Schwimmende Unternehmenszentrale „Via Donau“ am Wiener Donauufer Schwimmendes Büro auf der Donau 

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

Das Habau-Group-Konzernunternehmen Östu-Stettin realisiert am Wiener Donauufer eine schwimmende Unternehmenszentrale für den Wasserstraßenbetreiber „Via Donau“.

Visualisierung: Die schwimmende Unternehmenszentrale Via Donau entsteht derzeit in Wien. (Bild:   Viadonau/Pittiono & Ortner Architekturbüro ZT GmbH)
Visualisierung: Die schwimmende Unternehmenszentrale Via Donau entsteht derzeit in Wien.
(Bild: Viadonau/Pittiono & Ortner Architekturbüro ZT GmbH)

Am Wiener Handelskai entsteht derzeit ein außergewöhnliches Bauprojekt, das es in dieser Form und Dimension bislang noch nicht gegeben hat. Mit Hochbaukosten von 16,6 Millionen Euro errichtet die Östu-Stettin Hoch- und Tiefbau GmbH eine schwimmende Unternehmenszentrale für den Wasserstraßenbetreiber Via Donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH. Als Generalunternehmer verantwortet das Unternehmen der Habau Group, die Umsetzung dieses innovativen Projekts, das künftig Arbeitsplatz für rund 120 Mitarbeiter der Via Donau, der Wasserpolizei und der Schifffahrtsaufsicht sein wird. Die Gesamtfertigstellung ist für März 2027 geplant.

„Dieses Bauprojekt zeigt, wofür die Habau Group steht: Innovationskraft, technische Kompetenz und der Mut, neue Wege zu gehen“, so Hubert Wetschnig, CEO der Habau Group. „Mit der schwimmenden Unternehmenszentrale der Via Donau setzt unser Konzernunternehmen Östu-Stettin ein Bauvorhaben um, dass so bislang einzigartig in Österreich ist. “

schwimmende Unternehmenszentrale: Luftaufnahme der Baustelle auf der Donau in Wien
Das schwimmende Gebäude entsteht auf einem rund 103 Meter langen und 21 Meter breiten speziell gefertigten Ponton aus Schiffbaustahl.
(Bild: MW-Architekturfotografie/Habau Group/Östu-Stettin)

Bauen auf dem Wasser: Präzision unter besonderen Bedingungen

Das schwimmende Gebäude entsteht auf einem rund 103 Meter langen und 21 Meter breiten speziell gefertigten Ponton aus Schiffbaustahl, der zugleich als Untergeschoss und Technikzentrale dient. Darauf wird auf einer Höhe von rund elf Metern ein zweigeschossiges Bürogebäude mit Sonnendeck in moderner Stahl-Holz-Verbundbauweise errichtet. Architektonisch erinnert das Projekt an ein modernes Schiff. Aluminium- und Holzfassadenelemente prägen das äußere Erscheinungsbild, während im Innenbereich hochwertige Holzoberflächen und großzügige Verglasungen für eine helle und offene Atmosphäre sorgen. Die Fassaden sowie der konstruktive Holzbau werden dabei von der Firma Baumgartner Raimund GmbH, einem Tochterunternehmen der Östu-Stettin, umgesetzt. Geplant sind zudem fünf Zugangsbrücken sowie ein eigener Bootsanlegesteg für die Einsatzorganisationen.

Aktuell entsteht das Bauwerk an einem temporären Anlegeplatz an der Lagerhauslände, einem öffentlichen Liegeplatz für die Großschifffahrt in Wien. Die Bauarbeiten verlangen höchste Präzision: Das Baufeld liegt direkt am fließenden Gewässer, wodurch erhöhte Sicherheits- und Behördenauflagen eingehalten werden müssen. Ein Großteil der Bauelemente wird daher vorgefertigt und in Montagebauweise umgesetzt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das fertige Büroschiff an seinen finalen Standort bei der Wiener Reichsbrücke stromaufwärts zur Praterlände verlegt und dort dauerhaft verankert.

Schwimmende Unternehmenszentrale: Vorzeigeprojekt mit Signalwirkung 

Darüber hinaus setzt das Büroschiff Maßstäbe im nachhaltigen Bauen: Neben klimaneutralen Bautechniken, innovativen Systemen zur Energiegewinnung sowie Wärmeerzeugung aus Donauwasser kommen auch Photovoltaikmodule am Dach zum Einsatz. Für die Östu-Stettin bedeutet das Bauvorhaben am Wasser einen innovativen Schritt in der Weiterentwicklung ihres Leistungsspektrums und soll zeigen, wie sich innovative Bauweisen, nachhaltige Materialien und komplexe Infrastruktur zu einer funktionierenden Gesamtlösung verbinden lassen. „Hier werden die Baustoffe Stahl, Holz und Beton in besonderer Weise kombiniert – unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen auf dem Wasser“, so Robert Hitschmann, technischer Geschäftsführer der Östu-Stettin.

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