Digitale Plattformen eröffnen die Möglichkeit, die Baudokumentation effizienter, präziser und schneller zu gestalten.
(Quelle: milanvirijevic/iStockPhoto.com)
Zeitdruck und ständige Planänderungen kennzeichnen aktuelle Bauprojekte. Noch nie war eine effiziente, genaue und optimierte Berichterstattung daher so wichtig wie heute. Da Bauprojektmanager und die örtliche Bauaufsicht mit einer Vielzahl von Projekten, Zeitplänen und Erwartungen von Interessengruppen jonglieren müssen, sind herkömmliche Berichtsmethoden häufig ineffizient. Handschriftliche Notizen, manuelle Datenerfassung und dezentralisierte Dokumentenverwaltung sind zeitaufwändig und fehleranfällig. Digitale Plattformen verändern die Bauberichterstattung und versprechen, die Art und Weise, wie Projektmanager mit Informationen umgehen, zu revolutionieren. Laut einer PwC-Studie zur Bauwirtschaft 2023 sehen 60 Prozent aller befragten deutschen Bauunternehmen einen deutlichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung ihrer Arbeitsabläufe und dem Einsatz digitaler Lösungen.
Dennoch halten zahlreiche Bauunternehmen nach wie vor an traditionellen Berichterstattungsmethoden fest. Diese Zurückhaltung, in digitale Lösungen zu investieren, bedeutet, dass viele Unternehmen die unzähligen Vorteile der Digitalisierung, die wir in diesem Beitrag erläutern, nicht nutzen.
Das versprechen digitale Plattformen
Herkömmliche Methoden -- wie manuelle Aufzeichnungen oder Notizen auf dem Smartphone -- stoßen immer wieder an ihre Grenzen. Bauleiter, Poliere und andere Verantwortliche verbringen in der Regel viele Stunden damit, nach der Baustellenbesichtigung sicherzustellen, dass ihre Berichte korrekt und von hoher Qualität sind. Die Erfassung aller Informationen direkt auf der Baustelle, wie zum Beispiel erbrachte Leistungen, erfolgte Lieferungen, Arbeitsstunden der Bauarbeiter oder auch Schadensmeldungen mit Fotos, erweist sich oft als zeitaufwändig und kann die Effizienz der Prozesse erheblich beeinträchtigen.
Digitale Plattformen hingegen bieten die Möglichkeit, viele Prozesse im Bauwesen effizienter, präziser und schneller zu gestalten. Sie können Bauunternehmen dabei unterstützen, Berichte in der Hälfte der Zeit zu erstellen, die sie sonst benötigen würden. Dies erhöht die Effizienz und vermindert das Fehlerrisiko deutlich, da die Kommunikation zwischen den Beteiligten einfacher und direkter wird.
Die effizientesten Plattformen berücksichtigen dabei die Einzigartigkeit eines jeden Bauprojekts. Denn sie bieten anpassbare Berichtsvorlagen und lassen sich in andere Softwarelösungen integrieren. Diese Kompatibilität stellt sicher, dass Bauprojektmanager oder die örtliche Bauaufsicht Berichte schnell erstellen und diese mühelos an die spezifischen Anforderungen jedes Kunden anpassen können.
Mehr als nur Effizienz
Da Sicherheit und Verantwortlichkeit immer wichtiger werden, ist die Fähigkeit digitaler Tools, eine nachvollziehbare und zentralisierte Dokumentation in Echtzeit zu liefern, unerlässlich geworden, um Projekte vor potenziellen rechtlichen und betrieblichen Herausforderungen zu schützen.
Der Nachweis der Einhaltung von Nachhaltigkeits- und Sicherheitsvorschriften erfordert zudem häufig fotografische Belege. Die ausgefeilten Fotoverwaltungsfunktionen digitaler Plattformen sind hier besonders hilfreich. Denn sie beseitigen die Unordnung, die üblicherweise mit der Fotoverwaltung verbunden ist. Wo Bilder und Videos in der Vergangenheit verstreut und schwer auffindbar waren, können sie auf digitalen Plattformen, mit Geo-Tags versehen, mit einem mobilen Gerät an digitale Baupläne angeheftet und während des gesamten Prozesses der Konformitätsbewertung in Echtzeit geteilt werden. Diese Fotos lassen sich auch systematisch nach Projekten ordnen und nahtlos in professionelle Berichte integrieren.
(Digitale Plattformen verändern die Bauberichterstattung und versprechen, die Art und Weise, wie Projektmanager mit Informationen umgehen, zu revolutionieren. Bildquelle: PlanRadar)
Digitale Plattformen in der Praxis
Am Beispiel der Firma PlanArt werden die Vorteile digitaler Lösungen für die Baudokumentation deutlich. PlanArt ist ein inhabergeführtes Büro für Projektmanagement mit Sitz in Neuwied (Rheinland-Pfalz), das Leistungen von der Ausschreibung und Vergabe bis zur Bauleitung abdeckt. Das PlanArt-Team ist vor allem im Bereich Hochbau tätig und realisiert Projekte mit einem Volumen im unteren zweistelligen Millionen Euro-Bereich. Dazu gehören Einfamilienhäuser ebenso wie Gewerbeimmobilien, Feuerwehrwachen und Kindergärten. Die Herausforderung für PlanArt war die zeitaufwändige und ineffiziente Mängelerfassung. Die Erstellung von Mängelberichten war schwierig, und die Kommunikation per E-Mail war nicht immer nachvollziehbar.
Stand: 16.12.2025
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Das Unternehmen entschied sich für PlanRadar, wodurch die Arbeitsweise von PlanArt optimiert wurde. Die Plattform ermöglicht es, Mängel in Rekordzeit digital zu erfassen und zu verfolgen. Seit der Einführung einer digitalen Lösung werden Mängelanzeigen in nur zehn Minuten von der Baustelle aus erledigt, statt bis zu zwei Stunden Zeit im Büro in Anspruch zu nehmen. Selbst technisch weniger versierte Mitarbeiter fanden sich schnell auf der PlanRadar-Plattform zurecht. Die Vorteile der Zeitersparnis liegen auf der Hand: Die Arbeitszeiten werden reduziert und damit Kosten gespart. Darüber hinaus ermöglicht PlanRadar eine detaillierte Mängelbeschreibung im digitalen Ticket und speichert alle wichtigen Informationen an einem Ort. Dies erleichtert die Überprüfung und Nachverfolgung von Mängeln und bietet somit das Potenzial, die Bauzeit zu verkürzen.
Mehr Ressourcen für die Arbeit auf der Baustelle
Dies ist nur ein Beispiel, wie digitale Lösungen die Effizienz der Baudokumentation erhöhen und die Optimierung der Arbeitsabläufe insgesamt neu definieren. Die Herausforderung besteht nun darin, dieses Vorgehen als Standard durchzusetzen, damit die gesamte Branche davon profitieren kann. Weniger Zeit für Papierkram und Bürokratie bedeutet mehr Ressourcen für die Arbeit auf der Baustelle und für die Kunden. Eine Win-Win-Situation für alle.