodelle beinhalten. Die Bewerbungskategorien wurden an den Anwendungsfällen ausgerichtet, die von der ULI-Community ausgewählt wurden; wie beispielsweise Nachrüstung, betriebliche Kreislaufwirtschaft, Gamification zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern und Integration von ESG-Plattformen.
Skalierbare Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien
Optiml, ein Tech-Spin-off der ETH Zürich, bietet eine KI-gestützte SaaS-Lösung (Software as a Service), die Asset-Manager, Investoren und deren Berater bei der Dekarbonisierung ihres Gebäudebestands unterstützt. Die Software liefert skalierbare Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien sowie umsetzbare, zeitlich abgestimmte und kalkulierte Renovierungspläne für Gebäude und Portfolien in allen Anlageklassen und stellt dabei sicher, dass die Netto-Null-Ziele eingehalten werden. Die Expertenjury war beeindruckt, wie die KI-Lösung von Optiml eine echte Skalierbarkeit in der Investitions- und Renovierungsplanung und der Immobilienwirtschaft eine äußerst effiziente Alternative zu herkömmlichen, manuellen Planungsansätzen bietet. Damit unterstützt sie die Branche dabei, die Kohlenstoffreduktionsziele für Gebäude und Portfolien effizient zu erreichen.
Bessere Geschäftsmodelle
Dr. Evan Petkov, Mitgründer und CEO von Optiml: „In den kommenden Jahrzehnten wird es zu einer großen Transformation der bestehenden gebauten Umwelt hin zu mehr Nachhaltigkeit kommen. Während die Immobilienbranche vom ESG-Reporting zur Dekarbonisierungsmaßnahme übergeht, werden neue Ansätze für Immobilieninvestitionen und Renovierungsplanung bessere Geschäftsmodelle ermöglichen.“
„Wir freuen uns sehr, als europäischer Gewinner der ULI PropTech Innovation Challenge ausgezeichnet zu werden. Nach zwei intensiven Jahren harter Arbeit als KI-Unternehmen und davor in der akademischen Welt an der ETH Zürich ist diese Anerkennung eine besondere Ehre für uns. Unsere Vision ist es, eine neue Kategorie der Real Estate Decision Intelligence zusammen mit großen Immobilienbesitzern und Beratungsunternehmen in Europa und Nordamerika aufzubauen. Sie soll eine beschleunigte, kosteneffiziente Netto-Null-Umsetzung durch datengesteuerte Investitionsstrategien in nachhaltigen Gebäuden ermöglichen.“
An der europäischen Endrunde nahmen die sieben nationalen Wettbewerbssieger aus der ersten Phase der ULI PIC teil, darunter Rebench (CEE), ISOL' en Paille (Frankreich), Voltfang (Deutschland), CoCircular (Iberische Halbinsel – Spanien und Portugal), Net Zero Build (Nordics), Optiml (Schweiz) und Symphony Energy (UK & Irland).
Die PIC-Verantwortlichen sind Thibault Weston-Smith, Mitgründer von Crayon Partners; Susse Schaumann, Investment Analystin bei NREP; und Simon Abboud, Programmdirektor bei Hines Europe.
Simon Abboud: „Die Resonanz auf PIC war wirklich inspirierend. Wir haben mehr als 70 Bewerbungen erhalten und der Prozess hat über 70 Fachexperten einbezogen, die in unseren lokalen Jurys in sieben ULI National Councils mitgewirkt haben. Im zweiten Jahr gab es eine große Vielfalt an transformativen Lösungen zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen, von Hardware über Software bis hin zu High- und Low-Tech-Lösungen. Ein großes Lob an alle unsere großartigen Finalisten und unseren Gesamtsieger.“
Die Jury
Die europäische PIC-Jury setzte sich zusammen aus Nicolas Bearelle, Executive Chairman, Revive World BV; Marta Cladera de Codina, Managing Director, Head of Portfolio Management Housing and Alternatives, Kontinentaleuropa, Nuveen Real Estate; Grigor Hadjiev, Global Head of Innovation & European Sustainability, PIMCO Prime Real Estate; Sharla Halvorson, Head of Sustainability, Ingka Centres; Anne Kavanagh, Vorsitzende von ULI Europe und ehemalige CEO von Telford Homes; Hagen Knaupp, European NZC Implementation Lead, LaSalle Investment Management; Franc Mouwen, Programmmanager für Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen, European Innovation Council; Lisette van Doorn, CEO des Urban Land Institute – Europe; und Thibault Weston Smith, Mitgründer von Crayon Partners.
Stand: 16.12.2025
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Gezielte Maßnahmen zur energetischen Sanierung
Sabine Georgi, Geschäftsführerin des ULI Deutschland/Österreich/Schweiz: „Die notwendige Dekarbonisierung urbaner Räume stellt Städte weltweit vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Problematik so genannter ´Stranded Asset´-Immobilien, die aufgrund mangelnder energetischer Effizienz oder veränderter Marktanforderungen an Wert verlieren. Um solche Wertverluste zu verhindern, sind gezielte Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zur Schaffung attraktiver urbaner Umgebungen dringend erforderlich. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um Immobilienwerte zu erhalten und zu steigern sowie sozioökonomische Verwerfungen zu vermeiden.
„Mit Optiml haben wir ein Unternehmen gefunden, das innovative Technologie nutzt, um die Immobilienbranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen. Optiml bietet nicht nur ein tiefgehendes Verständnis der relevanten Daten, sondern liefert auch praxisnahe Handlungsempfehlungen, die es der Branche ermöglichen, effektive Sanierungs- und Dekarbonisierungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Ich gratuliere allen Finalistinnen und Finalisten und natürlich dem Gewinner Optiml mit den Co-Gründern Evan Petkov, Jordi Campos und Nico Dehnert!“