Hightech im Stil der Gründerzeit: Wie ein besonders kompakter Aufzug von Kone mehr Komfort in den Altbau bringt.
(Quelle: Judith Frankenberg)
Herausforderung: Aufzug-Nachrüstung in Gründerzeit-Wohnhaus
Schmale Treppenpodeste erfordern extrem raumeffizienten Aufzug
Viel Platz bei minimaler Grundfläche: Kabine so groß wie Duschkabine
Barrierearmes Wohnen schafft mehr Komfort für alle
Aufzugnachrüstung: Darauf sollten Architekten und Auftraggeber achten
Ein Berliner Wohnhaus aus der Gründerzeit hat einen maßgeschneiderten Aufzug bekommen, der sich zudem stilistisch perfekt ins elegante Treppenhaus einfügt. Dabei benötigt er nur so viel Platz benötigt wie eine Duschkabine. Für den besonders kleinen Schacht hat der Aufzugkonzern Kone die passende Lösung geliefert. Ein Komfortgewinn für die Bewohnerinnen und Bewohner, andererseits eine Wertsteigerung des Gebäudes für den Eigentümer.
(In einem Berliner Wohnhaus aus der Gründerzeit wurde ein maßgeschneiderter Miniaufzug von Kone nachgerüstet. (Bild: Judith Frankenberg))
Miniaufzüge für kleine Schachtmaße
Was sich harmonisch in das elegante, um 1910 in der Berliner Schaperstraße errichtete Haus einfügt, hat dem Berliner Architektenteam Grollmitz, Blaschke, Frankenberg und dem Planungsteam von Kone einiges Kopfzerbrechen bereitet. Die zentrale Frage dabei: Wie lässt sich ein Aufzug auf minimaler Fläche im Treppenhaus realisieren? Denn der Aufzug ließ sich nicht – wie oft üblich – im Treppenauge platzieren, sondern wurde in die Treppenpodeste integriert – mit Deckendurchbrüchen durch alle Etagen.
Gemeinsam haben Kone und das Architektenteam um jeden Zentimeter gekämpft und eine Grundfläche von 110 mal 115 Zentimetern für die gesamte Anlage erreicht. Viel einfacher wäre ein Aufzug mit Stahl-Glas-Schacht an der hofseitigen Außenfassade gewesen, doch das gefiel dem Bauherrn nicht. Er wünschte sich einen Aufzug, der zum Baustil des Gebäudes passt.
(Der Aufzug fügt sich stilistisch perfekt ins elegante Treppenhaus ein – und benötigt nur so viel Platz wie eine Duschkabine. (Bild: Judith Frankenberg))
Aufzug Kone NanoSpace besonders raumeffizient
Weil die Grundfläche der Treppenpodeste und damit die Fläche für die Anlage so klein ist, entschieden sich die Beteiligten für den Kone NanoSpace. Dieses Aufzugsystem ist durch seine energieeffiziente hybride Antriebstechnik für kleine Aufzugschächte optimiert. So ist die Kabine durch klassische Stahlseile im Schacht aufgehängt. Für die Bewegung der Kabine sorgt jedoch ein Zahnriemen, angetrieben durch einen Antrieb in der Schachtgrube. Somit lassen sich Geräusche in angrenzenden Wohnräumen minimieren, falls der NanoSpace einen bestehenden alten, nur bedingt modernen Anforderungen genügenden Schacht nutzt. Doch auch im neu errichteten Schacht läuft die Anlage sehr leise.
Dabei werden die voluminösen Gegengewichte herkömmlicher Aufzüge durch kleine Ausgleichsgewichte ersetzt, um die Schachtgrundfläche optimal zu nutzen. So wird auf gleicher Grundfläche eine bis zu 50 Prozent größere Kabine möglich.
Der Schacht für den Aufzug ist eine Einzelanfertigung
Zurück nach Berlin: In dem Gründerzeitgebäude ist die Kabine mit einer Fläche von 75 mal 95 Zentimetern und einer Türbreite von 65 Zentimetern gerade mal so groß wie eine Duschkabine. Und doch macht der Aufzug den Zugang zu den Wohnungen barrierearm und komfortabel.
Für den Schacht war eine Einzelanfertigung aus Stahl nötig, die ein Berliner Metallbauer nach Vorgaben von Kone fertigte. Vom Bauherrn ausdrücklich gewünscht, sollte die gesamte Anlage ganz im Stil der Gründerzeit gestaltet sein. Statt aus Mauerwerk oder nacktem Edelstahl ist die Außenhülle aus eloxiertem Aluminium im Farbton Hellbronze gefertigt. Das Drahtgeflecht und die Türen wurden in einem farblich passenden, bronzeähnlichen Ton lackiert. Somit passt beides in Farbe und Anmutung perfekt zum Baustil des Hauses.
(Der nachträgliche Einbau des Aufzugs schafft nicht nur Barrierefreiheit und Komfort für die Hausbewohnerinnen und -bewohner, sondern steigert auch die Attraktivität und den Wert der Immobilie. (Bild: Judith Frankenberg))
Anspruchsvolle Technik und Optik aus einem Guss
Klar, dass sich auch die Innenkabine harmonisch ins Ganze einfügen sollte. Der Bauherr entschied sich für Holzpaneele in dunkler Eiche, einen hellen Steinfußboden und eine weiße Decke mit LED-Leuchten aus dem Kone-Programm. Als Tüpfelchen auf dem i hat man die Kabinentüren – passend zum Farbton von Stufen und Geländer des Treppenhauses – in Dunkelbraun lackiert.
Der Einbau erforderte höchste Präzision, die ohne eine akribische Abstimmung unter den Gewerken nicht möglich gewesen wäre. Der Bauherr, die Bewohnerinnen und Bewohner sind zufrieden, ebenso das Architektenteam Michael Grollmitz, Burkhard Blaschke und Judith Frankenberg. „Einen Aufzug in einem Altbau nachzurüsten ist heute kein Problem mehr. Dieses Projekt aber ist technisch wie stilistisch etwas ganz Besonderes“, lautet das Fazit der Planerinnen und Planer.
Aufzug nachträglich einbauen: Das müssen Architekten und Planer beachten
Der nachträgliche Einbau eines Aufzugs schafft nicht nur Barrierefreiheit und Komfort für die Hausbewohnerinnen und -bewohner, sondern steigert auch die Attraktivität und den Wert einer Immobilie. „Jede Nachrüstung in einem Bestandsgebäude erfordert eine individuelle Planung, ist aber in nahezu 95 Prozent aller Fälle möglich“, schätzt Modernisierungsexperte Hendrik Arndt von Kone DACH. Der Hersteller hat auch sehr kleine Aufzüge serienmäßig im Programm, bei minimalen Schachtaußenmaßen von 75 mal 100 cm. Bei der Planung hilft der Aufzughersteller. Er empfiehlt jedoch bei umfangreicheren Vorhaben immer eine Architektin oder einen Architekten hinzuzuziehen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Stand: 16.12.2025
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Was vorab zu klären ist:
Innen- oder Außenaufzug
Gebäudestatik
Stromversorgung
ausreichend Platz für Schachtkopf und -grube
Denkmalschutz
notwendige Umgebungstemperatur zwischen 5 °C und 40 °C
staatliche Fördermittel und Zuschüsse
Fixkosten und Service
Außen oder innen
Beim Außenaufzug zu bedenken:
flexibel zu platzieren
Baugenehmigung und Prüfstatik erforderlich
Abstandsflächen einhalten
Witterung und Umweltfaktoren beachten (Wind, Schneelasten, Grundwasser, Regenschlag, Erdbeben)
Umgebungstemperatur und Feuchtigkeitseintrag beachten
Außenschacht aus Beton oder Mauerwerk vergleichsweise kostengünstig und pflegeleicht
Stahlgerüst mit Glas- oder Stahlverkleidung ästhetisch und ggf. lichtdurchlässig, aber hoher Reinigungsaufwand, Aufheizen bei Sonneneinstrahlung, Auskühlen bei niedrigen Temperaturen, Gefahr von Kondensatbildung
Beim Innenaufzug zu beachten:
mögliche Platzierungen: im Treppenauge, in Nische neben Treppe; alternativ Nutzung der Fläche der Treppe in Kombination mit Neubau eines außenliegenden Treppenhauses
Schallschutz
ggf. Denkmalschutz
Bild oben: Der Einbau erforderte höchste Präzision, die ohne eine akribische Abstimmung unter den Gewerken nicht möglich gewesen wäre. (Bild: Judith Frankenberg)