Analyse von McMakler So steht es um die Energieeffizienz von Wohnimmobilien

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

Das Immobilienunternehmen McMakler hat einen Bericht zur Energieeffizienz deutscher Gebäude veröffentlicht. Die Analyse basiert auf über 19‘000 ausgestellten Energieausweisen in den Jahren 2023 und 2024. Der Bericht zeigt Trends und regionale Unterschiede auf und veranschaulicht die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Wohnimmobilienbranche.

(Bild:  detailfoto/stock.adobe.com)
(Bild: detailfoto/stock.adobe.com)

Im Jahr 2024 wurden von McMakler über 8‘500 Energieausweise ausgestellt, während es im Vorjahr 10‘455 waren. Der durchschnittliche Energiekennwert Deutschlands beträgt 2024 172,8 und liegt weiterhin in der Energieeffizienzklasse F, wie bereits 2023 (164,9).

Verteilung der Energieklassen

Die Verteilung der Energieklassen zeigt auch 2024 eine klare Tendenz:

  • 44 % der Energieausweise entfallen auf die Klassen F, G und H.

  • 40 % entfallen auf die Klassen C, D und E.

  • 16 % entfallen auf die Klassen A+, A und B.

  • Die häufigste Energieeffizienzklasse im Jahr 2024 ist H (20 %), gefolgt von D (16 %) und F (13 %). Im Jahr 2023 führte die Klasse D (18 %), gefolgt von E (16 %) und F (15 %).

Hier gilt es, eine Verschärfung des Gebäudeenergiegesetzes im Jahr 2024  zu berücksichtigen. Denn das Gesetz birgt strengere Vorschriften in Bezug auf Bilanzierungsverfahren, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die gesetzliche Veränderung macht zudem die Antragsstellung für einen Energiebedarfsausweis komplizierter, beispielsweise durch eine detailliertere Abfrage zur Heizungsanlage. Diese zusätzlichen Anforderungen könnten die verringerte Antragstellung an Energieausweisen im Jahr 2024 erklären.

Regionale Analysen: Bundesländer im Vergleich

Die besten Kennwerte (in kWh/(m²·a)) für den Endenergiebedarf 2024 weisen Hamburg (150,6), Berlin (151,1) und Brandenburg (153,8) auf. Im Gegensatz dazu schneiden Sachsen-Anhalt (230,0) und Saarland (225,4) am schlechtesten ab. Bremen liegt mit 15 Punkten unter Saarland auf dem drittletzten Platz.

Hamburg, Berlin, Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegen unter dem deutschen Durchschnittswert von 172,8 kWh/(m²·a). Brandenburg (22 %), Sachsen (20 %) und Baden-Württemberg (19 %) haben die höchsten Anteile an Energieausweisen der Klassen A+, A und B.

Die höchsten Anteile an Energieausweisen der Klassen F, G und H wurden in Sachsen-Anhalt (64 %), Saarland (64 %) und Bremen (58 %) registriert. Im Jahr 2023 waren Hamburg (143,9), Bremen (151,1) und Berlin (151,2) die Spitzenreiter, während Sachsen-Anhalt (228,3) und Mecklenburg-Vorpommern (192,6) die Schlusslichter bildeten.

Energieeffizienz der Großstädte: Städteanalyse 2024

2024 liegen die meisten deutschen A-Städte unter dem Durchschnittswert von 172,8. Ausnahmen bilden Dresden (173,8), Dortmund (177,5), Stuttgart (208,8) und Bremen (211,6). München erzielt mit 140,7 den besten Wert, gefolgt von Düsseldorf (149,9) und Berlin (152,8). Die schlechtesten Werte verzeichnen Dortmund (177,5), Stuttgart (208,8) und Bremen (211,6).

Verteilung der Energieklassen

Dresden (23 %), Hamburg (18 %) und Berlin (17 %) haben die höchsten Anteile an Energieausweisen der Klassen A+, A und B.
Stuttgart (65 %), Bremen (57 %) und Frankfurt am Main (47 %) haben die höchsten Anteile an Energieausweisen der Klassen F, G und H.

Energieeffizienz gewinnt an Bedeutung und beeinflusst Immobilienpreise

Der Anteil an Energieausweisen der Klasse A+ hat sich von 2 % auf 4 % verdoppelt. Immobilien mit höherer Energieeffizienz erzielen oft höhere Verkaufspreise. Professionelle Beratung und die Integration nachhaltiger Heizsysteme werden somit immer wichtiger, um den Energiebedarf zu optimieren und die Immobilienwerte zu steigern.

Immobilien mit einer Energieeffizienzklasse A+, A oder B sind im Durchschnitt 40 % teurer als Immobilien der Klassen F, G oder H. Objekte der Klassen C, D oder E sind im Schnitt 1 % teurer als die am wenigsten effizienten Klassen.

info: die datenerhebung

Die Analyse stützt sich auf ein KI-unterstütztes, speziell entwickeltes Research-Modell, das auf über 19'000 ausgestellten Energieausweisen der McMakler Energie GmbH basiert. Dieses Modell ermöglicht eine präzise und aktuelle Erfassung des Marktgeschehens und liefert somit eine verlässliche Grundlage für die Bewertung von Energieeffizienz sowie die Analyse der Immobilienpreisentwicklungen im deutschen Wohnimmobilienmarkt.

Fazit

Die McMakler-Analyse zeigt eine Diskrepanz zwischen mehrheitlich modernisierungsbedürftigen Immobilien in den Energieeffizienzklassen H und F und einer steigenden Relevanz von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz für die Bewertung von Immobilien.

Weitere Informationen: https://www.mcmakler.de/

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