Hagedorn treibt komplexe Bauarbeiten am Südschnellweg voran Brückenrückbau in Hannover

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Seit 2023 ist die Hagedorn-Unternehmensgruppe am Großprojekt Südschnellweg in Hannover beteiligt. Gemeinsam mit Projektpartnern setzt das Unternehmen zentrale Maßnahmen im Rückbau, Erdbau und Spezialtiefbau um. 

Luftaufnahme der Bauarbeiten am Großprojekt Südschnellweg, Hannover.(Bild:  Hagedorn)
Luftaufnahme der Bauarbeiten am Großprojekt Südschnellweg, Hannover.
(Bild: Hagedorn)

Seit Beginn der Arbeiten im Jahr 2023 verantwortet Hagedorn im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft wesentliche Bauleistungen am Großprojekt Südschnellweg. Ziel ist die grundlegende Modernisierung der stark frequentierten Verkehrsachse – unter anderem durch den Rückbau der bestehenden Hochstraße und den Bau eines Tunnels. Ein zentraler Meilenstein wurde mit dem Rückbau der rund 484 Meter langen Bestandsbrücke im Frühjahr 2025 erreicht. Seither konzentrieren sich die Arbeiten auf die Herstellung der Baugruben sowie die Vorbereitung des Tunnelbaus – unter komplexen innerstädtischen und geotechnischen Bedingungen. 

Auf der Südseite wurde unter anderem die Schlitzwand als wesentlicher Bestandteil der Baugrubensicherung hergestellt. Parallel dazu erfolgte der Rückbau der Bestandsgründung. Aufgrund eines bestehenden Kampfmittelverdachts kamen hierbei besonders präzise Verfahren wie der Einsatz von Seilsägen zum Einsatz. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf umfangreichen Aushubmaßnahmen: In einem Bauabschnitt wurden rund 55.000 Kubikmeter Boden trocken bis in eine Tiefe von etwa 13,5 Metern unter Geländeoberkante ausgehoben. In anderen Bereichen erfolgte der Aushub unter Wasser – hier wurden etwa 35.000 Kubikmeter Material mithilfe von Geräten auf schwimmenden Pontons bewegt. 

Großprojekt Südschnellweg: nachhaltige Materialweiterverwendung

Das anfallende Material wird dabei gezielt weiterverwendet: Rund 15.000 Kubikmeter konnten zur Dammerweiterung eingesetzt werden. Parallel dazu laufen vorbereitende Arbeiten für die Herstellung von Verankerungen, unter anderem durch Voraushubmaßnahmen. Auch die Anpassung bestehender Infrastruktur ist Teil des Projekts: So wurde die Straßenbahntrasse erfolgreich in eine neue, gerade Linienführung über die Baugrube verlegt. 

Aushub unter anstehendem Grundwasser: Herstellung der ersten Unterwasserbetonsohle.(Bild:  Hagedorn)
Aushub unter anstehendem Grundwasser: Herstellung der ersten Unterwasserbetonsohle.
(Bild: Hagedorn)

Nassaushub und Unterwasserbeton 

Besonders anspruchsvoll sind die Arbeiten in den tunnelnahen Bauabschnitten, in denen Hagedorn den Aushub unter anstehendem Grundwasser ausführt. Während zentrale Bereiche der Baustelle trockenen Fußes bearbeitet werden können, gleichen die Baugruben an den Tunnelenden zeitweise großen Wasserbecken. Hier kommen spezialisierte Verfahren und Geräte zum Einsatz. Der Aushub erfolgt unter anderem mithilfe von Geräten auf schwimmenden Pontons, während parallel die Voraussetzungen für die Herstellung der Bauwerkssohle geschaffen werden. 

Eingroßer Fortschrittließ sich mit der Herstellung der ersten Unterwasserbetonsohle erreichen, die die tragende und abdichtende Grundlage für den späteren Tunnelbau bildet. Die Betonage erfolgt unter Wasser durch ein abgestimmtes Zusammenspiel aus Tauchern, Betonpumpen und Logistik: Der Beton wird kontinuierlich eingebracht und gezielt verteilt, so dass eine homogene, stabile Schicht entsteht. Entscheidend ist dabei ein unterbrechungsfreier Materialfluss, um die Qualität des Betons sicherzustellen.

Nächste Bauphasen im Großprojekt Südschnellweg

Für einen Bauabschnitt wurden rund 1.600 Kubikmeter Beton in einem durchgehenden Prozess eingebracht – unter anspruchsvollen Witterungsbedingungen und mit hoher logistischer Präzision. „Die Arbeiten am Großprojekt Südschnellweg zeigen, wie komplex moderner innerstädtischer Infrastrukturbau ist. Besonders der Nassaushub und die Betonage unter Wasser erfordern eine präzise Planung, eingespielte Abläufe und höchste technische Expertise. Dass wir diese anspruchsvollen Leistungen unter laufendem Verkehr und schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich umsetzen, ist eine starke Teamleistung“, sagt Anton Bartel, Projektleiter bei Hagedorn. Mit den laufenden Maßnahmen werden die Voraussetzungen für die nächsten Bauphasen geschaffen, insbesondere für den Tunnelbau. 

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung