AVA Vergabeplattform: Effizienter Einkauf von Bauleistungen

Ein Gastbeitrag von Fritz Cramer 3 min Lesedauer

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Vergabeplattform im Praxiseinsatz: Die Baukonjunktur in Deutschland war 2023 durch eine Vielzahl von Herausforderungen geprägt. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage von PwC Deutschland unter 100 Bauunternehmen, Planern und Projektmanagern wird deutlich, dass sechs von zehn Unternehmen die Auswirkungen der globalen Lage deutlich zu spüren bekommen.

Angebote für einzelne Positionen vergleichen: Pläne für ein Elefantenhaus im Tierpark Berlin. (Bild:  Cosuno Ventures GmbH)
Angebote für einzelne Positionen vergleichen: Pläne für ein Elefantenhaus im Tierpark Berlin.
(Bild: Cosuno Ventures GmbH)

Faktoren wie Zinserhöhung, steigende Baukosten und Kürzungen von Fördermitteln führen insbesondere im Wohnungsbau zu einem Abwärtstrend. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ebenso wie der Bedarf an einer zuverlässigen Infrastruktur hoch und die Notwendigkeit, die Energiewende voranzutreiben, steht hier über allen Anstrengungen. Während die Branche Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit verzeichnet, zeigt die PwC-Studie auch, dass die Digitalisierung weiterhin stockt. Gerade hier liegen jedoch die Chancen, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. 

Vereinfachung durch neue Vergabeplattform

Online-Plattformen wie Cosuno bieten deshalb für die Vergabe von Bauleistungen, neben dem 
digitalen Nachunternehmernetzwerk eine Vielzahl an Tools und Services, um den Ausschreibungs- und Vergabeprozess zu digitalisieren. Sie vereinfachen die Angebotseinholung und den Vergleich von Angeboten in Echtzeit, was zu einer erheblichen Zeit- und Kostenersparnis führt. Durch Features wie dem digitalen Vertragsmanagement und projektbezogener Bieter-Kommunikation wird der gesamte Vergabeprozess effizienter gestaltet.

Effizienz und Wettbewerb

Die Bereitstellung eines digitalen Nachunternehmernetzwerks stellt die Weichen für die Digitalisierung in der Beschaffung. Über 180.000 registrierte Nachunternehmer aller gefragten Gewerke sorgen für Bietereinladungen an die passenden Fachbetriebe. Die Vergabeplattform bietet somit eine zentrale Schnittstelle für Generalunternehmer, Projektentwickler, Architekten und Nachunternehmer. Werden Aufträge dort ausgeschrieben, erhöht sich die Reichweite an Nachunternehmern um über 30 Prozent gegenüber dem eigenen Netzwerk. So lassen sich mehr Angebote einholen und dazu positionsweise in Echtzeit vergleichen. Das fördert den Wettbewerb unter den Bietern und kann auch die ein oder andere langjährige Partnerschaft auf die Probe stellen. So stellt sich schnell heraus, wer tatsächlich strategischer Partner und wer gegebenenfalls nur Nutznießer alter Strukturen ist.

Digitalsierter Einkauf

Für Auftraggeber bedeutet Digitalisierung von Beschaffung eine größere Auswahl qualifizierter Nachunternehmer sowie eine verbesserte Kontrolle über den Prozess ansich. Alle benötigten Unterlagen und Informationen sind zentral in einer Cloud gespeichert und die beteiligten Personen können sie dort jederzeit ortsunabhängig abrufen. Mit wenigen Klicks kann man eine Vielzahl von möglichen Bietern für den Auftrag einladen, was viel Zeit spart und durch einen höheren Rücklauf an Angeboten meist auch zu mehr Wettbewerb und einer höheren Marge bei der Auftragsvergabe führt.

Dass die Digitalisierung des Einkaufs von Bauleistungen die Effizienz, Transparenz und Zusammenarbeit in der Baubranche fördert, bestätigt auch Jan Riemann, Group Director Real Estate bei Aldi Süd. Auf dem Handelsimmobiliengipfel der Heuer Dialog GmbH in Düsseldorf gab er bekannt, dass der Discounter die Vergabe von Bauleistungen mit Cosuno digitalisiert hat. Laut Riemann ließ sich unter anderem durch diesen Softwareeinsatz und die enge Zusammenarbeit in der Beschaffung von Baukomponenten mit Aldi Nord und Aldi-Auslandsgesellschaften der Baukostenindex in den vergangenen drei Jahren um fünf Prozent schlagen.

Die transparente und zugängliche Vergabeplattform

Ein entscheidender Vorteil von Vergabeplattformen liegt in der Transparenz und Zugänglichkeit von Daten. Generalunternehmer können schnell die passenden Nachunternehmer für spezifische Projektaufgaben finden, während Nachunternehmer die Möglichkeit haben, sich für Projekte zu bewerben, die ihren Qualifikationen und Kapazitäten entsprechen. Architekten profitieren von einer verbesserten Koordination und können Entwürfe effizienter mit den ausführenden Teams abstimmen. So wird eine lückenlose Nachverfolgung von Informationen gewährleistet. Das beschleunigt die Entscheidungsfindung durch elektronische Einreichung und den Vergleich von Angeboten. Durch diese Digitalisierung werden Mitarbeiter entlastet und Fehlerquellen minimiert.

Über Cosuno lassen sich Bieterangebote gut vergleichen. (Bild:  Cosuno Ventures GmbH)
Über Cosuno lassen sich Bieterangebote gut vergleichen.
(Bild: Cosuno Ventures GmbH)

Darüber hinaus bietet Cosuno Funktionen wie Echtzeit-Updates zu Projektfortschritten, digitale Dokumentenverwaltung und die Möglichkeit, Leistungsverzeichnisse direkt online zu erstellen und zu verwalten. Das führt nicht nur zu einer Reduktion analoger Büroarbeit und administrativem Aufwand, sondern ermöglicht auch eine schnellere Reaktion auf Projektänderungen und -anforderungen. Die cloudbasierte Plattform wartet zudem mit einer verbesserten Kostenkontrolle auf, da alle relevanten Informationen leicht zugänglich sind.

Zukünftige Entwicklungen

Die Digitalisierung des Bauwesens wird weiterhin voranschreiten, und es ist zu erwarten, dass sich auch im Bereich Nachunternehmer-Management neue Trends abzeichnen. Eine verstärkte Integration von Datenanalyse und KI könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. Durch die Analyse großer Datenmengen lassen sich Muster und Trends identifizieren, die zur Optimierung im Einkauf von Bauleistungen beitragen können. KI ließe sich auch nutzen, um Angebote automatisch zu bewerten oder optimale Bauabläufe vorherzusagen.

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