Bestehende Krankenhausinfrastruktur modernisieren Aufzugsmodernisierung mit chirurgischer Präzision

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Während die Bevölkerung in ganz Europa weiter altert, wächst auch der Druck auf die Infrastruktur von Gesundheitseinrichtungen. Krankenhäuser müssen Abläufe stabil halten, Versorgung sichern und vorhandene Gebäude möglichst effizient nutzen. Österreichs größtes Krankenhaus hat deshalb zehn seiner Aufzuganlagen von Otis modernisieren lassen – im laufenden Betrieb und mit Fokus auf zuverlässige Verfügbarkeit, bessere Steuerung und eine Entlastung der täglichen Abläufe.

Modernisierung der Aufzuganlagen im AKH Wien.(Bild:  VKMB/Otis Elevator Company)
Modernisierung der Aufzuganlagen im AKH Wien.
(Bild: VKMB/Otis Elevator Company)

Ob Krankenhaus, Pflegeheim oder Arztpraxis: Im Gesundheitssektor sind Aufzüge und Fahrtreppen nicht nur Transportmittel, sondern Garanten für effiziente und sichere Abläufe. Sie befördern Patientinnen und Patienten, Ärzteteams, Pflegepersonal, Betten, medizinische Geräte und Versorgungsmaterialien. So auch im AKH Wien. Das Universitätsklinikum ist das größte Krankenhaus Österreichs, beschäftigt rund 9.000 Mitarbeitende und behandelt jährlich zehntausende Patientinnen und Patienten.

Die Aufzugsanlagen im AKH Wien sind mit täglich rund 1.400 Fahrten entsprechend stark frequentiert. Zahlen wie diese zeigen anschaulich, wie zuverlässig Aufzüge im Klinikalltag funktionieren müssen. Fällt ein System aus oder arbeitet verlangsamt, können die Folgen im gesamten Betrieb spürbar werden: Arbeitsabläufe werden gestört, Wegezeiten verlängern und geplante Operationen verzögern sich und im schlimmsten Fall kann sogar die Patientensicherheit gefährdet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde Otis 2024 mit der Modernisierung der Aufzuganlagen beauftragt. Die neun Personen- und Bettenaufzüge sowie ein Feuerwehraufzug waren vor mehr als 50 Jahren von Otis gefertigt, montiert worden und wurden seither regelmäßig gewartet – lediglich die Steuerungssysteme wurden seither erneuert, zuletzt 1990.

Energiekosten senken und Abläufe beschleunigen

Im Rahmen der Modernisierung wurden die bestehenden Anlagen im laufenden Betrieb technisch erneuert, unter anderem mit regenerativem Re-Gen-Drive-Antrieb. Er nutzt die beim Bremsvorgang des Aufzugs erzeugte Energie und führt sie dem System wieder zu. Dadurch können Energieverbrauch und Betriebskosten der Anlagen sinken. Für den Klinikbetrieb stand aber vor allem im Vordergrund, die Modernisierung so umzusetzen, dass der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Installiert wurde aber auch die Zielwahlsteuerung Compass Plus, die als „virtueller Concierge“ fungiert: Statt Fahrgäste in den am schnellsten verfügbaren Aufzug einsteigen zu lassen, werden die Fahrgäste dem Aufzug zugeordnet, der sie mit der geringsten Anzahl an Zwischenstopps ans Ziel bringt. Dadurch werden Warte- und Fahrzeiten für die Passagiere merklich, teilweise um bis zu 50 Prozent, reduziert.

Für die Abstimmung der Zielwahlsteuerung auf die Anforderungen des Wiener Krankenhausbetriebs entwickelte Otis gemeinsam mit den für den technischen Betrieb des AKH Wien zuständigen Experten von Vamed-KMB unterschiedliche Nutzerprofile – unter anderem für medizinisches Personal sowie für Patienten. Das Compass-Plus-System wurde zusätzlich in das bestehende Zutrittssystem des Krankenhauses eingebunden.

Das im Zuge der Modernisierung ebenfalls installierte EMS- Panorama-System sorgt seither für volle Transparenz über den Realtime-Status der Aufzuganlagen. Otis-Servicetechniker können Hinweise auf potenzielle Störungen bereits erkennen, bevor sie auftreten, und schneller reagieren. Sollte es dennoch einmal zu einer Störung kommen, kann der Notruf digital mithilfe der Internet of Things (IoT)-Lösung Otis One ausgelöst werden. 

Modernisierung der Aufzuganlagen: zukunftsfähige Krankenhausinfrastruktur
 

Der demografische Wandel erhöht den Bedarf an medizinischer Versorgung: Bis 2035 wird in Deutschland jeder dritte Mensch über 60 Jahre alt sein. Krankenhäuser wie das AKH Wien sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen müssen daher die wachsenden Anforderungen und die wachsende Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen bewältigen – häufig in Gebäuden, die vor Jahrzehnten errichtet und an heute an bauliche Grenzen stoßen. Zugleich bleibt qualifiziertes Personal knapp. Umso wichtiger sind Abläufe, die Wege verkürzen, Transporte erleichtern und bestehende Infrastruktur verlässlich nutzbar machen.

Das AKH Wien zeigt, wie sich bestehende Krankenhausinfrastruktur gezielt modernisieren lässt, ohne den laufenden OP- und Klinikbetrieb unterbrechen zu müssen und ohne kostspielige Sanierung der Bausubstanz. Die Erneuerung der Aufzugtechnik ist dabei kein isoliertes Technikprojekt, sondern Teil der betrieblichen Infrastruktur: Sie unterstützt Verfügbarkeit, Steuerung und Abläufe in einem Umfeld, in dem zuverlässige Mobilität jeden Tag gebraucht wird – und die Versorgung von Patientinnen und Patienten auch in Zukunft gesichert bleiben muss.

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