Neue 15-Minuten-Stadt in Brandenburg  Quartiersentwicklung Königspark in Königs Wusterhausen 

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 3 min Lesedauer

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In der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum anhaltend hoch. Mit der Entwicklung des Königsparks in Königs Wusterhausen, Brandenburg, soll auf rund 56 Hektar ein lebendiges Quartier entstehen nach dem Leitbild einer 15-Minuten-Stadt, das Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung intelligent miteinander verknüpft. 

Visualisierung: Im Norden von Königs Wusterhausen soll ein großes Wohn- und Gewerbegebiet entstehen.(Bild:  Tchoban Voss Architekten)
Visualisierung: Im Norden von Königs Wusterhausen soll ein großes Wohn- und Gewerbegebiet entstehen.
(Bild: Tchoban Voss Architekten)

Königs Wusterhausen liegt in einer wirtschaftlich starken Region im boomenden Südost-Korridor. Das Quartier auf dem Areal Königspark soll neuen Bewohnerinnen und Bewohnern langfristige Lebensqualität sichern und Anwohnenden durch zusätzliche Infrastruktur zugleich einen spürbaren Mehrwert nach dem Leitbild einer "15-Minuten-Stadt" bieten. „Wir planen rund 2.500 Wohnungen für alle Alters- und Einkommensschichten, dazu eine Kita, eine Schule, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, eine Feuerwache und obendrauf knapp 100.000 Quadratmeter Park- und Grünflächen”, so Petra Müller, Head of Development bei Periskop Development.

Transformation zur 15-Minuten-Stadt

Gemäß des Leitbilds sollen sich künftig alle Wege des Alltags im Quartier in weniger als 15 Minuten bestreiten. „Egal ob von der Haustür zum Supermarkt oder vom Kindergarten zum Spielplatz; alles soll künftig bequem und schnell erreichbar sein”, so Müller. Eine durchdachte Verknüpfung mit dem öffentlichen Nahverkehr begünstigt das Konzept und gewährleistet auch eine Anbindung nach Berlin. Ergänzend sollen Mobilitätshubs integriert werden, die einen flexiblen Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln ermöglichen.

Grüne Oasen und verbessertes Klima

Die zukunftsweisende Quartiersentwicklung des Königsparks rückt auch den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in den Mittelpunkt. Insbesondere das dezentrale Regenwassermanagement spielt eine große Rolle in der Planung: „Wir müssen das Niederschlagswasser direkt dort auffangen, wo es fällt“, erklärt Max Vogel, Leading Consultant und Experte für Quartiersentwicklung bei Drees & Sommer, die Periskop Developmentbei der Planung und Umsetzung des Areals unterstützen.  „Damit können wir flexibel steuern, wie sich das Wasser im Quartier verteilt.” Gelingen kann das im Königspark durch das Anlegen von oberirdischen Rigolen und Retentionsflächen. Ergänzend tragen begrünte Dächer, wasserdurchlässige Pflasterbeläge oder Feuchtwiesen als temporäre Überflutungszonen zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung bei. „Wir befinden uns derzeit noch in der frühen Planungsphase“, so der Quartiersexperte. „Erste Überlegungen zielen darauf ab, Füllraumrigolen unter den zukünftigen Parkplatzflächen zu integrieren. Über Zuleitungsrigolen gelangt das Regenwasser dorthin. Gleichzeitig ist geplant, die Rigolen als gestalterisches Element harmonisch in den Freiraum des Königsparks einzubinden.“

Die geplanten Parkflächen in der 15-Minuten-Stadt bieten Max Vogel zufolge aber noch weitere Vorteile: „Mit ihnen fördern wir die Biodiversität, indem wir Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere schaffen. Gleichzeitig erhöhen die Parkflächen die Aufenthaltsqualität und bieten Erholungsräume für das Quartier.” Die begrünten Flächen wirken außerdem wie natürliche Klimaanlagen: „Sie kühlen die Umgebung an heißen Sommertagen, filtern Feinstaub aus der Luft und verbessern das städtische Mikroklima“, so Vogel.

Partnerschaftlich planen, gemeinsam gestalten

Drees & Sommer und Periskop Development arbeiten nicht nur beim Königspark zusammen, sondern bündeln ihre Expertise in weiteren Quartiersentwicklungsprojekten bundesweit. „Und das nicht nur mit Partnern aus Planung, Architektur und Bau, sondern vor allem mit den Menschen vor Ort. Man möchte die Anwohner und Entscheidungsträger von Anfang an abholen und in das Projekt einbeziehen, sucht deshalb in Königs Wusterhausen den direkten Austausch. So konnte man  bereits lokale Besonderheiten in die Planung integrieren und gleichzeitig Akzeptanz für das Quartier schaffen. Weitere Informationen: www.koenigspark.de

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