Gira-Club-Konferenz in Düsseldorf Keine Bauwende ohne Handwerk

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

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Mit rund 360 Elektro-Handwerkern ging es am Wochenende in Düsseldorf um die Frage, wie die Bauwende gelingt und der Bauturbo vor Ort umgesetzt werden kann. Gira, Hersteller von Produkten zur intelligenten Vernetzung und Steuerung von Gebäudetechnik, hatte seine Aktiv-Partner zur traditionellen Club-Konferenz geladen.

Keine Bauwende ohne das Handwerk: Robert Kroth, Geschäftsführer von Neues Bauen - 80 Sekunden (links) mit den Startup-Vertretern und Gastgeber Torben Bayer, Gira. (Bild:  Udo Geisler)
Keine Bauwende ohne das Handwerk: Robert Kroth, Geschäftsführer von Neues Bauen - 80 Sekunden (links) mit den Startup-Vertretern und Gastgeber Torben Bayer, Gira.
(Bild: Udo Geisler)

Bei Neubau von dringend benötigten Wohnungen, bei entschlackten Baustandards zum Beispiel für den Gebäudetyp E, und einem neuen Verständnis der TGA, bei der energetischen Sanierung im Bestand und dem seriellen Bauen sind die Elektromeister unverzichtbar.

Aber dazu braucht es in Zeiten von Fachkräftemangel und Nachfolgesorgen auch ein neues Denken im Handwerk: innovative Konzepte zur Mitarbeiter- und Auszubildenden- gewinnung, Lösungen für eine durchgängige Digitalisierung und neue Geschäftsfelder. Geschäftsführer Robert Kroth von Neues Bauen - 80 Sekunden zeigte die Perspektiven auf: „Handwerk kann Motor der Bauwende sein oder ihr prominentester Verhinderer. Hier bei den Gira Aktiv Partnern ist spürbar, wie sehr das Elektrohandwerk das Zeug und den Willen hat, sich an die Spitze der Bauwende zu stellen.“ Aber: Alle 80 Sekunden eine neue bezahlbare und nachhaltige Wohnung bauen, alle 34 Sekunden ein Bestandsgebäude sanieren – dafür reichen einfach nur mehr Fachkräfte im Handwerk nicht aus.

Raus aus der Produktivitätsfalle

Robert Kroth: „Das Handwerk muss aus der Produktivitätsfalle kommen. Durch zu viel Bürokratie und Dokumentationspflichten, durch unzureichende Kooperation der Gewerke und überbordende Regulatorik sind fast 25 Prozent der Stunden im Handwerk unproduktiv.“ Der Schlüssel: KI-Lösungen und Digitalisierung, maßgeschneidert für das Handwerk.

Neues Bauen brachte deshalb gleich vier Startups auf die Bühne in Düsseldorf, die solche Lösungen bieten: Autarc – eine Software für Planung und Management von PV-Anlagen, Stromspeicher, Wärmepumpen. BenetecisAI stellte seine dialogbasierte AI-App zur Baustellendokumentation und -koordination vor. Hero Software präsentierte seine Betriebssoftware für Handwerksbetriebe, mit der rund 20 Stunden Verwaltungsaufwand pro Woche eingespart werden können. Und Hallo Petra bot seine KI-Büroassistenz zur automatischen Telefonannahme und Terminverwaltung an. Thies Hansen (Autarc), Tobias Händler (Benetics), Philipp Lyding (Hero Software) und Leonard Off (Hallo Petra) stellten sich nach den Pitch-Präsentationen gemeinsam dem Urteil der Praxis.

Innovationsturbo muss die Bauwende begleiten

Die Elektromeister hatten die Wahl – welche der Lösungen bietet die beste Entlastung im Alltag? Klarer Sieger des Votings: Benetcis AI. Aber auch die anderen Angebote stießen auf reges Interesse. Robert Kroth: „Der Bau-Turbo wird nur erfolgreich sein, wenn wir parallel einen Innovationsturbo starten. Hier bei Gira war live zu erleben, dass die Betriebe vor Ort vorangehen."

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