Großmaßstäbliche Tests Zuverlässiger Brandschutz für Holzkonstruktionen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Es genügt nicht, feuerhemmend behandeltes Holz in kleinen Laborversuchen zu testen. Diese Tests unterliegen vielen Einschränkungen und vermitteln kein realistisches Bild davon, wie sich das Material in realen Brandsituationen verhält. Um zuverlässige Ergebnisse für den Brandschutz zu erzielen, braucht es Tests in größerem Maßstab.

Bei Methoden wie Single Burning Item (SBI) werden Materialien in einer dreidimensionalen Eckkonstruktion getestet.(Bild:  Woodsafe Research & Development)
Bei Methoden wie Single Burning Item (SBI) werden Materialien in einer dreidimensionalen Eckkonstruktion getestet.
(Bild: Woodsafe Research & Development)

Woodsafe Research & Development, Teil der Woodsafe-Gruppe, hat kürzlich ein White Paper veröffentlicht, in dem die Prüfmethoden für den Brandschutz von Holz analysiert werden. Der Bericht hebt die Unzulänglichkeiten von Tests in kleinem Maßstab hervor und vergleicht sie mit größeren und realistischeren Testmethoden.

Kleine Labortests können während der Produktentwicklung einen gewissen Einblick geben, aber sie reichen nicht aus, um die allgemeine Brandsicherheit zu gewährleisten. Sie legen nahe, die Risiken im Brandfall zu unterschätzen, und das kann zu falschen Schlussfolgerungen und Prioritäten bei der Entwicklung führen. Außerdem können sie zu einer übertriebenen Wahrnehmung von Risiken führen, die nicht mit der Realität übereinstimmen.

Für ausgewogenere Risikobewertungen, zum Beispiel für Versicherungsunternehmen, benötigt man groß angelegte Tests, die bessere Daten liefern. Diese nämlich ahmen die realen Bedingungen nach und liefern zuverlässigere Ergebnisse. Beispiele dafür sind Methoden wie Single Burning Item (SBI), bei denen Materialien in einer dreidimensionalen Eckkonstruktion getestet werden, oder groß angelegte Fassadenbrandtests wie SP Fire 105.

Realistische Szenarien liefern verlässliche Ergebnisse für den Brandschutz

Wichtig ist, zu verstehen, wie sich verschiedene Materialien und Fassadensysteme zu Beginn eines Brandes verhalten. Faktoren wie Verkleidung, Dämmung und Luftzwischenräume spielen dabei eine Rolle. Großversuche ermöglichen es, die Flammenausbreitung, die Wärmeentwicklung und andere kritische Parameter unter möglichst realistischen Bedingungen zu analysieren.

Diese Tests liefern nicht nur ein besseres Verständnis dafür, wie sich feuerhemmend behandeltes Holz im Brandfall verhält, sondern tragen auch dazu bei, das Vertrauen in Holzkonstruktionen als sichere und nachhaltige Baulösung zu stärken.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Feuerhemmend behandeltes Holz aufgrund unzureichender Tests nicht zu verwenden, wäre ein Rückschritt für nachhaltiges Bauen. Ein verstärkter Fokus auf Beton als Ersatz würde die globalen Nachhaltigkeitsziele infrage stellen. Daher sind neu entwickelte Normen erforderlich, die die Erkenntnisse aus groß angelegten Tests widerspiegeln. Die vorgeschlagene Überarbeitung der Norm EN 16755 wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Brandschutzindustrie greift zunehmend Methoden im mittleren und großen Maßstab auf. Mit der Langzeitstudie will Woodsafe Research & Development den Brandschutz verbessern helfen. Holzkonstruktionen können eine sichere und nachhaltige Lösung sein, die dem Brandschutz dauerhaft Rechnung trägt.

Weitere Informationen:  https://www.woodsafe.com/en/document-library

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