Das IFT Rosenheim hat 2025 eine neue Richtlinie zum Schutz vor Vandalismus veröffentlicht. Als Spezialist für Hochsicherheitslösungen brachte Sälzer seine umfassende Expertise in die Entwicklung des Regelwerks ein. Gleichzeitig wurden die eigenen Fenster-, Tür- und Fassadensysteme gezielt an die neuen Anforderungen angepasst.
Vandalismus findet im Gegensatz zum Einbruch nicht still und leise statt, sondern ungehemmt und vor laufender Kamera.
(Bild: Sälzer GmbH)
Mit der Überarbeitung seines Produktportfolios reagiert Sälzer auf die wachsende Bedeutung eines wirksamen Schutzes vor Vandalismus an Gebäuden. Das Unternehmen setzt dabei auf einen praxisorientierten Ansatz, der hohe Sicherheitsniveaus mit wirtschaftlichen Lösungen und architektonischer Gestaltungsfreiheit verbindet. Dadurch lassen sich Fenster-, Tür- und Fassadensysteme für unterschiedliche Nutzungen – vom öffentlichen Gebäude über Gewerbeimmobilien bis hin zu sensiblen Infrastrukturen – gezielt in der jeweils erforderlichen Widerstandsklasse planen und ausführen. Sonderkonstruktionen steht mit der neuen Richtlinie zudem ein verlässliches Regelwerk zur Verfügung.
Dabei steht Sälzer Planern und Betreibern auch beim Schutz vor Vandalismus in gewohnter Weise zur Seite: von der Einschätzung der Gefährdungslage über die Formulierung der Schutzziele bis hin zur Planung der passenden technischen und organisatorischen Maßnahmen.
Klare Orientierung für Hersteller, Planer und Betreiber
Die Weiterentwicklung der Sälzer-Lösungen folgt genau der neuen Vandalismus-Richtlinie des IFT Rosenheim. Diese bietet erstmals einen strukturierten Rahmen für Planung, Ausführung und Bewertung von vandalismussicheren Bauteilen. Die Richtlinie definiert grundlegende Begriffe, typische Angriffsszenarien und unterschiedliche Schutzniveaus. Damit erhalten Planer, Bauherren und Betreiber eine Orientierung, wie sich Vandalismus-Risiken systematisch erfassen und reduzieren lassen.
Für die Bewertung des Widerstands von Fenstern, Fassaden, Türen und Toren gegen Einbruchsversuche steht mit den einschlägigen nationalen und europäischen Normen zwar seit Langem ein etabliertes Regelwerk zur Verfügung. Es basiert allerdings auf typischen Einbruchsszenarien, bei denen Täter planvoll, unter Zeitdruck und möglichst geräuscharm vorgehen, um unentdeckt zu bleiben.
Bei Vandalismusereignissen zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Gefährdet sind nicht nur abgelegene, nicht einsehbare Gebäude, sondern gerade auch exponierte Bauwerke an großen Straßen, Plätzen oder etwa Zugangswegen zu Stadien – also an vielen Gebäuden, die bisher als ungefährdet eingestuft wurden. Im Gegensatz zum Einbruch findet dieser Vandalismus nicht still und leise statt, sondern vollkommen ungehemmt. Bauelemente wie Fenster und Türen werden mit Gegenständen aus dem öffentlichen Raum attackiert, etwa mit Verkehrsschildern, Pflastersteinen und Gullydeckeln. Meist mit erheblicher Gewalt, hohem Krafteinsatz und auch durch mehrere Täter gleichzeitig.
Grundlage für eine verlässliche Bewertung
Mit der neuen IFT-Richtlinie EI-06/1 „Vandalismushemmende Bauelemente und Einrichtungen – Anforderungen und Prüfverfahren“ wurde nun eine fundierte Grundlage vorgestellt, auf der das Schutzniveau von Bauelementen auch in Hinsicht auf das neue Bedrohungspotenzial verlässlich bewertet werden kann.
Die neue Richtlinie unterscheidet drei Klassifizierungen. Der allgemeine „Vandalismus-Widerstand“ (FE, Force Entry) beschreibt, wie stark ein Bauteil einer ungehemmten, gewaltsamen Einwirkung und dem Einsatz untypischer Werkzeuge standhält. Ergänzend kommen die Kategorien „Durchwurf geprüft“ (TP, Throwing Projectiles) und „Brandsatz geschützt“ (LS, Liquid Save) hinzu. Mit den etablierten Widerstandsklassen FE 1 bis FE 5 lassen sich die meisten Risiken durch Vandalismus zuverlässig abbilden.
In der Vandalismus-Richtlinie des IFT Rosenheim wurden zusätzliche Werkzeuge definiert: hier simuliert eine 15-Kilo-Ramme zum Beispiel das Eintreten einer Tür.
(Bild: Sälzer GmbH)
Gezielte Anpassungen gegen Vandalismus
Die neu gewonnenen Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit dem IFT Rosenheim und zahlreichen Realtests nahm Sälzer zum Anlass, seine Produktpalette speziell auf ihre Vandalismus-Tauglichkeit zu überprüfen. Das Ergebnis: Die bestehenden Bauelemente erreichten bereits ein sehr hohes Schutzniveau. Mit gezielten Maßnahmen wurden diese weiter an die Vorgaben der Richtlinie angepasst. Ergänzend wurden auch die Elementan-schlüsse an das Bauwerk noch einmal überprüft.
Damit bietet Sälzer erste Lösungen gemäß der Vandalismusrichtlinie an. Im Mittelpunkt stehen dabei robuste Konstruktionen, widerstandsfähige Oberflächen und austauschbare Komponenten, die sich von geschulten Technikern gut warten und instand halten lassen. So verbindet man vandalismushemmende Eigenschaften mit den bisherigen Kernanforderungen an Sicherheit – etwa Einbruch-, Durchschuss- und Explosionsschutz – und schafft integrierte Systeme für hohe Schutzbedarfe. Weitere Informationen: www.saelzer-security-com
Stand: 16.12.2025
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