Energiefreie Sensoren für Infrastruktur-Überwachung Inspiriert von der Uhrmacherkunst

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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SilMach, Supmicrotech und die Université Marie et Louis Pasteur geben den Start des SAMI-Projekts (Autonome Sensoren für intelligentes Monitoring) bekannt, einer Zusammenarbeit, welche die französische Stadt Besançon an die Spitze der intelligenten Sensortechnologie bringen soll. 

SAMI hat sich zum Ziel gesetzt, generische, kosteneffiziente und umweltfreundliche ChronoMEMS-Sensoren zu entwickeln, die in einer Vielzahl von Sektoren wie Verkehr, Bauwesen, Gesundheitswesen und Energie einsetzbar sind. (Bild:  SilMach)
SAMI hat sich zum Ziel gesetzt, generische, kosteneffiziente und umweltfreundliche ChronoMEMS-Sensoren zu entwickeln, die in einer Vielzahl von Sektoren wie Verkehr, Bauwesen, Gesundheitswesen und Energie einsetzbar sind.
(Bild: SilMach)

SAMI basiert auf der von SilMach entwickelten ChronoMEMS-Technologie, die die Prinzipien der Mikromechanik mit fortschrittlichen Fertigungstechnologien verbindet, um autonome intelligente Sensoren zu entwickeln. 

Mit einem Gesamtbudget von 6 Millionen Euro wird das SAMI-Projekt von der Europäischen Union unterstützt, die 4,3 Millionen Euro über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des von der Region Bourgogne-Franche-Comté verwalteten Programms FEDER-FSE+ Bourgogne-Franche-Comté und Massif du Jura 2021-2027 beisteuert.

Schnittstelle zwischen Spitzentechnologie und Uhrmacherkunst

Die autonomen intelligenten Sensoren zu benötigen keine Energiequelle und arbeiten durch die Aufzeichnung mechanischer Ereignisse, wie zum Beispiel der Belastung und Verformung von Strukturen. Die Mikrosensoren von SilMach werden bereits zur Überwachung der Integrität von Infrastrukturen eingesetzt und sind Teil des Projekts SIRCAPASS im Rahmen von France 2030, das die ChronoMEMS-Technologie von SilMach zur Überwachung der strukturellen Integrität von Brücken nutzt.

Laut Pierre-François Louvigné, CEO von SilMach, „ist SAMI unser Weg zur Eroberung neuer Industriemärkte. Unsere energiefreien Sensoren sind jetzt kommunikationsfähig und ebnen den Weg für bahnbrechende Anwendungen.“

Drei Experten spannen zusammen

SilMach: Der Pionier der mikroelektromechanischen Systeme (MEMS) bringt seine ChronoMEMS-Technologie ein, die durch 68 Patente in 17 Ländern geschützt ist. Supmicrotech und die Université Marie et Louis Pasteur, zwei wichtige Universitäten der Region, beteiligen sich über ihr gemeinsames Labor FEMTO-ST mit zwei Forschungsteams an diesem Projekt. Für Pascal Vairac, den Direktor von Supmicrotech, „zeigt SAMI unsere Vision von nachhaltiger Innovation: Unsere hybriden Mikrosysteme vereinen Leistung und Umweltfreundlichkeit.“

Macha Woronoff, Präsidentin der Université Marie et Louis Pasteur, fügte hinzu: „Dieses Projekt bringt die Synergie zwischen akademischer Forschung und Industrie zum Leben und ist ein Beispiel für den französischen Ansatz zur Innovation.“

Vielseitige Sensoren ohne externe Energiequelle

SAMI hat sich zum Ziel gesetzt, generische, kosteneffiziente und umweltfreundliche ChronoMEMS-Sensoren zu entwickeln, die in einer Vielzahl von Sektoren wie Verkehr, Bauwesen, Gesundheitswesen und Energie einsetzbar sind. Diese mikromechanischen Sensoren arbeiten ohne externe Energiequelle und verfolgen die Verformung der Struktur, an der sie angebracht sind, um mechanische Ereignisse zu erkennen und aufzuzeichnen.

Die Komponenten sind von der Uhrenindustrie inspiriert (zum Beispiel mikrometrische Zahnradsysteme) und wenden grundlegende mechanische Prinzipien an (zum Beispiel Sperrräder und Masse-Feder-Systeme), um Ereignisse zu erkennen und aufzuzeichnen. Sie werden mit Hilfe von Silizium-basierten Reinraum-Fertigungstechnologien miniaturisiert und durch spezielle, von SilMach und FEMTO-ST entwickelte Verfahren mit einer von Menschen lesbaren Schnittstelle verbunden. Als Werkzeug für das Schwellenwertmanagement, die Verfolgung von Ereignissen wie die Überwachung von Ermüdung oder die Erkennung von Schwellenwertüberschreitungen ermöglichen diese Sensoren eine kontinuierliche Betriebsüberwachung rund um die Uhr, was für zahlreiche Branchen von entscheidender Bedeutung ist.

Ein Impuls für die regionale Industrie

Das SAMI-Projekt zielt darauf ab, ein höheres Niveau der technologischen Bereitschaft (TRL5 bis TRL7) zu erreichen, um den Weg für eine groß angelegte Produktion zu ebnen. Bis 2030 sollen in der Region jährlich Zehntausende von Sensoren hergestellt werden, was ihre Rolle als Zentrum für Innovationen festigen soll. Diese weitgehend automatisierte Produktion soll aktiv zur Reindustrialisierung der Region Bourgogne-Franche-Comté beitragen und ihre Position als Kompetenzzentrum für Mikrotechnik und intelligente Sensoren stärken.

Weitere Informationen: 
https://www.silmach.com/
https://www.supmicrotech.fr/
https://www.univ-fcomte.fr/

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