Bauwerksverstärkung Brücken schnell und ressourcenschonend in Stand setzen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 4 min Lesedauer

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Allein in Deutschland müssen rund 16‘000 Brücken saniert werden. Bund, Länder und Infrastrukturbetreiber benötigen eine sinnvolle Lösung, um Infrastruktur sicher und schnell in Stand zu setzen. Mit Relast stellt Würth dem Bausektor eine Lösung für die Brückensanierung bereit.

Amerikaweg A96, Lindau Sanierungsgrund: ➔ Nachberechnung der Brücke hat eine unzureichende Tragfähigkeit ergeben ➔ Zurückzuführen auf mangelnde Querkraftbewehrung Lösung: ✓ Nachträgliche Querkraftverstärkung mit Relast Gegebenheiten: ➔ Verstärkung ausschließlich von einer Seite möglich ➔ Oberseite kann durchgehend befahren werden ➔ Keine Fahrbahnerneuerung der Oberseite nötig(Bild:  Adolf Würth GmbH & Co. KG)
Amerikaweg A96, Lindau Sanierungsgrund: ➔ Nachberechnung der Brücke hat eine unzureichende Tragfähigkeit ergeben ➔ Zurückzuführen auf mangelnde Querkraftbewehrung Lösung: ✓ Nachträgliche Querkraftverstärkung mit Relast Gegebenheiten: ➔ Verstärkung ausschließlich von einer Seite möglich ➔ Oberseite kann durchgehend befahren werden ➔ Keine Fahrbahnerneuerung der Oberseite nötig
(Bild: Adolf Würth GmbH & Co. KG)

Eine marode Infrastruktur stellt eine ernste Bedrohung für die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern und Regionen dar. Besonders im Fokus stehen die rund 16‘000 Brücken in Deutschland, deren Sanierung dringend erforderlich ist, um Sicherheit, Lebensdauer und Belastbarkeit zu gewährleisten. Die Baubranche steht vor der Notwendigkeit, innovative Lösungen für die Brückensanierung zu finden, die den Bedarf der Kunden schnell und ressourcenschonend erfüllt.

Brückensanierung
Systemkomponenten von Relast.
(Bild: Adolf Würth GmbH & Co.KG)

Bauwerksverstärkung für effiziente Brückensanierung

Das Verstärkungssystem Relast von Würth hat sich in zahlreichen Projekten bewährt. Als bauaufsichtlich zugelassene Innovation in Anlehnung an DIN EN 1992-1-1 steigert Relast den Querkraft- und/oder Durchstanzwiderstand von Stahlbeton- und Spannbetonbrücken jeder Größe. Relast findet vor allem da Anwendung, wo auf veränderte Belastungsanforderungen reagiert und bestehende Brückenbauwerke ertüchtigt werden müssen.

Zudem kann Relast einen Beitrag daran haben, die nötige Reduktion von CO2-Emissionen im Bausektor zu erreichen, indem die Lebensdauer bestehender Infrastruktur verlängert wird, statt sie durch einen Neubau zu ersetzen. Die Möglichkeit der Anwendung unter laufendem Verkehr, trägt ebenfalls dazu bei, Emissionen durch langwierige Umleitungen und Staus zu vermeiden.

Die Leistungsmerkmale von Relast im Überblick

  • Klimaschonende Maßnahme: > 95 Prozent CO2-Einsparung gegenüber einem Ersatzneubau.

  • Auch im Winter einsatzbereit: Anwendung fast ganzjährig, auch bei tiefen Temperaturen.

  • Umfassender Service für Planer: Relast Technical Software – Bemessung gemäß bauaufsichtlicher Zulassung.

  • Nachträgliche Bauwerksverstärkung: Flexible Lösung, um auf veränderte Belastungsanforderungen von Brücken zu reagieren.

  • Lebensdauerverlängerung: Sofortige Lösung zur Verlängerung der Lebensdauer von Brücken um bis zu 25 Jahre.

  • Rettung historischer Bausubstanz: Innovative Technologie zur Sicherung und Verlängerung der Lebensdauer von historischen Brücken.

  • Schnelle Planung und Umsetzung: auch als Zwischenlösung, während ein Ersatzneubau geplant wird.

  • Sanierung unter fließendem Verkehr: Minimierung von Verkehrseinschränkungen für Anwohner und Pendler.

  • Kosteneffiziente Sanierung: Erhalt von Brücken mit begrenzten finanziellen Mitteln.

Funktionsweise

Relast verbindet die Druck- und Zugzonen im Beton miteinander. Dies geschieht mithilfe einer Verbundankerschraube, die aus einem betonschneidenden Gewinde und einem metrischen Anschlussgewinde besteht. Injektionsmörtel, Druckverteilungsscheibe, Keilsicherungsfederscheibe und Sechskantmutter vervollständigen das System und schaffen eine zuverlässige Kombination aus Form- und Stoffschluss. Diese Verbindung ermöglicht es, freiwerdende Zugkräfte aufzunehmen und Schäden vorzubeugen, wodurch die vollständige Funktionsfähigkeit des Bauwerks gewährleistet wird. Planung und Umsetzung sind dabei in kurzer Frist und nahezu ganzjährig realisierbar.

Im Vergleich zu Neubauten lassen sich CO2-Emissionen einsparen.
(Bild: Adolf Würth GmbH & Co. KG)

Beispielprojekte

Eine Reihe von Projekten hat bewiesen, dass eine Sanierung mit Relast für Auftraggeber eine Option für viele Sanierungsfälle ist. Ein solches Beispiel ist die Sanierung der Brücke Amerikaweg A96 in Lindau, bei der Relast erfolgreich eingesetzt wurde, um die Tragfähigkeit der Brücke zu erhöhen.

Die Arbeiten konnten von einer Seite durchgeführt werden und die Oberseite der Brücke blieb während der gesamten Bauphase befahrbar, ohne dass eine Erneuerung der Fahrbahn erforderlich war.

Kosten der Brückensanierung mit Relast.
(Bild: Adolf Würth GmbH & Co. KG)

Ein weiteres bemerkenswertes Projekt war die Sanierung der Eisenbahnüberführung A70 in Bamberg. Hier hat man Relast verwendet, um die Versagensgefahr der vorhandenen Bewehrung zu beheben, die auf Spannungsrisskorrosion der Spannglieder zurückzuführen war. Die Arbeiten konnten größtenteils von der Unterseite aus durchgeführt werden, ohne den Zugverkehr zu beeinträchtigen.

Bei der Autobahnbrücke in Hörbranz wurde Relast eingesetzt, um die unzureichende Spaltzugbewehrung in den Scheitel- und Kämpfergelenksköpfen zu verbessern. Der Verkehr auf der Autobahn konnte während der gesamten Sanierungsmaßnahme aufrechterhalten werden, und die gesamte Arbeit dauerte lediglich vier Arbeitstage.

Diese Projekte verdeutlichen die Wirksamkeit und Vielseitigkeit von Relast bei der Brückensanierung unterschiedlicher Größe und Komplexität.

Umfangreicher Service

Mit dem „Pre-Check“ bietet Würth eine einfache und unverbindliche Möglichkeit, die Anwendbarkeit von Relast für ein spezifisches Projekt überprüfen zu lassen. Dazu können über die Website von Würth aktuelle Fotos und Dokumente des Projekts eingereicht werden. Die Experten für Bauwerksverstärkung von Würth prüfen dann das Projekt und geben eine schnelle Einschätzung, ob Relast hier generell in Frage kommt.

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Diese erste Einschätzung ersetzt im weiteren Verlauf natürlich nicht eine ausführliche Begutachtung. Für die Planung selbst bietet Würth in der kostenfreien Würth Technical Software II ein spezialisiertes Modul zur Bemessung der Relast-Verbundankerschraube gemäß der bauaufsichtlichen Zulassung. Hier sind auch alle Produkte, Steckbriefe und Zulassungen komplett integriert, um die Planung optimal zu unterstützen.

Online-Grundlagenseminare zur Brückensanierung

Eine Einführung in die spezialisierte Bemessungssoftware, sowie tiefgreifendes Wissen über das Relast-System vermittelt Würth in Online-Grundlagenseminaren für Fachleute aus Ingenieurbüros. In praxisorientierten Anwendungsseminaren für Ingenieure, Planer und Architekten sowie ausführende Betriebe werden darüber hinaus erworbene Kenntnisse direkt angewandt und umgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.