Immobilien- und Baumanagement (AIB) erweitert Campus der Hochschule Merseburg  BIM-Gesamtkoordination für Forschungsgebäude

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

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Die Formitas AG übernimmt die BIM-Gesamtkoordination für den Bau eines naturwissenschaftlichen Forschungsgebäudes auf dem Gelände der Hochschule Merseburg während der LP2-3 (-8). Über den Auftrag entschied das Amt für Immobilien- und Baumanagement Halle (Saale) nach Vergabeverordnung (VgV). Baubeginn ist Mitte 2027, die Inbetriebnahme soll 2029 erfolgen. 

Visualisierung Forschungsgebäude an der Hochschule Merseburg, für das Formitas die BIM-Gesamtkoordination übernimmt.  (Bild:  Carpus+Partner AG)
Visualisierung Forschungsgebäude an der Hochschule Merseburg, für das Formitas die BIM-Gesamtkoordination übernimmt.
(Bild: Carpus+Partner AG)

Formitas wird beim Bauprozess die BIM-Gesamtkoordination übernehmen. Das betreffen die Objekt-, -Tragwerks- und TGA-Planung  (Elektro, HLS, Nutzungsspezifische Anlagen einschließlich Labor, Kühlzellen, Gebäudeautomation und Aufzug) sowie die einzelnen Fachmodelle. Die Digitalisierungsexperten kümmern sich ferner um die Qualitätsprüfungen zwischen den Fachmodellen, um Modellanalysen, die Einhaltung der geforderten Anwendungsfälle, die Konformitätsprüfung der Daten hinsichtlich Loin-Konzept (Informationsbedarfstiefe) und BAP (BIM-Abwicklungsplan) wie auch um die kontinuierliche Fortschreibung des BAP.  

Ressourceneffiziente und nachhaltige Planung 

Die EU fördert den Bau zu 60 Prozent im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE VI). Der übrige Anteil kommt aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt. Die EFRE-Förderperiode 2021-27 verlangt Klimaverträglichkeit bei der Umsetzung von Bauvorhaben als grundlegende Zugangsvoraussetzung. Entsprechend berücksichtigt das Bauprojekt Präventions- und Anpassungsmaßnahmen im Sinne der Klimaverträglichkeit sowie einen Leitfaden zur Erstellung von Energiesparkonzepten. Die Ausführung des Forschungsneubaus in Merseburg erfolgt zudem mit Stahlbeton-Fertigbauteilen, um den Ressourcenbedarf bei Baustoffen, -strom und -wasser möglichst niedrig zu halten. Die Büroräume im Obergeschoss werden bereits parallel zur Planung und Ausführung des Erdgeschoss-Rohbaus in Modulbauweise geplant und produziert. So können die Vorproduktion des Traggerüsts und des Haupt-Innenausbaus im Werk ermöglicht und die gesamte Bauzeit verkürzt werden. 

BIM-Gesamtkoordination für Hybridbau in Merseburg

Der Merseburger Neubau mit Stahlbeton-Erdgeschoss wird verschiedene naturwissenschaftliche Fachbereiche integrieren: Verfahrenstechnik, organische und makrokulare Chemie, Maschinendynamik, Kunststoffverarbeitung und Polymerwerkstoffe. Die Hochschule Merseburg befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Technischen Hochschule „Carl Schorlemmer“ Leuna-Merseburg an der Eberhardt-Leibnitz-Straße. Das neue Forschungsgebäude entsteht in Hybridbauweise im westlichen Bereich des Campus, am ehemaligen Standort des abgerissenen Institutsgebäudes 134. Die Summe der Nutzflächen 1-7 beträgt insgesamt 3.267 m². Als Baukosten werden 33 Millionen Euro erwartet. 

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