Die BIM-gestützte Projektlösung von Hilti kann die Sicherheit und Produktivität von Bauprojekten verbessern.
(Quelle: Serhii/stock.adobe.com)
Mit den BIM-gestützten Integrated Project Solutions (IPS) bietet Bauspezialist Hilti nun ein Dienstleistungspaket zur Optimierung und Vereinfachung von Bauprojekten von der Planungsphase der Gebäudetechnik (MEP, Mechanical, Electrical, Plumbing) bis hin zum Bau und Betrieb.
Während der Planungsphase seines neuen Standorts in Darmstadt konnte das Chemie- und Pharma-Unternehmen Merck mit dem Projektservice bis zu 50 Prozent Material einsparen. Zudem konnte es die CO2-Emissionen um 120 Tonnen reduzieren.
Der BIM-gestützte Projektservice IPS von Hilti hilft bei der Bewältigung von Aufgaben in der Gebäudetechnik. Besondere Herausforderungen ergeben sich zum Beispiel durch Platzbeschränkungen, Belastungsbedingungen und die Anwendung relevanter Bauvorschriften auf bestimmte Projekte. Die Projektlösung soll zu einer besseren Koordinierung, einer optimierten Zeitplanung sowie einer präziseren Kosten- und Qualitätskontrolle für die Kunden führen.
Durch die Kombination von technischem Fachwissen, Vorfertigungsdiensten, fortschrittlicher Logistik, Baustellenautomatisierung und digitalen Lösungen kann das IPS dazu beitragen, Bauprozesse sicherer, produktiver und nachhaltiger zu machen.
Integrierte Planungsdienste und Vorfertigung
Um das IPS-Angebot aufzuschlüsseln, will Hilti seinen Kunden zunächst Integrated Design Services mit 3D-Visualisierungen durch fachkundige technische Unterstützung und branchenkonforme BIM-Technologie bereitstellen. Somit können die Anwender MEP-Installationen optimieren, bevor der Bau beginnt. Das spart Material, hilft Improvisationen vor Ort zu vermeiden und verkürzt die Bauzeit.
Das IPS umfasst andererseits Vorfertigungsdienstleistungen, die eine präzise Fertigung von Komponenten außerhalb der Baustelle ermöglichen. Durchführen sollen diese dann Spezialisten in Vorfertigungszentren. Daher kann Hilti vollständig maßgeschneiderte und vormontierte Schlüsselmaterialien und -komponenten liefern. Diese beschleunigen nicht nur den Zuschnitt, die Montage und die Installation von Rohren, Kabeltrassen und Kanalhalterungen um bis zu 50 Prozent. Sie reduzieren vielmehr auch den Materialverschnitt um bis zu 20 Prozent.
Nachhaltigkeitsinitiative durch Baustellenautomatisierung und Digitalisierung
Sicherheit steht bei jedem Bauprojekt an erster Stelle, und IPS konzentriert sich darauf, die Plattform für sicherere Arbeitsumgebungen zu schaffen. Mit fachkundiger Anleitung, fortschrittlichen Werkzeugen und digitalen Dienstleistungen hilft das IPS den Kunden, Risikofaktoren auf Baustellen zu minimieren.
Eine der Möglichkeiten, wie das IPS baubedingte Risiken mindere, sei die rechtzeitige Lieferung der richtigen Materialien zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ein weiteres Werkzeug, um das Risiko auf der Baustelle zu verringern und den Arbeitskräftemangel zu lindern, sei der Jaibot-Bohrroboter. Er könne repetitive und präzise Bohrarbeiten auch bei der Installation von hohen Decken in gefährlichen Bereichen des Bauwesens ausführen, so Sam Keung, Head of Engineering, Hilti North Asia.
Neben den eigenen Roadmaps, Aktionsplänen und Fortschritten auf dem Weg zur Nachhaltigkeit unterstützt Hilti auch die Nachhaltigkeitsziele seiner Kunden. Durch das IPS haben die Kunden Zugang zu Experten und Ressourcen. Diese unterstützen sie bei der Bewertung von Projekten im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit und bei der anschließenden Ausführung.
Merck nutzt neuen Projektservice
Ein Beispiel dafür, wie das IPS den Kunden helfen kann, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren, zeigt die jüngste Partnerschaft mit Merck. Während der Planungsphase von Mercks neuestem Standort in Darmstadt, Deutschland, half das IPS von Hilti dem Unternehmen, bis zu 50 Prozent weniger Material zu verwenden und die CO2-Emissionen um 120 Tonnen zu reduzieren.
Dazu nutzte das Hilti-Team aus Projektmanagern, leitenden Ingenieuren und Modellierern die BIM-Methodik, um einen digitalen Zwilling des Projekts zu erstellen. Dieser erlaubte es, Überschneidungen zwischen verschiedenen Gewerken während der Planungsphase vorherzusagen und zu korrigieren. Merck konnte seine Materialien effizienter einsetzen und den Bauabfall während der Projektdurchführung erheblich reduzieren. Die mit dem IPS erreichte Transparenz der CO2-Bilanz ihrer Produkte und der Genauigkeit der BIM-Materialliste war dafür mitentscheidend.
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