AVA Planungssicherheit: BIM und AVA gemeinsam einsetzen

Ein Gastbeitrag von Martin Schuff 4 min Lesedauer

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Bauherrn und Planer stehen vor der Herausforderung, trotz steigernder Kosten und unklarer Rahmenbedingungen die Planungssicherheit zu gewährleisten und Projekte im vorgegebenen Zeitraum und unter Einhaltung von Budgets zu realisieren. Deshalb sind mehr denn je flexible Instrumente gefragt, um die Kosten kontinuierlich im Griff zu behalten und schnell auf volatile Materialpreise und wechselnde Förderszenarien zu reagieren.

(Bild:  J Jarama/AdobeStock)
(Bild: J Jarama/AdobeStock)

Nachdem der Bau lange Zeit als Boombranche galt und die Bautätigkeit, auch im dringend benötigten Geschosswohnungsbau, seit 2011 kontinuierlich anstieg, gehen die Auftragszahlen seit rund eineinhalb Jahren dramatisch zurück. Laut statistischem Bundesamt brach die Zahl der 2023 genehmigten Wohnungen um etwa ein Drittel gegenüber dem Vorjahr ein. Hinzu kommt ein Überhang von rund 880.000 erteilten Baugenehmigungen – Wohnprojekte, die dringend benötigt, aber nicht umgesetzt werden. Das alles zu einer Zeit, in der die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum „einer der drängendsten sozialen Fragen“ ist, wie die Bundesregierung selbst einräumt.

Ihr Ziel, jedes Jahr 400.000 Wohnungen fertig zu stellen, ist in weite Ferne gerückt. Der im September 2023 verabschiedete 14-Punkte-Plan zeigt bisher kaum Wirkung. Ob die darin angekündigten Förderprogramme, unter anderem für den sozialen Wohnungsbau und für den Erwerb von Wohneigentum, angesichts fehlender Mittel im Bundeshaushalt überhaupt finanziert werden können, ist ungewiss. Für Investoren und alle Bauwilligen, die Bauvorhaben aufgrund hoher Preise und steigender Zinsen zurückgestellt haben, ist das eine erneute Hiobsbotschaft.

Planungssicherheit erlangen

Dennoch müssen schnell mehr Wohnungen gebaut werden, wobei schnell immer mit kostengünstig einhergehen muss, damit überhaupt eine Chance besteht, den Investitionsstau aufzulösen. Schnelles und kostengünstiges Bauen bedingt schnelle und wirkungsvolle Werkzeuge. Mit den Produkten, BECHMANN BIM und BECHMANN AVA sind flexibel einsetzbare Instrumente auf dem Markt, die all diese Anforderungen erfüllen, und zwar von der Vorplanung über Ausschreibung und Vergabe bis zur Abrechnung. Die Tools optimieren die Kalkulation, zeigen Einsparmöglichkeiten und Varianten auf und generieren in Sekundenschnelle entsprechende Leistungsverzeichnisse.

Die ermittelten Mengen und Leistungen werden per Knopfdruck direkt in die Leistungsverzeichnisse von BECHMANN AVA übertragen.(Bild:  BECHMANN)
Die ermittelten Mengen und Leistungen werden per Knopfdruck direkt in die Leistungsverzeichnisse von BECHMANN AVA übertragen.
(Bild: BECHMANN)

Bei schmäleren Gewinnspannen als Folge von Materialengpässen und Fachkräftemangel, aber auch angesichts weiter steigender Umweltauflagen, müsse die Umsetzung von Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen beschleunigt werden, stellte die Allianz-Gruppe in einer Studie zur weltweiten Baubranche bereits Ende 2021 fest. Und gegenüber damals, als der Bau boomte und von niedrigen Zinsen profitierte, hat sich die Situation eher noch verschärft. Die Lieferketten funktionieren zwar größtenteils wieder, dafür ist der Preisdruck gestiegen, ebenso wie die Notwendigkeit, schnell, kostengünstig und dabei nachhaltig und umweltschonend zu bauen. Die Marge sinkt, der Architekt muss effizienter planen. Kostentreiber lassen sich anhand einer ABC-Analyse, beispielsweise mit BECHMANN BIM, sehr schnell ermitteln.

Volle Kostenkontrolle

Schnell und kostengünstig bauen heißt aber auch, die Folgekosten im Auge zu behalten, die beim Betrieb eines Gebäudes entstehen. Denn die günstigsten Materialien und Konstruktionen sind nicht immer diejenigen, die auch später beim Unterhalt des Gebäudes Kosten sparen. So lohnt es sich beispielsweise, nicht nur auf die technische Gebäudeausstattung, sondern auch auf Materialien und Konstruktionen mit guten Dämmeigenschaften zu achten, um mit möglichst geringem technischem Aufwand den Effizienzstandard 55 für Neubauten zu erreichen. Das spart Kosten, ist effizient und schont die Umwelt. Schnelles und kostengünstiges Bauen heißt deshalb auch einfaches Bauen ohne Technologie-Overload.

Mehr Planungssicherheit? Beides, BIM und AVA!

Darauf zielt auch das serielle Bauen mit in der Fabrik vorgefertigten Bauteilen und Bauelementen ab. Aus digitalen Daten, die in BIM-Modellen verfügbar sind, entstehen Fenster, Wände oder ganze Fassaden in industrieller automatisierter Fertigung. Das bringt nicht nur Planungssicherheit, auch die Bauzeit verkürzt sich, und die standardisierte Herstellung mit großen Stückzahlen reduziert die Kosten.

BECHMANN BIM verknüpft Bauteile mit Kostenelementen und zeigt im Modell Einsparmöglichkeiten und Varianten auf.(Bild:  Pötting Architekten)
BECHMANN BIM verknüpft Bauteile mit Kostenelementen und zeigt im Modell Einsparmöglichkeiten und Varianten auf.
(Bild: Pötting Architekten)

Doch ohne digitale Tools, die Mengen ermitteln und daraus Kosten ableiten, kommen auch die Vorteile des seriellen Bauens nicht zum Tragen. Für ein effizientes Kostenmanagement ist es wichtig, mit Varianten zu spielen, unterschiedliche Vorgehensweisen in der Bauausführung zu simulieren und dabei in Echtzeit die Kosten zu überblicken. BECHMANN BIM ermöglicht eine strikte Kostenkontrolle von der Planung bis zur Ausführung und lässt auch Aussagen über die späteren Betriebskosten eines Gebäudes zu.

Das Zusammenspiel von BIM und AVA macht die Software für Planer und Projektentwickler noch effizienter und flexibler, was wiederum die Bauausführung beschleunigt. Der Kunde kann sein Produkt, sprich sein Gebäude, sowohl von der Modellseite her als auch auf Grundlage von Leistungsverzeichnissen betrachten, optimieren und so die Kosten steuern. Durch die Verknüpfung von Bauteilen mit Kostenelementen werden Kosten, Mengen und die im 3D Modell visualisierten Bauteile auf einen Blick und Klick sichtbar, beispielsweise tragende oder nichttragende Wände, Wände aus Mauerwerk oder Stahlbeton. Auch Ausführungsvarianten und Materialien lassen sich miteinander vergleichen. So können Nutzer schnell Kostenvorteile und Zusammenhänge zwischen  Kostenverursachern ermitteln und  darauf reagieren.

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Mehr Effizienz in der Planung und Ausführung, weniger Fehler und damit geringere Kosten und kürzere Bauzeiten. In Zeiten, da der Preisdruck steigt und die Margen geringer werden, kann die passende Software Planern und Bauträgern eine wertvolle Hilfe zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sein. Denn schnelles, kostengünstiges und dabei verantwortungsbewusstes Bauen erfordert vorausschauende, messerscharfe Kalkulation auf Basis seriös ermittelter Mengenangaben.