So entsteht das Fundament für das schwimmende Theater L'île Ô in Lyon

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 3 min Lesedauer

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Das Fundament für das schwimmende Theater L'île Ô in Lyon wird an Land erstellt. Dabei kommen Schalungslösungen von Paschal zum Einsatz.

(Quelle:  herculesfc)
(Quelle: herculesfc)
  • Schalungsspezialist Paschal ermöglicht die Plattform aus Beton für das schwimmende Theater L'île Ô in Lyon.

  • Es ist ein europäisches Projekt: Denn ein niederländisches Unternehmen baut mit einer Schalung aus Deutschland in Frankreich das Fundament für eine Kulturstätte.

  • Die Stahlbetonbauarbeiten finden im Hafen von Edouard-Herriot auf dem Trockenen statt.

  • Die schwimmfähige Stahlbetonkonstruktion wird anschließend in die Rhone gesetzt.

Das Fundament für das schwimmende Theater L'île Ô in Lyon wird an Land gegossen. Die Stahlbetonbauarbeiten finden im Hafen von Edouard-Herriot auf dem Trockenen statt. Anschließend setzt man die schwimmfähige Stahlbetonkonstruktion in die Rhone.

Hochwertiger Beton-Rumpf für das schwimmende Theater

Gebaut wird der Rumpf für das schwimmende Theater vom Paschal-Stammkunden Hercules (https://herculesfc.nl) aus den Niederlanden. Das Unternehmen hat sich seit Jahren einen Namen für schwimmende Gebäudefundamente jeglicher Art und Nutzung in Europa erworben. Das Unternehmensmotto: Der Beton-Ponton ist das Fundament und bestimmt somit die Lebensdauer der schwimmenden Konstruktion.

600 m² Logo.3 für rund 500 m² Theaterfläche

Der komplette Stahlbetonrumpf mit einer Länge von über 40 m, einer Gesamtbreite von über 11 m und einer „Bordwandhöhe“ von 2,70 m wird mit dem Wandschalungssystem Logo.3 in 3 Takten geschalt und betoniert.

In den ersten Takt integriert ist die komplette Außenwand, der komplette Rumpfboden mit einer durchgehenden Dicke von 25 cm sowie vier verstärkende Rumpfquerbalken. Im normalen Hochbau würde man diese Konstruktion als Überzüge definieren.

Das Schalen und Betonieren dieser Gesamtkonstruktion mit Höhenversätzen ist mit dem Wandschalungssystem Logo.3 problemlos möglich. Dazu lassen sich die Schalelemente der Logo.3 untereinander frei höhenversetzen. Möglich machen dies die Rahmenkonstruktion und variable Verbindungsmittel.

(Konstruktionsschema des Stahlbetonrumpfes für das schwimmende Theater. Quelle: herculesfc )
(Konstruktionsschema des Stahlbetonrumpfes für das schwimmende Theater. Quelle: herculesfc )

Schottwände zur Aussteifung im 2. und 3. Takt

Zur Aussteifung erhält der Stahlbetonrumpf im zweiten Schal- und Betoniertakt sechs durchgehende Stahlbetonschotten. Vier dieser Schottwände stehen auf den „Überzügen“ und schließen dabei gleich hoch ab wie die Bordwand. Zwei weitere Aussteifungen enden auf 1,35 m.  Der 2. Takt umfasst zusätzlich zwei Querwände, die im Abstand von 73 cm zu der Bug- und Achteraußenwand errichtet werden. 

Im 3. Takt folgen schließlich die beiden 17 cm dicken Stahlbetonwände, die in einem Abstand von 60 cm zu den „Bordwänden“ zur Aussteifung in Längsrichtung entstehen.

Alles zweihäuptig

Alle Stahlbetonwände werden zweihäuptig mit dem Wandschalungssystem Logo. 3 ausgeführt. Bei der Schalungsplanung mit PPPro, der 3D-Schalungsplanungssoftware für professionelle Anwender, basierend auf AutoCad, sind zudem Kunststoffausgleiche zum zentimetergenauen Schalen eingeplant worden. Für die Arbeitssicherheit ist darüber hinaus die multifunktionale Arbeitsplattform „Multip“ eingeplant und im Einsatz.

Umfassender Service

Als ergänzenden Service zur Schalungsplanung waren bei den ersten Schalarbeiten in Lyon ein Monteur und ein Anwendungstechniker von Paschal vor Ort, um die Mitarbeiter des Stammkunden Hercules zu unterstützen. Im niederländischen Stammwerk von Hercules in Hardenberg werden die Beton-Pontons üblicherweise mit der Universalschalung Raster/GE von Paschal geschalt.

Die Schalpläne für den Beton-Ponton des Theaters stellte die Paschal-Anwendungstechnik in den Sprachversionen niederländisch und französisch zur Verfügung.

Bild oben: Zusammen mit dem Boden und der kompletten  Bordwand (Außenwand) betoniert man auch die vier „Rumpfbalken“ (Überzüge) mit. Die Logo.3 Schaleinheiten sind an diesen Positionen auf der Innenseite höhenversetzt, um somit eine durchgehende Betonage sicher zu stellen. Bild: herculesfc 

Weitere Informationen: https://www.projet-ile-o.fr/ und https://www.paschal.de/

Erfahren Sie hier mehr über eine Schalungslösung für eine Bahntrasse.

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