Historisches Schulhaus vor der Abrissbirne gerettet Alte Schule Biburg: Rettende Injektion mit Langzeitwirkung

Von Frida Dumann 2 min Lesedauer

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Ambitionierte Umnutzungspläne für wertvolle historische Gebäude scheitern oft an der harten Realität maroder Bausubstanz und der Frage nach der technischen bzw. wirtschaftlichen Machbarkeit. Auch die Alte Schule Biburg war vor über zwei Jahrzehnten aufgrund massiver Feuchtigkeitsschäden dem Abriss geweiht. Doch die Marktgemeinde Diedorf (Landkreis Augsburg) entschied sich für eine minimalinvasive Mauerwerksanierung bei dem markanten Ziegelbau – der als Begegnungsstätte auch heute noch in voller Blüte steht.

Die Alte Schule Biburg – vor 20 Jahren wegen gravierender Feuchteschäden dem Abriss geweiht, heute noch immer trocken und als Begegnungsstätte in voller Blüte.(Bild:  Veinal)
Die Alte Schule Biburg – vor 20 Jahren wegen gravierender Feuchteschäden dem Abriss geweiht, heute noch immer trocken und als Begegnungsstätte in voller Blüte.
(Bild: Veinal)

„Massive Feuchtigkeit und Salzschäden hatten dem mit damals üblichen Vollziegeln im sogenannten Reichsformat errichteten Mauerwerk so stark zugesetzt, dass ein Rückbau diskutiert wurde“, erinnert sich Anton Schuster, Geschäftsführer des Sanierungsspezialisten Veinal. Heute zeigt sich: Auch nach über 20 Jahren ist das Gebäude schadenfrei und trocken.

Langzeitbeweis für die Horizontalsperre

Wie vielen Gebäuden aus dieser Zeit fehlte der vor 1920 errichteten Schule eine funktionierende Horizontalsperre – und damit jeglicher Schutz vor kapillar aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Diese führte zu großflächigen Putzabplatzungen und Gefügestörungen im 40-60 cm (Außenwände) bzw. 18-24 cm (Innenwände) starken Mauerwerk. Um die Kapillarwege dauerhaft zu unterbrechen, wurde das WTA-zertifizierte Veinal-System eingesetzt.

Die nachträglich im Injektionsverfahren installierte Horizontalsperre ist seit über zwei Jahrzehnten voll funktionsfähig.   (Bild:  Veinal)
Die nachträglich im Injektionsverfahren installierte Horizontalsperre ist seit über zwei Jahrzehnten voll funktionsfähig.
(Bild: Veinal)

Das Herzstück der Sanierung bildete die wasserfreie und extrem kriechfähige Silikonharzlösung Veinal VSS 1-90. Über Bohrlöcher im drucklosen Injektionsverfahren eingebracht, verteilt sich der Wirkstoff optimal im Mauerquerschnitt und härtet als Reaktion mit der Feuchtigkeit zu einer unverrottbaren Sperre aus. Der aktuelle Zustand des Gebäudes belegt die Langzeitwirkung dieser Methode: Die nachträglich minimalinvasiv installierte Horizontalsperre ist seit über zwei Jahrzehnten voll funktionsfähig.

Systematische Entsalzung und Diffusion

In Teilbereichen wurden zusätzliche Abdichtungsbeschichtungen ausgeführt. Im Außen- und Innenbereich wurde Veinal Sanierputz teilweise mehrlagig als Oberputz aufgebracht, um die starke Salzbelastung in den Griff zu bekommen und ein dauerhaft trockenes Mauerwerk zu gewährleisten. Die Veinal Sanierputze lagern Salze ein und ermöglichten gleichzeitig die notwendige Diffusionsfähigkeit des Mauerwerks.

Alte Schule Biburg: Werterhalt durch zertifizierte Technik

Die Alte Schule Biburg, die heute den örtlichen Kindergarten und Vereine beherbergt, ist ein Vorzeigeprojekt für den Denkmalschutz. Die Sanierung beweist eindrucksvoll, dass auch schwerwiegende Feuchteschäden mit abgestimmten Systemkomponenten technisch sicher und dauerhaft behoben werden können. Dass die 20-jährige Herstellergarantie nie in Anspruch genommen werden musste, belegt die Zuverlässigkeit und technische Qualität des eingesetzten Systems. Die Wirksamkeit des Veinal-Systems wird auch von unabhängigen Instituten sowie durch die strengen Richtlinien der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.) bestätigt.

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