Branchenexperten von Siemens Smart Infrastructure, Data Ahead, JF Group und PCE Merz wollen ein offenes Ökosystem für die Digitalisierung im Baubetrieb und effizientere Baustellen entwickeln.
(Quelle: Sushiman/Shutterstock.com)
Zwar hat sich BIM in der Bauplanung etabliert, doch im eigentlichen Bauprozess werden die Potenziale der Digitalisierung oft wenig genutzt.
Siemens arbeitet nun gemeinsam mit Data Ahead, JF Group und PCE Merz an entsprechenden digitalen Lösungen für die Bauindustrie.
Das Ziel: Ein offenes Ökosystem für mehr Effizienz auf der Baustelle
Siemens Smart Infrastructure arbeitet künftig mit Data Ahead, JF Group und PCE Merz daran, die Digitalisierung in der deutschen Bauindustrie voranzutreiben. Aus der Zusammenarbeit geht ein offenes Ökosystem für die Bauindustrie hervor, das nun in den Markt eingeführt und aufgebaut werden soll. Das Ökosystem fokussiert sich speziell auf den Baubetrieb. Abläufe auf der Baustelle werden digital abgebildet und somit nutzbar für eine vorausschauende und effiziente Planung. Über eine zentrale Plattform sollen dabei die Daten aus verschiedenen Gewerken und Funktionen einfließen und miteinander vernetzt werden. Beteiligte Partner aus dem Baugewerbe erhalten direkten Zugriff auf alle relevanten Informationen und profitieren von deutlich produktiveren und effizienteren Prozessen. Siemens, Data Ahead, JF Group und Merz bieten digitale Technologien für den intelligenten Baustellenbetrieb. Dazu gehören Lösungen für die Baustellenlogistik, cloud-fähige Baustromverteiler sowie Systeme für die Nachunternehmerverwaltung und Zutrittskontrolle.
„In Sachen Digitalisierung hinkt die deutsche Bauindustrie deutlich hinterher und belegt von allen Industrien den vorletzten Platz hinsichtlich des Digitalisierungsgrads. Zwar hat sich in den letzten Jahren der Einsatz von Building Information Modeling Systemen (BIM) weitgehend etabliert, sind diese Systeme jedoch hauptsächlich auf die Modellierung der Bauplanung fokussiert. Im tatsächlichen Baubetrieb werden Potenziale der Digitalisierung zur Produktivitätssteigerung dagegen noch zu wenig genutzt“, sagt Ulrich Grauvogel, Member Management Board, Data Ahead. Dies spiegelt auch die McKinsey-Analyse “Infrastruktur & Wohnen” aus dem Jahr 2018 wider. Demnach liegt die jährliche Produktivitätssteigerung im verarbeitenden Gewerbe seit 1995 bei 2,26 Prozent – in der Bauindustrie nur bei 0,26 Prozent.
„Durch die Bündelung unserer Kompetenzen und Technologien konnten wir mit Data Ahead, der JF Group und Merz Lösungen entwickeln, die die Abläufe auf Baustellen deutlich verbessern und entdecken ständig neue Anwendungsfelder, die durch Digitalisierungsansätze verbessert werden können. Der daraus resultierende Mehrwert reicht von einer erhöhten Personensicherheit über einen effizienteren Einsatz von Ressourcen bis hin zu handfesten monetären Vorteilen für die am Bau beteiligten Partner,“ so Harald Mauch, Head of Electrical Products, Siemens Smart Infrastructure, Deutschland.
Mit der cloud-basierten Baulogistik-Software Xitavisvon Data Ahead kann beispielsweise in wenigen Stunden ein digitales Abbild der gesamten Baustelle erstellt werden. Darauf aufbauend können die Lieferanten und Subunternehmer zum Beispiel Nutzungsflächen und Baugeräte über ein Online-Portal reservieren, sich über die Baustellenregelungen (zum Beispiel Installations- und Zufahrtspläne) informieren, Zeitfenster für die Anlieferung von Baumaterial buchen oder Parkberechtigungen für Tagesbesucher beantragen. Dies ermöglicht nicht nur eine Beschleunigung der Abläufe, sondern auch einen effizienteren Ressourceneinsatz auf der Baustelle.
Offenes Ökosystem optimiert Abläufe auf der Baustelle
Für die sichere Stromversorgung auf Baustellen sorgen intelligente Baustromverteiler von Merz mit Schalt- und Messgeräten von Siemens. Der intelligente Baustromverteiler (iBSV) kann als zentrales Dokumentations- und Warnsystem auf jeder Baustelle eingesetzt werden. Dank einer cloud-basierten Überwachung warnt der iBSV vor Abschaltung wichtiger Geräte und kann so Bauverzugs- und Ausfallkosten vermeiden. Die Stromverbräuche der einzelnen Gewerke werden verursachergerecht zugeordnet und dokumentiert, was eine detaillierte Abrechnung erlaubt. Diese können in Echtzeit auf dem Dashboard aufgerufen und zu einem späteren Zeitpunkt nachgewiesen werden. Eine integrierte Luftfeuchte-, Temperatur- und Erschütterungsmessung informiert zudem über Umgebungsdaten. Die in der Bauphase integrierten Wassersensoren können bei unbeabsichtigtem Wassereintritt in Gebäuden, zum Beispiel durch Wasserrohrbruch, über den iBSV die zentrale Bauleitstelle alarmieren. Der darin integrierte, ferngesteuerte FI-Test (Typ B) samt automatischer Dokumentation sorgt für eine beträchtliche Zeitersparnis und gewährleistet gleichzeitig absolute Sicherheit. Die Zugriffssteuerung bietet Schutz vor Stromdiebstahl, indem nur befugte Personen die Möglichkeit haben, den iBSV zu nutzen. Über ein integriertes GPS Modul kann der Baustromverteiler jederzeit lokalisiert werden.
Die RFID-basierte Zutrittskontrolle bietet Sicherheit für den geregelten und befugten Zutritt auf der Baustelle. Zutritt zur Baustelle wird nur Arbeitern gewährt, für die im System gültige Dokumente hinterlegt sind. Der Bauherr kann individuell entscheiden, welche Nachweise von Auftrag- und Subunternehmern sowie deren Mitarbeitern pro Baustelle eingefordert werden sollen. Die Unternehmen auf der Baustelle laden die erforderlichen Firmen- und Mitarbeiterdokumente ins Onlineportal hoch. Das System informiert zudem automatisch per Nachricht, bevor Dokumente ablaufen.
Stand: 16.12.2025
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