Steinbruch- und Haldenaufmaß: Bestand ermitteln mit Drohne und Datenplattform

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 2 min Lesedauer

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Mit Trimble Stratus und einer Drohne kann Baustoffspezialist Holcim die Massenermittlung nun schnell und kostengünstig selbst durchführen.

(Quelle:  Holcim WestZement GmbH)
(Quelle: Holcim WestZement GmbH)
  • Volumenveränderungen in Steinbrüchen sind ein immer wiederkehrendes Thema. Das betrifft nicht nur die Ermittlung von Haldenvolumen, sondern auch die Rohstoffvorkommen in der Steinbruchwand.

  • Mittels Trimble Stratus und einer Drohne kann Baustoffspezialist Holcim diese Berechnungen nun in kurzer Zeit selbst durchführen.

  • Bisher gestaltete sich das deutlich komplizierter.

Im Zementwerk Beckum-Kollenbach hat Holcim die Massenermittlung erstmals mit einer Drohne selbst durchgeführt und mit der Datenplattform Trimble Stratus ausgewertet. Der bisherige Vorgang war deutlich komplizierter. Ein Vermessungsbüro hat für Luftaufnahmen eine Befliegung mit einem Kleinflugzeug vorgenommen und 3D-Fotos, Punktwolken sowie Orthofotos erstellt. Daraufhin hat es die Volumina und Massen der Halden ermittelt, die unterjährig aus den Steinbrüchen gewonnen worden sind. Während Holcim bisher mehrere Monate auf die Vermessungsergebnisse des beauftragten Ingenieurbüros warten musste, stehen die Auswertungen mit dem Trimble Stratus schon nach 24 Stunden bereit. Mit den Luftaufnahmen kann zudem die Ermittlung der Massen oder der Massendifferenzen zu vorherigen Messungen ohne Vermessungskenntnisse und ohne zusätzliche Software direkt in Trimble Stratus stattfinden.

(Drohnenaufnahme im Steinbruch. Bildquelle: Holcim WestZement GmbH)
(Drohnenaufnahme im Steinbruch. Bildquelle: Holcim WestZement GmbH)

Befliegung mit Drohne und Auswertung mit Trimble Stratus kostengünstiger

Neben der Zeitersparnis ist die Befliegung mit der Drohne und die Auswertung mit Trimble Stratus erheblich kostengünstiger. Die Kosten für das Trimble Stratus Abo betragen nur einen Bruchteil der Kosten für die Befliegung mit dem Flugzeug und der Ausgabe der Daten durch das Ingenieurbüro. Darüber hinaus erzielt die Vermessung mit dem Quadrocopter DJI Phantom 4 RTK mit zentimetergenauer Positionierung hochpräzise Messergebnisse. Nach dem erfolgreichen Test der Drohnenvermessung plant Holcim jetzt, das Verfahren auch in den Holcim-Zementmahlwerken Duisburg und Dortmund für die Bestandsinventur einzusetzen.

Größere Flächen in kürzerer Zeit vermessen

Als besonders vorteilhaft hat sich die Drohnenvermessung von Steinbrüchen und Kiesgruben erwiesen. Mit der Drohne lässt sich nicht nur eine größere Fläche in kürzerer Zeit als mit der herkömmlichen Vermessung via GNSS-Rover erfassen. Die Bestandsveränderung wird durch den Vergleich zweier Aufnahmen eines markierten Bereichs direkt in Trimble Stratus ermittelt. Geländeveränderungen von geologischen Störungen wie Verrutschungen oder Verschiebungen im Gestein sind mit der Visualisierung an einem Zeitstrahl zudem schnell zu erkennen. Holcim nutzt die präzisen topografischen Aufnahmen darüber hinaus für die Planung und Kalkulation oder teilt die Daten aus Stratus heraus mit externen Landschaftsplanern für die Abbau- und Rekultivierungsplanung. Nicht zuletzt vermeidet das Aufmaß mit der Drohne die persönliche Inspektion der Lagerstätten und steigert so die Sicherheit der Mitarbeiter.

Bild oben: Haldenaufmaß mit Luftbildern. Bildquelle: Holcim WestZement GmbH

Weitere Informationen: https://www.sitech.de/, https://www.trimble.com/, https://www.holcim.de/de

Erfahren Sie hier mehr über 3D-Maschinensteuerungen bei Scheele Erdbau.

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