Pilotprojekt für nachhaltigen Wohnungsbau mit PVT-Technologie ISFH überwacht Energieströme einer Wohnanlage in Hameln

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

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Die Grübbel GmbH aus Bad Oeynhausen hat bei einem Neubauprojekt in Hameln eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit bivalenter Quellenanbindung und Photovoltaik-Thermie-Kollektoren (PVT) von TWL-Technologie installiert. Das Unternehmen hat 18 Einheiten einer Wohnanlage in serieller Holzbauweise mit vorgefertigten Elementen umgesetzt. Das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) überwacht die Energieströme und die Jahresarbeitszahlen des Systems bis Ende 2027. 

Serienmodell: Generalunternehmer Grübbel will seine seriellen Holzbauten künftig standardmäßig mit PVT-Anlagen ausstatten. (Bild:  ISFH)
Serienmodell: Generalunternehmer Grübbel will seine seriellen Holzbauten künftig standardmäßig mit PVT-Anlagen ausstatten.
(Bild: ISFH)

„Mit der Wohnanlage in Hameln wollte Grübbel ein energetisches Gesamtsystem aufbauen, das weit über klassische Lösungen hinausgeht und eine System-Jahresarbeitszahl von 3,5 erreicht. Wir freuen uns, Teil dieses Projekts zu sein“, sagt PVT-Produktmanager Christian Holst von TWL Technologie. Das Wohngebäude hat Grübbel als Effizienzhaus 40 EE nach GEG 2023 (steht für Gebäudeenergiegesetz) umgesetzt, was zu besseren Förderkonditionen führt. Vorgabe ist, dass der Primärenergiebedarf maximal 40 Prozent eines Referenzgebäudes betragen darf. Grübbel hat sowohl die PVT-Anlage als auch den 385 Quadratmeter großen Flächenkollektor für die Erdwärmepumpe entsprechend ausgelegt.

Neubauprojekt Hameln: PVT spart Kosten und Erdarbeiten 

Doppelter Nutzen: 48 Photovoltaik-Thermie-Module der TWL-Technologie liefern elektrischen Strom und thermische Energie. (Bild:  ISFH)
Doppelter Nutzen: 48 Photovoltaik-Thermie-Module der TWL-Technologie liefern elektrischen Strom und thermische Energie.
(Bild: ISFH)

Vor der Wärmepumpe hat Grübbel einen mit Sole gefüllten, 100-Liter-Kaltspeicher als hydraulische Weiche eingebaut, um die Volumenströme von der Erdquelle und der PVT-Anlage zu entkoppeln. Die Wohnungsstationen sind über ein Vier-Leiter-System (Heizung und Trinkwarmwasser inklusive Zirkulation) mit der Heizungsanlage verbunden. Weil die Fußbodenheizung (mit niedrigeren Temperaturen) und die Warmwasserversorgung (mit höheren Temperaturen) über getrennte Stränge laufen, werden die Energieverluste minimiert.

Das Projekt wird im Rahmen der Integra-TE-XL-Initiative überwacht, die vom ISFH koordiniert wird und an der TWL-Technologie beteiligt ist. Bei dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekt messen die Projektpartner aus Forschung und Industrie Demonstrationsanlagen mit PVT-Kollektoren und Wärmepumpen, um Erkenntnisse für die Gebäudeenergieversorgung zu gewinnen. Mit den Messungen wollen sie ausgewählte Systeme hinsichtlich ihrer Energieeffizienz, ihrer CO2-Einsparung und ihrer Wärmegestehungskosten bewerten, Markthemmnisse überwinden und Potenziale erschließen.

Im Werk Freihung fertigt das Unternehmen thermische Speicher bis 10.000 Liter im Standardsortiment und bis 150.000 Liter im Sonderspeicherbau. Ein weiteres Standbein sind Solarthermie-Kollektoren. Das PVT-Vertriebs- und Marketingteam ist in der Niederlassung Eckernförde angesiedelt. Zahlreiche Sole-Wasser-Wärmepumpen sind bereits PVT-ready und eignen sich für den Betrieb mit PVT-Kollektoren. Auf der Intersolar Europe in München (23. bis 25. Juni, Halle A2, Stand 115) stellt das Unternehmen seine PVT-Kollektoren und Projekte vor.

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