Mit Co-Initiatoren hat die Gründungs- und Innovationsplattform Futury ein Inkubationsprogramm für Start-ups aus der Baubranche gestartet, die Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Bauweise entwickeln.
(Quelle: Futury)
Die Bauindustrie erlebt gerade eine Transformation, die sie im Kern verändert.
Die zwei wesentlichen Trends: Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Mit der Initiative The Mission verschreibt sich die Gründungs- und Innovationsplattform Futury dem Thema Nachhaltigkeit.
Gemeinsam mit Co-Initiatoren hat sie ein Inkubationsprogramm gestartet.
Von Februar bis April entwickelten dort sechs Start-up-Teams ihre neuartigen Lösungen, um die Transformation in Sachen Nachhaltigkeit voranzutreiben.
Die Bauindustrie ist für 33 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen und 52 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland verantwortlich. Genau hier setzen die sechs Start-ups von The Mission mit ihren Lösungen an. Im Inkubationsprogramm The Mission Construction entwickelten sie in den letzten drei Monaten ungewöhnliche Geschäftsmodelle für eine nachhaltigere Baubranche. Die Unternehmenspartner Goldbeck, Knauf, Teckentrup, Schüco, Techem, Viega, der Landeshauptstadt München, Wisag, Osborne Clarke, Deutsche Bank Unternehmensbank, HubOne und efs.ai haben sie dabei unterstützt. Kürzlich fand nun die abschließende Veranstaltung des Inkubationsprogramms in Düsseldorf statt. Hier gab es Vorträge von und Diskussionen mit den beiden Premiumpartnern Goldbeck und Knauf sowie den Pitch-Präsentationen der Teams.
Darum geht es
Enervate entwickelt ein ganzheitliches Gebäudesanierungs- und Modernisierungskonzept. Es treibt die Transformation von alten Bestandsgebäuden mit schlechter Energieeffizienz und veralteten Heizungssystemen in hochwertige Energieeffizienzstandard-Gebäude voran.
OneSpot gestaltet die sogenannte „last mile delivery“ durch eine Kombination aus hyperlokalen Lagerhallen und E-Bike-Lieferungen neu. Somit sollen sich die Emissionen in der Logistik reduzieren.
GreenSignal widmet sich dem Thema Green Finance mit einer Plattformlösung. Sie bringt Banken mit ‚sustainability-linked loans‘ und klein- sowie mittelständische Unternehmen auf der Suche nach Finanzierung zusammen.
Eunitec wiederum entwickelt eine Plattform, auf der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Emissionsdaten einstellen und abrufen können. Das optimiert ganzheitliche Nachhaltigkeitsanalysen.
IFFcon dagegen unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung durch verschiedene Fort- und Weiterbildungsprogramme für digitale Prozesse am Bau.
Natstruct schließlich produziert organisches Dämmmaterial aus regionalen Abfallprodukten. Es eröffnet eine nachhaltige Alternative zur synthetischen Dämmung und hilft, Emissionen und Sondermüll zu vermeiden.
Start-ups setzen Lösungen mit Partnern um
Nach drei Monaten und durch Futury begleitet, wagen nun alle sechs Teams den Schritt aus dem Programm heraus. Sie setzen ihre Lösungen in Kooperation mit Unternehmenspartnern, Accelerator-Programmen und Venture Capital-Beteiligungen um. Orsolya Sauerbrey, Program Director The Mission bei Futury, ist optimistisch: „Die Lösungen unserer Teams sind vielversprechend – sie setzen an genau den richtigen Stellen an, adressieren (und lösen) echte Herausforderungen unserer Unternehmenspartner und decken dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab. Mit unseren interaktiven Workshop-Formaten wie beispielsweise Design Thinking, Prototyping, Unternehmensgründung und Funding sind sie außerdem bestens vorbereitet für die marktfähige Gründung ihrer Unternehmen“.
Und dieser Optimismus kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen sieben Programmen wurden mehr als 30 Start-ups inkubiert – über zehn von ihnen befinden sich gerade in der Aufbauphase, während acht bereits gegründet wurden; darunter auch die Recyda GmbH, die sich Ende letzten Jahres eine Seed-Finanzierung von Futury Capital, einem Early- und Growth-Stage Investor mit Fokus auf Tech-Startups, sichern konnte.
Inkubationsprogramm: Unternehmerisches Talent und erfahrene Unternehmen finden zusammen
Mit dem Inkubationsprogramm vernetzt Futury unternehmerische Talente und erfahrene Unternehmen. Entscheidend für den Erfolg ist dabei das umfangreiche Netzwerk an Unternehmenspartnern sowie die durchdachte Programmstruktur mit wertvollen Inhalten und Formaten rund um den Gründungsprozess. "Mit The Mission entwickeln wir innovative Geschäftsmodelle und verändern damit nachhaltig unsere Zukunft – und das nicht nur mit unserem dreimonatigen Inkubationsprogram selbst, sondern auch mit unseren Networking-Events und Mediaformaten, über die wir das Thema Construction ganzheitlich und ganzjährig begleiten", erklärt Charlie Müller, Gründer und Geschäftsführer bei Futury. "Durch unsere Zusammenarbeit mit unternehmerischen Talenten und erfahrenen Unternehmen bringen wir das Beste aus beiden Welten zusammen – und das spiegelt sich in den Lösungen, die von Anfang an praxistauglich gedacht und mit konkreten Prototypen entwickelt werden, auch wider".
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