CO2-Emissionen bewerten Warum Arup und Autodesk zusammenarbeiten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Beschleunigung der Kohlenstoffreduzierung in der gebauten Umwelt: Arup und Autodesk tun sich zusammen, um die branchenweite Zusammenarbeit zu beschleunigen. Die erste Partnerschaft dieser Art legt den Grundstein für skalierbare Lösungen zur Bewertung von CO2-Emissionen für eine breitere Zusammenarbeit in der Branche

(Bild:  Arup)
(Bild: Arup)

Das weltweit tätige Beratungsunternehmen Arup und der Softwareanbieter Autodesk arbeiten zusammen, um das CO2-Management in der gesamten Architektur-, Ingenieur-, Bau- und Betriebsbranche (AECO) zu verändern. Diese Zusammenarbeit ist die erste ihrer Art zwischen Autodesk und einem Kunden im Rahmen eines neuen Kooperationsmodells, das helfen soll, nachhaltige Ergebnisse in großem Maßstab zu erzielen.

Der Gebäudesektor ist weltweit für etwa 34 % der energiebezogenen Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Es wird erwartet, dass sich die globale Gebäudefläche bis 2060 verdoppelt und drei Viertel der Infrastruktur, die im Jahr 2050 existieren wird, erst noch gebaut werden muss, so dass diese Zusammenarbeit einen dringenden Bedarf an umsetzbaren Lösungen zur Kohlenstoffreduzierung anspricht.

Optimierte Technologien für die Bewertung von CO2-Emissionen

Diese Vereinbarung markiert den Beginn einer umfassenderen Initiative von Autodesk, die Partnerschaften mit branchenführenden Unternehmen vertiefen soll. In diesem Kontext sollen umsetzbare Werkzeuge und Rahmenwerke für die Dekarbonisierung entstehen. Die Rolle von Arup bei dieser ersten Zusammenarbeit ist ein Beispiel dafür, wie die strategische Ausrichtung von Technologie und Fachwissen den Wandel in der Branche beschleunigen kann. Durch die Zusammenarbeit bei der Entwicklung optimierter AECO-Technologielösungen für die Bewertung von CO2-Emissionen wollen die Unternehmen eine branchenweite Dekarbonisierung der bebauten Umwelt im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens vorantreiben. Diese Arbeit zielt vor allem auf Eigentümer und Investoren ab, die die letzten Entscheidungsträger im Bereich der bebauten Umwelt sind, und wird im Zuge der Ausweitung der Arbeit auch andere Unternehmen und Partner einbeziehen.

BIM-Leitlinien und BIM-integrierte Automatisierung

Zu den wichtigsten Initiativen gehören:

  • die Entwicklung von Building Information Modelling (BIM)-Leitlinien für die Bewertung von CO2-Emissionen durch den World Business Council for Sustainable Development (WBCSD).

  • Erforschung des gesamten Lebenszyklus von Kohlenstoffdaten durch Standardisierungsbemühungen der Industrie, die zu einem gemeinsam verfassten und von der Industrie verifizierten Whitepaper geführt haben.

  • Ermöglichen der BIM-integrierten Automatisierung von Whole Life Carbon Assessment-Methoden für Bauprojekte.

  • Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung zur Nutzung von KI, um die Dekarbonisierung von Gebäuden voranzutreiben.

Arup bringt technisches Fachwissen aus der Industriepraxis und wichtige Erkenntnisse aus der Entwicklung seines globalen Datenschemas über die gesamte Lebensdauer von CO2-Daten mit, und dieses Fachwissen wird in die laufende Entwicklung der CO2-Managementlösungen von Autodesk einfließen.

Einheitlicher Weg zum Netto-Null-Gebäude

Jo da Silva, Arup Fellow und Global Sustainable Development Leader bei Arup, ist sich sicher, dass durch die Kombination des technischen Know-hows von Arup in der Kohlenstoffbewertung über die gesamte Lebensdauer mit den Technologieplattformen von Autodesk datengestützte Lösungen entstehen, die frühzeitige Konstruktionsentscheidungen ermöglichen, die sich auf die Reduzierung von Kohlenstoff und Kosten konzentrieren. Gemeinsam entwickle man nicht nur Werkzeuge, sondern treibe einen einheitlichen Weg für Netto-Null-Gebäude voran, der mit dem von der Global Alliance for Buildings and Construction koordinierten Buildings Breakthrough übereinstimmt und den Kunden und dem Sektor einen Mehrwert bieten

Joe Speicher, Chief Sustainability Officer bei Autodesk, sieht die Zusammenarbeit mit der Industrie als besonders wichtig an, um die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zu beschleunigen, damit man mit der bebauten Umwelt verbundenen Auswirkungen von CO2-Emissionen besser messen, verwalten und abmildern könne. Die Zusammenarbeit mit Arup und anderen Branchenführern ermögliche es Autodesk, Technologien für das Kohlenstoffmanagement mit Kunden zu validieren.

Daten, die zugänglich, vernetzt und nützlich sind

Diese Ankündigung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem die AECO-Branche mit zahlreichen Belastungen konfrontiert ist, darunter technologische Fortschritte, steigende Materialkosten und sich verändernde Arbeitsmärkte. Diese Faktoren erhöhen die Notwendigkeit für Unternehmen, flexibler, anpassungsfähiger und kooperativer zu sein und gleichzeitig komplexe Kompromisse zwischen Kosten, Einhaltung von Vorschriften, Leistung und Umweltauswirkungen zu schließen.

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Die Zusammenarbeit ergibt sich aus der gemeinsamen Erkenntnis der Branche, dass der einzige Weg zur effektiven Messung, Verwaltung und Reduzierung von CO2-Emissionen die richtigen Daten sind - Daten, die zugänglich, vernetzt und nützlich sind. In einer Studie wurde prognostiziert, dass digitale Technologien, wenn sie in der gesamten Energie-, Material- und Mobilitätsbranche eingesetzt werden, die globalen Emissionen bis 2050 um bis zu 20 % senken könnten.

Weitere Informationen:

https://www.arup.com/

https://www.autodesk.com/