Energetische Sanierungen: Nach einer Umfrage von Immowelt hat jeder vierte Eigentümer hat in den letzten zwölf Monaten seine Immobilie modernisiert.
(Bild: Gerhard Seybert/stock.adobe.com)
25,1 Prozent der Immobilienbesitzer haben in diesem Zeitraum energetische Sanierungen an ihrem Hauptwohnsitz vorgenommen. Dabei fanden 60,6 Prozent der Sanierungen statt, um die Energiekosten zu senken. Am häufigsten getauscht wurden Fenster (47,1 Prozent), gefolgt von der Heizung (43,4 Prozent) und einer neuen Dämmung (42,3 Prozent).
Trotz hoher Baukosten, langer Wartezeiten auf Handwerker und politischem Hickhack bei Gebäudeenergiegesetz und Förderungen haben viele Immobilieneigentümer in jüngster Zeit Sanierungsarbeiten durchführen lassen. Das zeigt eine aktuelle und für Deutschland repräsentative Umfrage von Immowelt. Ein Viertel der Befragten (25,1 Prozent) hat demnach innerhalb der letzten 12 Monate energetische Sanierungen am Hauptwohnsitz durchführen lassen. Bei von privaten Eigentümern vermieteten Immobilien steigt die Quote gar auf knapp 29,7 Prozent.
(Bild: Immowelt)
Energetische Sanierungen: Bei zwei von drei Immobilien Energieeffizienzklasse verbessert
"Modernisierungen einer Immobilie sind zwar zunächst ein großes finanzielles Investment, aber langfristig zahlen sie sich mehrfach aus", sagt Piet Derriks, Geschäftsführer von Immowelt. "Man investiert in den Werterhalt seiner Wohnung oder seines Hauses, hebt die Wohnqualität und sorgt für sinkende Betriebskosten - beispielsweise mit einer besseren Dämmung, einer modernen Heizung oder Photovoltaik."
Energiekrise hat Eigentümer zum Handeln angeregt
Der Krieg in der Ukraine hat die Preise für Erdgas, Öl und Strom rapide steigen lassen - das hat auch viele Immobilienbesitzer aufgerüttelt. 60,6 Prozent der Eigentümer, die in den letzten zwölf Monaten saniert haben, taten dies, um ihre Energiekosten zu senken. 43,8 Prozent wollten den Komfort erhöhen, beispielsweise ein besserer Wärmeerhalt im Winter oder eine kühlere Raumtemperatur im Sommer. 40,9 Prozent wollten den Wert der Immobilie erhöhen. So hat auch eine Immowelt-Auswertung gezeigt, dass eine gute Energieklasse den Preis eines Hauses um bis zu 25 Prozent erhöhen kann.
(Bild: Immowel)
Der eigene Geldbeutel scheint immer noch der beste Antrieb zu sein, um die Handwerker zu rufen. Politischer Druck oder das Umweltbewusstsein ziehen hingegen weniger. 21,5 Prozent der Eigentümer haben saniert, um staatliche Vorgaben zu erfüllen. 19,7 Prozent wollten den CO2-Fußabdruck ihrer Immobilie dauerhaft senken.
Jeder zweite Eigentümer ließ bei Sanierung neue Fenster einbauen
Alte Fenster sind meist das größte Problem von in die Jahre gekommen Immobilien - damit heizt man sprichwörtlich zum Fenster hinaus. Moderne Fenster mit Zwei- oder Dreifachverglasung senken den Energiebedarf signifikant und haben zudem den Vorteil, dass sie im Sommer die Hitze draußen halten und schallschützend wirken, also beispielsweise weniger Straßenlärm in die Wohnung lassen. Daher hat auch nahezu jeder 2. Eigentümer (47,1 Prozent), der jüngst Sanierungsarbeiten hat machen lassen, Fenster oder Außentüren getauscht. 43,4 Prozent entschieden sich für eine neue Heizanlage und 42,3 Prozent für eine neue Dämmung. Ein gänzlich neues Dach haben indes 20,4 Prozent decken lassen.
(Bild: Immowelt)
Energetische Sanierungen erhöhen Energieklasse
Dass sich eine energetische Sanierung lohnt, zeigt die Tatsache, dass sich bei zwei Drittel der Immobilien die Energieeffizienzklasse erhöht hat. 67,9 Prozent der befragten Eigentümer, die innerhalb der vergangenen 12 Monate Renovierungsarbeiten durchführen ließen, haben nun eine höhere Klasse im Energieausweis stehen. Die Dunkelziffer dürfte wohl höher sein, denn 19,7 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gar nicht wüssten, ob sich die Energieeffizienzstufe verbessert hat.
Um zu bestimmen, welche Sanierungen konkret durchgeführt werden sollten, greift nahezu jeder zweite Eigentümer auf die Expertise von Fachleuten zurück. 47,8 Prozent haben mithilfe eines Profis, zum Beispiel eines Energieberaters, festgelegt, welche Arbeiten erledigt werden sollen.
Für die von Immowelt beauftragte repräsentative Studie wurden im Mai 2024 2‘027 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland befragt.
Stand: 16.12.2025
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