Dämmstoffe mit Schaumglas positionieren sich als nachhaltige Alternative zu Kunststoffdämmstoffen für energieeffizientes Bauen.
(Quelle: Architekturbüro Pape, Frankenau.)
Als Reaktion auf den demografischen Wandel beschreibt Architekt Hendrik Pape den Bau des Gesundheitszentrums durch die Stadt Frankenau. Dass man beiPlanung und Umsetzung der Baumaßnahme besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit gelegt hat, scheint ihm nur konsequent – wenn auch nicht selbstverständlich. Die Verwendung von Glapor Schaumglas-Schotter und -Platten als Dämmung unter der Bodenplatte erwies sich als Invest mit Mehrfachnutzen. Und sparte obendrein Geld …
Rund 6'400 m³ Rauminhalt auf 860 m² Grundfläche und zwei Geschossen umfasst das in Bau befindliche Gesundheitszentrum in der nordhessischen Nationalparkstadt Frankenau. Dort untergebracht werden sollen ab Herbst 2024 unter anderem eine hausärztliche Praxis, das Deutsche Rote Kreuz sowie weitere therapeutische und medizinische Einrichtungen. Errichtet als modernes und mehrfach gefördertes [1] KfW-40-Gebäude ist eine effiziente Dämmung unter der Bodenplatte unabdingbar. Jedoch stellte sich die Wasserdurchlässigkeit des Bodens als nicht optimal heraus. Für gängige, kunststoffbasierte Perimeterdämmstoffe ein Problem, falls Wasser über Fehlstellen der Verklebung langfristig hinter die Dämmung gelangt, die daraufhin ihre dämmende Wirkung einbüßen kann. „Eine Flächendrainage hätte das Problem lösen können, jedoch auch nicht unerhebliche zusätzliche Kosten verursacht“, weiß dazu Pape. Stattdessen setzten er als Planer und Architekt sowie die Kommune als Bauherr auf eine Systemlösung aus Schaumglas.
(Randdämmschalung von Glapor im Detail. Bildquelle: Glapor)
Architekt und Bauherr setzen auf Systemlösung aus Schaumglas
Glapor bietet mit der Kombination aus Randdämmsystem (RDS) und Schaumglas-Schotter eine einfache wie wirkungsvolle Lösung unter der Bodenplatte an. Die RDS-Platten aus Schaumglas machen dabei die sonst übliche zusätzliche Schalung und Abstützung überflüssig. Das wasserdichte Schaumglaskorn des Schotters wird in seiner Funktion nicht durch äußere Feuchteeinwirkungen beeinträchtigt. Eine zusätzliche Flächendrainage ist selbst bei feuchtehaltenden Böden aufgrund der Produktbeschaffenheit nicht notwendig. Für den Architekten mehr als nur ein funktioneller oder finanzieller Gewinn: „Wir konnten nicht nur Kosten einsparen, sondern vor allem im Sinne der Nachhaltigkeit bauen und das verfolgte Cradle-to-Cradle-Prinzip neben Fenstern, Mauerwerksbau und Fassade auch auf die Dämmung unter der Bodenplatte anwenden.“ Warum die Wahl in Frankenau ausgerechnet auf Glapor fiel? Google sei Dank, und mit der Kombi aus Platte und Schotter bot sich dem Architekten ein im Wortsinn wasserfestes Duo.
(· Unkomplizierte Anlieferung des Schaumglasschotters via Lkw, gut sichtbar: Geovlies und das RDS aus Glapor Schaumglas. Bildquelle: Architekturbüro Pape, Frankenau.)
(· Verteilen und Einbau des Glapor Schaumglasschotters innerhalb des Randdämmsystems. Bildquelle: Architekturbüro Pape, Frankenau.)
Einbau durch Schaumglas-System besonders leicht
Das Bauunternehmen hatte bis dato keinerlei Erfahrung mit dem Dämmstoff Schaumglas. Probleme bei der Verarbeitung tauchten dennoch nicht auf. Denn Glapor stellt für Anwender unter anderem ein Tutorial-Video bereit, das den Bauarbeitern gezeigt wurde – und es lief. Grundsätzlich ist weder für das Stellen der RDS-Schalungselemente noch für den Einbau des Schotters schweres Gerät nötig. Im Gegenteil: Der Schaumglasschotter wird für eine optimale Verzahnung mit einer nur leichten Rüttelplatte (rd. 100 kg) verdichtet.
„Ich verstehe allgemein nicht, warum wir einerseits Erdöl einsparen, um es dann in weiterverarbeiteter Form von Kunststoff an die Wände beziehungsweise eben unter die Bodenplatte zu bauen.“
Architekt Hendrik Pape
„Eine Plattenverlegung zeigt sich da wesentlich aufwändiger: Der Untergrund muss noch exakter gearbeitet werden, um die Platten lastabtragend legen zu können. Der Schotter verteilt sich quasi fast von selbst. Auch der walmdachartige Bodenaufbau, um den Wasserablauf einerseits und den Dämmverlauf andererseits zu gewährleisten, lassen sich mit dem gekörnten Schaumglas auf einfache Weise umsetzen“, erklärt Pape. Die Baustellenlogistik erwies sich als unkompliziert: drei Lkw-Lieferungen wurden schrittweise in das vorbereitete, mit RDS-Elementen gefasste und einem Geotextil ausgelegte Planum geschüttet, verteilt und nach Herstellervorgaben (Verhältnis 1,3:1) verdichtet.
Urban Mining und mineralische Bauweise weiter fokussieren
Die positiven Erfahrungen in der baulichen Anwendung sind aber nicht alles: Schaumglas ist nicht nur nagetierbeständig, sondern auch wasserdicht und gewährleistet dadurch eine hohe Dauerhaftigkeit seiner technischen Eigenschaften. Abgesehen davon lässt sich Schaumglas – Stichwort Urban Mining – problemlos rückbauen und wiederverwenden.
„Ich verstehe allgemein nicht, warum wir einerseits Erdöl einsparen, um es dann in weiterverarbeiteter Form von Kunststoff an die Wände beziehungsweise eben unter die Bodenplatte zu bauen“, gibt Pape im Hinblick auf die üblichen XPS- PUR- oder EPS-Dämmstoffe zu bedenken. Er zumindest wird, genährt durch seine positiven Erfahrungen, auch bei zukünftigen Projekten den Einsatz von Schaumglas favorisieren und so seinen Ansatz, Gebäude weitestgehend mineralisch zu planen und umzusetzen, weiter verfolgen sowie ausbauen.
Stand: 16.12.2025
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Förderprogramme des Deutschen Bundesbauministeriums Das Deutsche Bundesbauministerium hat Förderprogramme (z. B. „BEG“) für nachhaltige und energieeffiziente Bauweisen auf den Weg gebracht, um den CO2-Fußabdruck des Bauens zu reduzieren. Im Rahmen dieser Programme spielen umweltfreundliche Dämmstoffe eine entscheidende Rolle. Glapor Schaumglasdämmstoffe, zu 100 Prozent aus Recyclingglas hergestellt, bieten eine ideale Lösung für energieeffizientes und klimaneutrales Bauen – selbst unter der Bodenplatte.
Bild oben: 3D-Ansicht des Projekts Gesundheitszentrum Frankenau à Bildquelle: Architekturbüro Pape, Frankenau.
[1] Bau gefördert durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg, das Dorfentwicklungsprogramm Hessen sowie die Förderbank KfW