Nachlese Intergeo 2026 Reale und digitale Welt wachsen zusammen 

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Mit einer starken Bilanz ging die Intergeo 2026 in München zu Ende. Drei Tage lang war die bayerische Landeshauptstadt Treffpunkt der internationalen Geospatial-Community. Über 18.600 Besucher aus 121 Ländern, über 530 Aussteller aus 44 Ländern und 1.250 Teilnehmer der Intergeo Conference aus 46 Ländern kamen in diesem Jahr zusammen.

Am 17. September 2026 ging die diesjährige Intergeo erfolgreich zu Ende. 2027 trifft sich die Community in Frankfurt/Main.(Bild:  Niko Herzog)
Am 17. September 2026 ging die diesjährige Intergeo erfolgreich zu Ende. 2027 trifft sich die Community in Frankfurt/Main.
(Bild: Niko Herzog)

Im Fokus der Intergeo 2026 standen Technologien und Anwendungen, die immer stärker ineinandergreifen: Künstliche Intelligenz und insbesondere Geo AI, Digitale Zwillinge, Reality Capturing, Erdbeobachtung, BIM und vernetzte Geodateninfrastrukturen. Sie verändern grundlegend die Art und Weise, wie Infrastruktur geplant, Städte entwickelt, Ressourcen geschützt, die gebaute Umwelt erfasst und komplexe Entwicklungen verstanden werden. Die Messe machte dabei deutlich: Die Geospatial-Branche ist in einer neuen Anwendungsphase angekommen. KI, präzise Geodaten und digitale Abbilder der realen Welt wachsen zu vernetzten Systemen und Workflows zusammen. Aus technologischen Möglichkeiten werden konkrete Werkzeuge für Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Gesellschaft.

Intergeo 2026: Zukunftswissen trifft Anwendung auf der Conference

Mit mehr als 100 Speakern zeigte die diesjährige Conference, wie vielfältig das Anwendungsspektrum von Geoinformation inzwischen ist. Einen besonderen Akzent setzte Jack Dangermond, Gründer und Präsident von Esri, mit seiner Keynote „GIS – Creating a More Intelligent World“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie GIS dazu beitragen kann, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen für eine nachhaltigere und resilientere Zukunft zu ermöglichen.

Der nächste Entwicklungsschritt besteht darin, von einzelnen digitalen Werkzeugen hin zu vernetzten und zunehmend autonomen Arbeitsabläufen überzugehen", sagt Boris Skopljak, Vizepräsident des Bereichs Geospatial bei Trimble. „Das erfordert einen nahtlosen Datenfluss zwischen Außendienst und Büro sowie über verschiedene Projektphasen hinweg. Entscheidend bleibt dabei die Verbindung zwischen digitaler Planung und physischer Realität – auf der Grundlage hochpräziser und zuverlässiger Daten.

Erstmals waren Conference Opening und Keynotes für alle Ticketinhaber geöffnet und schufen so einen gemeinsamen Auftakt für Expo und Konferenz. KI, Digitale Zwillinge, BIM, Erdbeobachtung, Geodateninfrastrukturen sowie Vermessungs- und Positionierungstechnologien spannten den Bogen von wissenschaftlicher Forschung bis zu konkreten Anwendungen in Infrastruktur, Verwaltung, Klimaanpassung und Stadtentwicklung. Mit den Frontiers of Geodetic Science (FroGS) erhielt zugleich der wissenschaftliche Nachwuchs eine internationale Bühne.

„Geoinformation verbindet heute die reale mit der digitalen Welt – und wird damit zur Grundlage für konkretes Handeln. Dafür braucht es verlässliche Daten, technologische Innovation und fachliche Expertise. Die Intergeo bringt all das zusammen: Auf der Expo werden neue Lösungen erlebbar, die Konferenz schafft den Raum für fachlichen Diskurs und neue Perspektiven“, so Prof. Dr.-Ing. Rudolf Staiger, Präsident des DVW e. V. – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, dem Veranstalter der Messe.

Intergeo Expo: Technologie erleben, Anwendungen verstehen

Auf der Expo wurde die technologische Entwicklung der Geospatial-Branche unmittelbar sichtbar. Neue Lösungen für Reality Capturing, Vermessung und Positionierung, GeoAI und Digitale Zwillinge zeigten, wie schnell neue Technologien in der Praxis ankommen. Sensoren, Software, Cloud-Technologien und KI greifen dabei zunehmend in durchgängigen Workflows ineinander: Daten werden erfasst, verarbeitet, geteilt und analysiert – und stehen immer schneller dort zur Verfügung, wo sie für konkrete Prozesse und Anwendungen benötigt werden. Der „Reality Capturing Experience Parc“ machte die Verbindung von physischer und digitaler Welt live erlebbar. Das „Real Estate Lab“ brachte Geospatial-Branche und Immobilienwirtschaft zusammen.

„Die Intergeo 2026 hat die enorme Dynamik gezeigt, die in unserer Branche steckt. Hier treffen technologische Innovationen auf konkrete Anforderungen aus der Praxis, Unternehmen auf Anwender und neue Lösungen auf unmittelbares Feedback. Genau diese Verbindung aus Innovation, Markt und persönlichem Austausch macht sie zu einem zentralen Treffpunkt der internationalen Geospatial-Community – und zu einer Plattform, auf der die weitere Entwicklung unserer Branche mitgestaltet wird“, fasst Olaf Freier, CEO Hinte Expo & Conference, zusammen.

 2027 findet die Intergeo vom 12. bis 14. Oktober in Frankfurt/Main statt.

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