Schwerpunktkrankenhaus erweitert sein Areal um modernes Bettenhaus Heilende Umgebung im Klinikum Passau

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

An seine Kapazitätsgrenzen gestoßen, beauftragte das Klinikum Passau ATP Architekten Ingenieure mit einem Neubau, der sowohl den bestehenden Platzproblemen entgegenwirken als auch die Position des Klinikums als führendes Schwerpunktkrankenhaus im ostbayrischen Raum festigen soll. 

Das neue Bettenhaus am Klinikum Passau.   (Bild:  ATP Architekten Ingenieure/Friedmann)
Das neue Bettenhaus am Klinikum Passau.
(Bild: ATP Architekten Ingenieure/Friedmann)

Das ATP-Team in Nürnberg plante das Gebäude unter Berücksichtigung höchster funktionaler, technischer und gestalterischer Anforderungen, mit Fokus auf die Optimierung der Patientenversorgung und der logistischen Abläufe für das medizinische Personal. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Klinikum Passau wurde im Vorfeld eine Zielplanung ausgearbeitet. In einer funktionalen Schwachstellenanalyse ließen sich Mängel und Problemstellen früh erkennen und lösen. So sind zukünftige Erweiterungen auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Klinikareal  in der Planung schon mitberücksichtigt.

Neubau Bettenhaus

Der sechste Bauabschnitt ist mit einer Gesamtfläche von rund 16.500 Quadratmetern das bisher größte Projekt des Klinikums. Im neuen Bettenhaus sind drei Ambulanzen und sechs Stationen mit 184 Betten angesiedelt, ebenso eine Praxis für Pathologie, das Zentrallager sowie Büro- und Seminarräume. Das Gebäude gliedert sich in zwei Hauptbauteile mit sechs Ebenen, drei Lichthöfe dienen der Belüftung von Aufenthalts- und Arbeitsräumen. Gestalterisch orientiert sich der Neubau am Bestand und wahrt den städtebaulichen Maßstab der Umgebung. Der Grundriss ist klar nach Funktionsbereichen strukturiert und ermöglicht kurze Wege für das Klinikpersonal sowie eine intuitive Orientierung für Patienten.

Patientenzimmer im neuen Bettenhaus am Klinikum Passau. (Bild:  ATP Architekten Ingenieure/Wang)
Patientenzimmer im neuen Bettenhaus am Klinikum Passau.
(Bild: ATP Architekten Ingenieure/Wang)

Healing Environment

Das neue Bettenhaus am Klinikum Passau ist konsequent auf die Prinzipien eines heilungsfördernden Umfelds ausgerichtet. Im Mittelpunkt der Planung standen daher eine menschenzentrierte Architektur: Die Versorgung mit Tageslicht, Farb- und Materialkonzepte mit hellen Tönen und Holzoberflächen schaffen eine freundliche Atmosphäre. Die Raumgestaltung berücksichtigt außerdem die Wahrnehmung von erkrankten Menschen und wirkt bewusst dem Gefühl von Verlorenheit entgegen. „Das Ziel unserer täglichen Arbeit ist es, eine optimale Funktionalität für die Behandlung der Patient:innen sicherzustellen und gleichzeitig ein heilendes Umfeld zu schaffen", sagt Tobias Schwarz, Architekt, Geschäftsführer in Nürnberg.

Eine Besonderheit ist die Palliativstation im obersten Geschoss: Die zurückspringende Fassade erzeugt dort großzügige Balkone, auf dem die Patienten ins Freie gebracht werden können – sogar für eine Übernachtung unter freiem Himmel. Dieses einzigartige Angebot erweitert die Aufenthaltsqualität um eine Dimension, die den Bedürfnissen schwerkranker Menschen nach Nähe zur Natur gerecht wird. Weitere Informationen finden Sie hier

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