Durch den Einsatz eines digitalen Zwillings im Zuge der Neubauplanung eines Krankenhauses im norwegischen Bergen konnten die Projektteams ihre Zusammenarbeit verbessern und wesentlich effizienter arbeiten. Dies führte zu erheblichen Kosteneinsparungen, einer besseren Projektkontrolle und besseren Ergebnissen für alle Projektbeteiligten.
(Quelle: Healthcare Bergen)
Das 50.000 Quadratmeter große Krankenhaus für Kinder und Jugendliche soll 2023 fertiggestellt sein und wird Notaufnahmen, Operationssäle, Röntgenabteilungen, Intensivstationen und weitere Bereiche umfassen. Es gilt als größtes Bauprojekt in der Region Bergen seit fast 40 Jahren. Jedoch benötigte es eine Lösung, um die riesige Menge an Gebäudedaten an einem Ort zentral zu speichern. Der Kunde, Healthcare Bergen, wollte zudem ein offenes System, damit andere Softwarelösungen ebenfalls auf die Daten innerhalb der Datenbank zugreifen und diese ergänzen können. So entschied sich das Projektteam für die Digital-Twin-Software „dRofus“, eine Lösung der Nemetschek Group, die alle erforderlichen Funktionen für die Verbindung verschiedener Systeme und einen datenorientierten Ansatz für den digitalen Zwilling bietet.
Alles an einem Ort
Das gesamte Krankenhausprojekt wurde in dRofus als Master-Asset-Datenbank für alle Disziplinen und Modelle erstellt. Diese ist immer auf dem neuesten Stand und liefert die erforderliche Dokumentation für jedes Modell. Mit nur einem Klick kann man auf die benötigten Informationen zugreifen. Aus diesem Grund bettete man dRofus auch in andere Anwendungen ein, um so die Daten vor Ort direkt in der Master-Asset-Datenbank zu aktualisieren und dann mit den Design- und Engineering-Modellen sowie den IFC-Dateien zu synchronisieren.
Das zentralisierte Informationsmanagement bildet den roten Faden für alle Daten im gesamten Projekt. „Die Kombination eines cloudbasierten, zentralen Datenarchivs mit den Echtzeitdaten, die man zukünftig generiert, soll auch große Vorteile für die Betriebs- und Verwaltungsphase schaffen. Das ist Building Life-cycle Intelligence vom Feinsten“, sagt César Flores Rodríguez, Chief Division Officer Operate & Manage.
(Visualisierung des Eingangsbereichs, Projekt Glasblokkene Trinn 2 in Bergen. Bild: Healthcare Bergen)
Digital-Twin-Software
Durch den Einsatz eines digitalen Zwillings stand die Dokumentation vor dem ersten Spatenstich bereit, um die Ergebnisse zu kontrollieren – im Gegensatz zum traditionellen Ansatz, bei dem die Dokumentation erst nach Fertigstellung des Gebäudes vorliegt. Dadurch konnte man nicht nur die Qualität der Informationen verbessern, sondern auch während des gesamten Projektverlaufs waren alle Informationen vollständig und korrekt verfügbar.
Die Datenbank wurde nicht nur für die Planung und den Bau genutzt, sondern soll auch während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, einschließlich des Betriebs, verwendet werden und über Schnittstellen mit Gebäudeleitsystemen verbunden sein.
„Informationen aus jeder Phase des Lebenszyklus eines Gebäudes haben Auswirkungen auf andere Phasen, so dass es absolut sinnvoll ist, diese Daten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes zu erhalten und zu nutzen“, sagt Rolf Jerving, CEO von dRofus. „Bei der Nemetschek Group nennen wir diesen Ansatz ‚Building Lifecycle Intelligence‘. Lösungen wie dRofus schließen die Lücke zwischen BIM und Building Lifecycle Intelligence, indem sie einen digitalen Zwilling erstellen und eine zentrale Informationsquelle bereitstellen, die Datensilos verhindert und einen datengesteuerten Ansatz gewährleistet.“
(Visualisierung des Außenbereichs mit Gartenanlage. Bild: Healthcare Bergen)
Neue Art des Arbeitens
Das Projekt wurde komplett digital abgewickelt, was für einige der Projektpartner eine völlig neue Arbeitsweise bedeutete. „Die Verwendung eines digitalen Zwillings ermöglichte es allen Beteiligten in derselben Umgebung zu arbeiten – eine deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit und disziplinübergreifenden Koordination. In den Modellen der Berater konnte man Zuständigkeiten für verschiedene Elementdaten zuweisen, und diese Aktualisierungen wurden mit dem gesamten Projektteam geteilt“, erläutert Hauptprojektleiter Kristian Brandseth von Healthcare Bergen.
Die Möglichkeit für die Auftragnehmer, Daten in den Modellen der Berater zu erstellen, war ein weiteres einzigartiges Merkmal, das die Zusammenarbeit zwischen den Teams deutlich verbesserte: Die Auftragnehmer konnten Produktdaten aktualisieren, automatisch Ausstattungs-IDs generieren und den Status von Objekten aktualisieren.
Stand: 16.12.2025
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(Visualisierung des geplanten Foyers: Kinderkrankenhaus Bergen. Bild: Healthcare Bergen)
Live-Dashboards im Einsatz in der Digital-Twin-Software
Nützlich war außerdem, jeden aktuellen Fortschritt auf der Baustelle verfolgen zu können. Ermöglicht haben das gewerkeübergreifende Live-Dashboards, die auf dRofus aufbauen.
Für das Projektteam von Glasblokkene Trinn 2 war die zentrale Datenbank der Digital-Twin-Software dRofus, die alle in verschiedenen Systemen gespeicherten Projektinformationen verknüpfte, von entscheidender Bedeutung. „Die datenzentrierte Digital-Twin-Lösung hat Datensilos verhindert und zu besseren Projektergebnissen geführt. Die Vorteile dieses Ansatzes führten zu erheblichen Einsparungen sowie zu besserer Projektkontrolle. Das wird sich auch während des Betriebs des Gebäudes fortsetzen“, erklärt Hauptprojekt-leiter Kristian Brandseth.