Autodesk University 2026 Durchgängige Daten für Planung, Bau und Betrieb

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Auf der Autodesk University 2026 präsentierte Autodesk neue Funktionen für Forma. Die durchgängige AEC-Cloud vernetzt Planung, Bau und Betrieb mit KI-gestützten Workflows.

Ein gemeinsamer Geolokalisierungsansatz in Forma, Revit und Civil 3D soll Standortinformationen konsistenter halten und manuelle Modellanpassungen reduzieren. (Bild:  Autodesk)
Ein gemeinsamer Geolokalisierungsansatz in Forma, Revit und Civil 3D soll Standortinformationen konsistenter halten und manuelle Modellanpassungen reduzieren.
(Bild: Autodesk)

Bauprojekte werden komplexer, die Anforderungen an Wohnraum, Infrastruktur und Nachhaltigkeit steigen. Planungsteams kommen da schnell ans Limit. Auf der Autodesk University 2026 stellte Autodesk deshalb neue Funktionen für Autodesk Forma vor, die Projektdaten und Kontext über Planung, Entwurf, Ausführung und Betrieb hinweg durchgängig nutzbar machen sollen.

Autodesk positioniert Forma als End-to-End-Industry-Cloud für Architektur, Ingenieur- und Bauwesen. Ziel ist es, Projektinformationen beim Wechsel zwischen Fachdisziplinen, Softwarelösungen und Projektphasen zu erhalten. Teams sollen dadurch schneller erkennen, welche Daten aktuell, freigegeben oder geändert wurden.

Mehr Projektkontext für Planung und Infrastruktur

Ein Schwerpunkt liegt auf der engeren Verzahnung von Gebäudeplanung und Infrastruktur. Laut Autodesk wird Civil 3D zum neuesten Forma Connected Client. Planer, Architekten und Bauingenieure können Civil-3D-Daten künftig direkt in Forma nutzen, während Fachplaner weiterhin mit den vertrauten Civil-3D-Werkzeugen arbeiten.

Neu ist außerdem Forma Street Design, eine Lösung für frühe Phasen der Straßen- und Verkehrsplanung. Fahrstreifen, Kreuzungen und Kurvenradien lassen sich im Projektkontext untersuchen und anschließend ohne erneute Aufbereitung in Civil 3D für die Detailplanung weiterführen. Autodesk kündigt hierfür eine Beta-Phase an.

Ergänzend führt das Unternehmen einen gemeinsamen Geolokalisierungsansatz für Forma, Revit und Civil 3D ein. Standortinformationen sollen damit anwendungsübergreifend konsistent bleiben und manuelle Anpassungen entfallen. Vertiefte Integrationen mit Fugro GeoDin, GroundIQ und Esri ArcGIS bringen geotechnische und georäumliche Daten früher in Infrastruktur-Workflows ein.

KI unterstützt den Architekturentwurf

Auch in der Gebäudeplanung übernimmt KI mehr Routineaufgaben. In Forma Site Design soll Autodesk Assistant künftig natürliche Fragen zu einem Projektstandort beantworten. Der Building Layout Explorer erzeugt und vergleicht Varianten für Mehrfamilienhäuser, die sich anschließend nahtlos in Forma Building Design und Revit weiterbearbeiten lassen.

In Revit stellt Autodesk neue KI-gestützte Funktionen für die Dokumentation vor. Dazu gehören das automatische Vervollständigen von Raumelementen, optimierte Beschriftungen und eine automatisierte Dokumentation über mehrere Ansichten hinweg. Die fachliche Prüfung und Freigabe verbleibt ausdrücklich bei den Planenden.

Von Dateien zu vernetzten Projektdaten

Mit Forma Data Management adressiert Autodesk ein zentrales Problem vieler Bauprojekte: die wachsende Zahl an Modellen, Plänen, Zeichnungen und Revisionen. Statt isolierter Dateien sollen Projektdaten strukturiert verwaltet und ihr Kontext über Übergaben hinweg erhalten bleiben.

Smart Controls steuern Zugriffsrechte anhand von Metadaten wie dem Freigabestatus automatisch. Autodesk Assistant durchsucht Zeichnungen und führt Nutzer direkt zu relevanten Plänen. Drawing Change Analysis macht Unterschiede zwischen Planungsständen schneller sichtbar.

Für Anfang 2027 kündigt Autodesk zudem Drawing Compliance Review an. Die Funktion soll Planpakete automatisiert mit Bauvorschriften, Planungsstandards und projektspezifischen Anforderungen abgleichen. Die abschließende fachliche Bewertung bleibt jedoch Teil des Planungsprozesses.

Drawing Compliance Review soll Planpakete gegen Bauvorschriften, Planungsstandards und projektspezifische Anforderungen prüfen und mögliche Probleme früher sichtbar machen. (Bild:  Autodesk)
Drawing Compliance Review soll Planpakete gegen Bauvorschriften, Planungsstandards und projektspezifische Anforderungen prüfen und mögliche Probleme früher sichtbar machen.
(Bild: Autodesk)
In Forma Build zeigen KI-gestützte Einblicke auf der Project-Home-Seite an, welche Punkte Aufmerksamkeit erfordern und warum sie für das Projekt relevant sind. (Bild:  Autodesk)
In Forma Build zeigen KI-gestützte Einblicke auf der Project-Home-Seite an, welche Punkte Aufmerksamkeit erfordern und warum sie für das Projekt relevant sind.
(Bild: Autodesk)

Als Praxisbeispiel nennt Autodesk die Kraft Group und das Gillette Stadium in Foxborough (USA), wo Forma Data Management und weitere Forma-Lösungen den Bau und die Vorbereitung des Stadions für unterschiedliche Veranstaltungsformate unterstützen.

Durchgängige Workflows bis auf die Baustelle

Auch für Bauunternehmen erweitert Autodesk die vernetzten Arbeitsabläufe. Forma Bid integriert Ausschreibungsfunktionen aus BuildingConnected in Forma. Auftragnehmer können Einladungen verwalten, Angebote vergleichen, Preise mit Kostenschätzungen abgleichen und mögliche Lücken im Leistungsumfang identifizieren. Die Funktion ist als Beta für Kunden mit Forma for Preconstruction oder BuildingConnected Pro verfügbar.

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Für Koordination und Ausführung führt Forma modellbasierte Workflows zusammen, die Modelle, Pläne, Punktwolken, Geodaten und Projektinformationen in einer gemeinsamen Ansicht bündeln. In Forma Build liefern KI-gestützte Einblicke auf der Project-Home-Seite Hinweise auf kritische Themen und deren Relevanz. Workflow Studio unterstützt definierte Freigabe- und Prüfprozesse, etwa für Qualitätskontrollen. Für die Baustelle ergänzt Autodesk einen mobilen Daily Log Agent, der gesprochene Updates in strukturierte Bautageberichte überträgt.

Darüber hinaus erweitert Autodesk spezialisierte KI-Agenten für Dokumentensuche, die Prüfung von Nachunternehmerunterlagen und die Angebotsverarbeitung. Ziel ist es, manuelle Prüfaufwände zu reduzieren, ohne die Verantwortung der Projektteams für Entscheidungen zu ersetzen.

Project Intelligence als gemeinsame Grundlage

Hinter allen Neuerungen steht Autodesks Konzept der Project Intelligence – ein durchgängiges Verständnis von Projektdaten, Entscheidungen und Kontext. Je länger diese Informationen über sämtliche Projektphasen erhalten bleiben, desto besser können KI-Funktionen Risiken frühzeitig erkennen, Änderungen einordnen und nächste Arbeitsschritte vorbereiten.

Auf der Autodesk University gab das Unternehmen darüber hinaus einen Ausblick auf die neue Generation von Autodesk Assistant. Der Assistent soll Projektinformationen, Autodesk-Werkzeuge und spezialisierte KI-Agenten stärker auf die jeweiligen Teamziele ausrichten. Für AEC-Teams bedeutet das laut Autodesk vor allem eines: weniger Zeit für das Wiederherstellen von Kontext und mehr Zeit für fundierte Entscheidungen in Planung, Bau und Betrieb.

Weitere Informationen: https://construction.autodesk.de/