Das Berliner Start-up Reiner AI digitalisiert den Projektalltag von Ingenieur- und Planungsbüros mit einer neuartigen domänenspezifischen KI-Plattform.
Die Gründer Sven Gasper (CEO, links) und Philipp Mackeprang (CPO).
(Bild: Reiner AI)
Reiner AI startet als spezialisierte KI-Plattform für Ingenieur-, Planungs- und Architekturbüros in den Markt. Das Berliner Start-up, welches sich bereits 2025 eine Pre-Seed-Finanzierung in Höhe von drei Millionen Euro durch HV Capital sicherte, adressiert zentrale strukturelle Herausforderungen der Branche: steigenden Dokumentationsaufwand, akuten Fachkräftemangel und den Verlust projektkritischen Erfahrungswissens. Das Unternehmen versteht sich als technologischer Infrastrukturpartner für die digitale Transformation im Planungs- und Ingenieurwesen mit dem Anspruch, KI nicht als isoliertes Zusatztool, sondern als integrierten, standardisierten Prozess im Projektalltag zu verankern. Planungs- und Ingenieurbüros stehen unter zunehmendem Effizienz- und Regulierungsdruck. Dokumentationspflichten nehmen zu, Projekte werden komplexer, während qualifizierte Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig droht durch den demografischen Wandel wertvolles Erfahrungswissen verloren zu gehen.
KI-Umsetzung bislang noch fragmentiert
Obwohl generative KI branchenweit als relevant eingestuft wird – laut KPMG sehen 83 Prozent der Bauunternehmen darin geschäftsmodellrelevantes Potenzial – bleibt die praktische Umsetzung bislang fragmentiert. In Planungsbüros nutzen nach Angaben der Bundesarchitektenkammer erst 29 Prozent KI-Anwendungen im Arbeitsalltag, vielfach noch im Teststadium. Hohe Anforderungen an Datenschutz, Governance und Systemintegration bremsen den flächendeckenden Einsatz. Der Bedarf an strukturierten, praxistauglichen Lösungen ist entsprechend hoch.
KI nicht als Tool, sondern als standardisierter Workflow
Reiner AI versteht sich nicht als weiteres Einzeltool, sondern als Plattform für die strukturierte KI-Adoption in der Bau- und Planungsbranche. Die Lösung bildet bauspezifische Prozesslogiken digital ab und integriert KI entlang realer Arbeitsabläufe von Ingenieuren und Planern.
„Reiner AI ist die pragmatische Antwort auf Fachkräftemangel, Wissensverlust und steigende regulatorische Komplexität im Bau- und Ingenieurwesen”, erklärt Sven Gasper, CEO und Co-Gründer von Reiner AI. „Wir entwickeln eine KI-Plattform, die die Sprache von Ingenieuren und Planern spricht und sich nahtlos in bestehende Arbeitsprozesse integriert.“
Führende Sprachmodelle und spezialisierte Agenten
Technologisch basiert die Plattform auf führenden Sprachmodellen, die mit projektspezifischen Dokumenten, Normen und Unternehmensdaten kontextualisiert werden. Ergänzt wird dies durch spezialisierte KI-Agenten, die dokumentations- und wissensintensive Aufgaben – etwa bei Ausschreibungen, Baustellenberichten oder Nachträgen – entlang standardisierter, überprüfbarer Workflows unterstützen.
So kombiniert Reiner AI KI-Chat, Wissensarchiv und Prozesslogik zu einem integrierten System, das projektübergreifendes Wissen strukturiert verfügbar macht, bei klarer fachlicher Verantwortung des Menschen („Human-in-the-Loop“).
Sichere KI-Infrastruktur für sensible Projektumgebungen
Reiner AI wurde in Deutschland entwickelt und ist auf die Anforderungen regulierter Planungs- und Infrastrukturprojekte ausgelegt. Insbesondere im Umfeld kritischer Infrastruktur gelten hohe Standards bei Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und Informationssicherheit, die durch die Datenresidenz in Deutschland (betrieben von AWS in Frankfurt am Main) sichergestellt werden. Kundendaten werden nicht zum Training von KI-Modellen genutzt und die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform innerhalb der EU mit „Zero Retention“. Sicherheitsmechanismen sind systemseitig verankert („Security by Design“), auch eine ISO-Zertifizierung im Bereich Informationssicherheit ist in Vorbereitung. Mit diesem Governance-Ansatz adressiert Reiner AI eine zentrale Voraussetzung für die Skalierung von KI im Bau- und Planungswesen: den produktiven und zugleich sicheren Einsatz in sensiblen Projektumfeldern.
Frühe Anwender der KI-Plattform bestätigen Zeitersparnis
Zu den frühen Anwendern zählt die Ingenieurbüro Berthold Becker GmbH, seit über 50 Jahren im Tiefbau tätig. Geschäftsführer Thorsten Ohlert berichtet: „Mit Reiner AI haben unsere Bauleiter ihr gesamtes Projektwissen stets griffbereit und können Informationen direkt vor Ort ergänzen. Während die Erstellung eines Baustellenberichts früher bis zu vier Tage dauerte, benötigen wir heute nur noch einen Tag. Viele Mitarbeitende nutzen Reiner AI inzwischen wie einen erfahrenen Kollegen.“
Stand: 16.12.2025
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Mit dem operativen Markteintritt plant Reiner AI, die Plattform schrittweise in weiteren Planungs- und Ingenieurorganisationen auszurollen. Ziel ist es, KI als verlässliche Prozessinfrastruktur im Projektgeschäft zu etablieren und damit die strukturellen Effizienzreserven einer traditionell stark wissensgetriebenen Branche nachhaltig zu heben.