Bürogebäude 19 ADN Ein japanischer Garten im Herzen von Paris

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Alles beginnt mit einer Pflanze, einem Garten – und daraus entsteht ein Architekturprojekt in Paris. Aus diesem Garten im Erdgeschoss, der im Pariser lokalen Stadtplanungsrecht als denkmalgeschützt eingestuft ist, entwickelte sich „19 ADN“.

19 ADN, Gartenseite.(Bild:  Hervé Abbadie)
19 ADN, Gartenseite.
(Bild: Hervé Abbadie)

Aus Natur und Komposition entwickelte sich ein vertikales Projekt: ein Dialog zwischen Pariser Architektur und einem japanischen Garten, bei dem sich die Architektur vom Erdgeschoss nach oben entwickelt. Dieser von der Stadt Paris unter Schutz gestellte Ort bietet Raum für den Austausch zwischen zwei Architekturkulturen.

Die intrikaten Details der japanischen Gestaltung finden sich in die Pariser Architektur integriert: Kalkstein zur Straßenseite, ein hölzerner Anbau zur Hofseite. Strenge, Ruhe und Respekt gegenüber dem Pariser Stadtraum stehen im Zentrum des Projekts. Zur Straßenseite entwickelt das Projekt eine zurückhaltende architektonische Identität im Einklang mit seinem städtischen Umfeld.

Bürogebäude 19 ADN: Die horizontale Gliederung interagiert mit der Komposition der Nachbargebäude im Geist der haussmannschen Fassadenfolgen.
Die horizontale Gliederung interagiert mit der Komposition der Nachbargebäude im Geist der haussmannschen Fassadenfolgen.
(Bild: Hervé Abbadie)
Bürogebäude 19 ADN: Fassade mit zurückversetzten Öffnungen, als Nischen behandelt.
Fassade mit zurückversetzten Öffnungen, als Nischen behandelt.
(Bild: Hervé Abbadie)
Die Farbgebung – eine Kombination aus hellem Stein und rostfarbenen Tönen – harmoniert mit der Umgebung. (Bild:  Hervé Abbadie)
Die Farbgebung – eine Kombination aus hellem Stein und rostfarbenen Tönen – harmoniert mit der Umgebung.
(Bild: Hervé Abbadie)
Bürogebäude 19 ADN: Gartenseite
Ausblick zur Gartenseite.
(Bild: Hervé Abbadie)

Zeitgenössische architektonische Identität

Ein stark horizontaler Rhythmus interagiert mit der Komposition der Nachbargebäude im Geist der haussmannschen Fassadenfolgen. Dieses Muster wird durch eine vertikale Neugestaltung der Reliefs erweitert: zurückversetzte Öffnungen, als Nischen behandelt, gliedern die Fassade und spielen mit dem Licht. Das Volumen wird so durch subtile Schatten belebt und vermittelt eine ruhige, zugleich ausdrucksstarke Tiefe.

Urbane Integration

Das Projekt fügt sich behutsam in ein städtisches Gefüge aus ungewöhnlichen Gebäuden ein, die gemeinsam ein Ensemble bilden. Zur Straßenseite erweist sich die Fassade als komplexe Komposition. Sie integriert Pflanzgefäße, spielt mit Volumen und Leerräumen und kontextualisiert den haussmannschen Rhythmus des Nachbargebäudes. Die Farbgebung – eine Kombination aus hellem Stein und rostfarbenen Tönen – harmoniert mit der Umgebung

Zur Gartenseite offenbart der Anbau, als leichte Holzkonstruktion gestaltet, handwerkliche Detailqualität sowie eine Pfosten-Riegel-Struktur, die an traditionelle japanische Architektur erinnern soll und den angrenzenden Garten widerspiegelt.

Das gesamte Architektur- und Innenarchitekturprojekt wurde vom Büro mit besonderer Sensibilität für den Ort entwickelt, bis ins kleinste Detail – im Gleichgewicht zwischen Denkmalschutz und zeitgenössischer Gestaltung. Die an der Hofseite angefügte Außenstruktur besteht aus Holz. Sie ermöglicht großzügige Terrassenflächen sowie die Begrünung der Fassade mit hängenden Pflanzgefäßen. Diese Holzfassade ist stark von der japanischen Kultur inspiriert und steht in direktem Dialog mit dem bestehenden geschützten Zen-Garten.

Projektdaten

  1. 411 m² geschützter Garten
  2. 186 m² Dachterrassen-Eventfläche
  3. 2‘245 m² Gesamtfläche
  4. 1‘215 m² Bürofläche

Bauherr: Demathieu Bard Immobilier

Umweltberater: VIZEA

Architektur & Innenarchitektur: DTACC Architectes

Fläche: 2‘245 m² BGF (SDP)

Kosten: 8,2 Mio. € netto (ohne Steuern)

Bauzeit: 28 Monate

Fertigstellung: 2025

Umweltzertifizierung: min. BREEAM Excellent

Projektteam:

  1. Architekten: DTACC Architectes
  2. Kostenplanung: DAL
  3. TGA (HLK, Elektro, Aufzüge): ATEC
  4. Tragwerksplanung: Geciba
  5. Fassadenplanung: Arcora
  6. Akustik: Méta Acoustique
  7. Landschaftsplanung: Atelier Stipa
  8. Sicherheitsberatung: JCD Consulting
  9. Kontrolle & Sicherheitskoordination (SPS): Veritas
(Bild: DTACC Architectes)

Weitere Informationen: https://dtacc.com/en/

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