BIM BIMcollab: Datenumgebung für die modellbasierte Zusammenarbeit

Ein Gastbeitrag von Christopher Schmidt 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

BIMcollab ist eine Datenumgebung für Gebäude- oder Infrastrukturdaten, um die modellbasierte Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Plattformen zu fördern, etwa für die BIM-Koordination, Modellprüfung, das Issue-Management oder auch zum Erstellen und Nutzen digitaler Zwillinge.

Darstellung des Everton-Stadions im BIMcollab-Nexus-WebViewer. (Bild:  BIMcollab)
Darstellung des Everton-Stadions im BIMcollab-Nexus-WebViewer.
(Bild: BIMcollab)

Das so genannte Ökosystem des niederländischen Unternehmens BIMcollab ist modular zusammenstellbar und deckt folgende Kernkompetenzen ab:

  • Modellkoordination und Issue-­Management in BIMcollab Nexus (vormals Cloud)

  • Modellvalidierung in BIMcollab Zoom

  • Dokumentenmanagement in BIMcollab Twin

Im Zuge eines OpenBIM-Workflows, basierend auf den building-SMART-Standards, orientiert sich die Kommunikation in und mit BIMcollab vor allem an den Formaten IFC, BCF und neuerdings auch IDS. Hinzu kommt eine Vielzahl an Plugins, die sich in nativen Softwaretools installieren lassen. Die so genannten BCF-Manager bieten also eine bidirektionale Schnittstelle zum Programm für den Austausch von Issues. Einige dieser Plugins wurden selbst entwickelt, viele entstanden aber auch durch die Nachfrage am Markt. Über eine offene BCF-API können Partner ihr jeweiliges Tool anknüpfen (siehe Bild 2).

BIMcollab Nexus

Als zentrales Verwaltungs- und BIM-Koordinationselement des BIMcollab-Ökosystems dient Nexus neben einer rollen- und rechtebasierten Nutzerverwaltung vor allem der Kommunikation von Issues und Modellanforderungen (IDS) in BIM-Projekten.

Bild 2: Drittsysteme zur Anknüpfung an BIMcollab (Stand Februar 2024). (Bild:  BIMcollab)
Bild 2: Drittsysteme zur Anknüpfung an BIMcollab (Stand Februar 2024).
(Bild: BIMcollab)

Der neue integrierte WebViewer basiert auf einer innovativen Streaming-Technologie und ermöglicht die sekundenschnelle Visualisierung von Koordinationsmodellen jeder Größe. Man kann ihn nahtlos in alle Produkte integrieren. Die Issues lassen sich in den Modellen innerhalb von BIMcollab Nexus öffnen, erstellen, ändern und überprüfen sowie mit anderen Projektbeteiligten benutzerdefiniert teilen und kommunizieren. Dabei zentralisiert Nexus alle Issues des jeweiligen Projekts in der Cloud und bietet einen aktuellen Überblick nach Status, einen rechtlichen Verlauf sowie aufschlussreiche Berichtsfunktionen.

Mit der „Checking“-Funktion kann man zum einen die Modellanforderungen (via IDS) in Nexus definieren oder von extern importieren. Diese aber auch in Kombination mit einer nativen Software (via BCF-Manager, etwa in Revit) zum Modellieren bereitstellen.

BIMcollab Zoom

Als Werkzeug zur Modellvalidierung sind Smart Views, Smart Properties, Kollisionsmanagement sowie Listen die essenziellen Funktionen von BIMcollab Zoom. Es gibt eine nahtlose Synchronisierung mit Nexus, also ähnlich wie bei der Kommunikation mit Drittsystemen via BCF-Manager lassen sich hier neben Issues auch Listen oder andere Vorkonfigurationen mit Nexus austauschen.

Smart Views sind Filter zur dynamischen Anzeige und Farbcodierung von Komponenten auf der Grundlage ihrer Eigenschaften, um schnell einen Einblick in die Qualität der Informationen im BIM-Modell zu erhalten. Identifizieren die Ergebnisse ein Problem, kann an dieser Stelle bereits ein Issue erzeugt werden. So verbessern Smart Properties den Arbeitsablauf.

Bild 3: Smart Properties zur Vereinheitlichung und Weiterverwendung. (Bild:  BIMcollab)
Bild 3: Smart Properties zur Vereinheitlichung und Weiterverwendung.
(Bild: BIMcollab)

Unterschiedliche Properties verschiedener Modellierer lassen sich zu einer einheitlichen Bezeichnung zusammenfassen, um mit allen Projektbeteiligten auf einer einheitlichen Datenbasis zu arbeiten, auch in der tiefergehenden Modellprüfung (Bild 3).

In den so genannten Konflikten werden neben den klassischen geometrischen Kollisionen neuerdings auch solche Konflikte erkannt, die auf Prüfung der Modellanforderungen (IDS) basieren, beispielsweise die unzureichende Materialeigenschaft eines Bauteils.

Kollisionen sollten möglichst „smart“ erstellt und ebenso erkannt und kommuniziert werden. Smart Issues kennen die Konflikte, die sie darstellen, zu welchen Objekten sie gehören und warum und wann sie gemeldet oder gelöst werden. Ein redundantes Clash Reporting wird so verhindert. Smart Issues können den Status verknüpfter Konflikte automatisch überprüfen, ohne die Regeln zur Konflikterkennung erneut auszuführen.

BIMcollab Twin

Das zentrale Dokumentenmanage­mentsystem zur Ablage von Dateien jedes Formats, einschließlich Modell­verknüpfung sowie Projektkommunikation heißt BIMcollab Twin. Es verwaltet automatisch den Versionsverlauf und zeichnet die Aktivitäten auf, etwa wer eine Datei wann angesehen oder bearbeitet hat.

Innerhalb von Twin ist die gesamte Historie der Modelle und Dokumente verfügbar. Individuell konfigurierbare Workflows unterstützen Genehmigungs- und Benachrichtigungs-anforderungen eines Unternehmens oder eines Projekts. Genehmigte Dokumente werden veröffentlicht und mit einem QR-Code versehen, so dass Projektbeteiligte (gemäß Rollen- und Rechtesystem) den Status eines Dokuments oder einer Zeichnung jederzeit durch einfaches Scannen überprüfen können.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

BIMcollab Twin Abläufe sind CDE konform gemäß ISO 19650 Norm.