Studentisches Wohnen mit nachhaltiger Lüftungstechnik Frische Luft am Campus Rosenheim

Verantwortliche:r Redakteur:in: Regine Appenzeller 2 min Lesedauer

In direkter Nachbarschaft zur Hochschule in Rosenheim, entwickelte die Stadt zusammen mit einem privaten Investor auf einer ehemaligen Gewerbefläche ein komplett neues Wohnquartier. Zur Haustechnik zählt auch eine Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung von Meltem.

Der Campus RO bietet 211 Studenten-Appartements sowie ein Boardinghouse mit weiteren 40 Wohneinheiten.(Bild:  Sigurd Steinprinz, Düsseldorf / ACMS Architekten, Wuppertal)
Der Campus RO bietet 211 Studenten-Appartements sowie ein Boardinghouse mit weiteren 40 Wohneinheiten.
(Bild: Sigurd Steinprinz, Düsseldorf / ACMS Architekten, Wuppertal)

Die Campus-Gebäude entstanden in nachhaltiger Holz-Hybridbauweise im KfW-40-plus-Standard. Insgesamt ist das Baukonzept in der Nachhaltigkeit so ausgelegt, dass eine DGNB-Zertifizierung im Platinstandard mit einem Gesamterfüllungsgrad für das studentische Wohnen von 85,8 Prozent erreicht werden konnte. Damit ist der Campus RO das erste studentische Wohnquartier Deutschlands , das diesen Standard erfüllt. 

Die Architekten von ACMS aus Wuppertal gruppierten die Gebäude um verschiedene, miteinander vernetzte Höfe. Bis zu sechs Geschosse in gestaffelten Höhen erzeugen einen abwechslungsreichen Eindruck. Richtung Innenhof öffnen sich die einzelnen Geschosse durch Laubengänge, die durch Außentreppen erschlossen werden.

Lüftungstechnik: Innenansicht möbliertes Appartement
Jede Wohneinheit hat ein eigenes Lüftungsgerät. Über einen Kanalanschluss wird im innenliegenden Bad die Abluft abgesaugt und gleichzeitig der Wohnraum mit vorgewärmter Zuluft versorgt.
(Bild: Sigurd Steinprinz, Düsseldorf / ACMS Architekten, Wuppertal)

Lüftungstechnik mal 161

Die tragenden Außenwände kamen als vorgefertigte Holztafelkonstruktion auf die Baustelle und wurden dort zu fertigen Wandabschnitten montiert. Sämtliche Wandmodule wurden im Werk komplett mit Dämmung, Fenstern sowie den vorbereiteten Vorrichtungen für die Installation der Haustechnik versehen. Auch die Montagekästen der Lüftungsgeräte sowie die Kanäle zur Be- und Entlüftung wurden bereits integriert.

Zur Umsetzung der Lüftungstechnik entschieden sich die Planer für die Mehrraumlösung von Meltem, mit der jedes Appartement ein eigenes Lüftungsgerät erhielt. Dazu kam die wandintegrierte Einbauvariante U2 zum Einsatz. Mit dieser Montagetechnik sind die Lüftungsgeräte im Wohnraum nahezu unsichtbar. Zudem wirkt sie sich positiv auf den Schallschutz aus. Über einen Kanalanschluss wird im innenliegenden Bad die Abluft nach DIN 18017-3 abgesaugt und gleichzeitig der Wohnraum mit vorgewärmter Zuluft versorgt. Die Lüftungskanäle enden in der Fensterlaibung, damit die Fassadenoptik mit ihrer vertikalen Struktur unberührt bleibt. Insgesamt kamen 161 Komfortlüftungsgeräte vom Typ M-WRG-II-P zum Einsatz. Weitere Informationen gibt es hier

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