Neue Möglichkeiten durch Schaumglasschotter Bestandsbauten energetisch sanieren und katastrophensicher machen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 4 min Lesedauer

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Mehrere Millionen Bestandsbauten haben einen hohen Modernisierungsbedarf, um energieeffizient zu werden. Ein neuartiger Schaumglasschotter trägt dazu bei, die entsprechenden Anforderungen zu erfüllen.

Bei der Sanierung der Fußböden in Altbauten mit Gewölben, bietet sich Schaumglasschotter bestens als leichtes Dämmmaterial an. So können auch große Höhenunterschiede ausgeglichen werden, ohne die Statik des Gebäudes zu gefährden. (Bild:  Veriso)
Bei der Sanierung der Fußböden in Altbauten mit Gewölben, bietet sich Schaumglasschotter bestens als leichtes Dämmmaterial an. So können auch große Höhenunterschiede ausgeglichen werden, ohne die Statik des Gebäudes zu gefährden.
(Bild: Veriso)

Mehrere Millionen Bestandsbauten bedürften der Modernisierung, um energieeffizient zu werden. Zudem sorgt der Klimawandel für Naturkatastrophen wie Starkregenereignisse und Überschwemmungen, an die auch die Gebäude angepasst werden müssen. Das sind alles Faktoren, die in der Sanierung Altbaubesitzer vor enorme Herausforderungen stellen. Der Schaumglasschotter LDV von Veriso ist ein modernes Recyclingmaterial, das sich diesen neuen Anforderungen stellt.

In Deutschland herrscht ein Sanierungsstau, der sich in den nächsten Jahren wohl nur unwesentlich auflöst. Dabei wäre eine Modernisierung –besonders in Bezug auf die Energieeffizienz – dringend erforderlich. Der Rückstand lässt sich zum einen auf die erhöhten Kosten für Baumaterialien sowie die Inflation und gestiegene Kreditzinsen zurückführen. Der Hauptgrund jedoch ist im Alter der Bestandsbauten zu suchen.

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Bodenaufbau in Bestandsbauten

Laut einer von McMakler beauftragten Studie ist der Großteil der bewohnten Häuser noch vor 1979 erbaut und seitdem nicht modernisiert worden. In Zahlen bedeutet das: Rund vier Millionen Wohngebäude weisen die Energieeffizienzklassen F, G oder H auf. Hohe Energieverluste durch Wärmebrücken an den Fenstern sind dabei nur ein Teil des Problems. Eine wesentliche Schwachstelle der Gebäudehülle und somit ein Grund für hohe Wärmeverluste sind nicht oder schlecht isolierte Keller. Man kann davon ausgehen, dass in diesen Gebäuden rund zehn Prozent der Heizenergie in das Erdreich – respektive die Kellerräume – gelangen.

Der mögliche Bodenaufbau exemplarisch dargestellt. Beginnend mit Schaumglasschotter, einer Dampfsperre, darüber gebundenes Blähglasgranulat, Heizpapier von Leipfinger-Bader in Kombination mit deren Estrichziegel, als Alternative zur Fußbodenheizung.
(Bild: Veriso)

Schaumglasschotter kann an dieser Stelle eine Dämmschicht bilden. Denn die im Altbau viel gebauten Gewölbekeller bringen in der Sanierung Probleme und Herausforderungen mit sich. Die Ausgangslage, die Hausbesitzer bei der Aufnahme des alten Bodenbelags erblicken, sind meist tiefe Gewölbe mit Höhenunterschieden von bis zu 30 Zentimetern. Um darüber einen geraden und gleichmäßigen Bodenaufbau zu erreichen, bedarf es darum eines möglichst leichten Füll- und Dämmmaterials.

Kombination mit Fertigsystem für Fußbodenheizungen

Zudem ist die verfügbare Aufbauhöhe des Fußbodens in der Sanierung von Bestandsgebäuden meist begrenzt. Auch hier zeigt Schaumglasschotter wie der LDV von Veriso seine Vorzüge mit einer Schüttungshöhe von nur 30 Zentimetern. In Kombination mit einem Fertigsystem für Fußbodenheizungen ermöglicht der Einsatz auf diese Weise einen niedrigen Bodenaufbau bei hoher ökologischer Wohnqualität. Darüber hinaus kann man beim Bodenaufbau mit Schaumglasschotter auf die Fundamentplatte verzichten. Gemäß den Anforderungen der Bauwerksabdichtung wäre diese zunächst Pflicht. Somit eignet sich das Material auch bestens für den Neubau.

Ein weiteres Problem für Altbaubesitzer ist außerdem häufig eine hohe Feuchtigkeit der Kellerräume, die nicht zuletzt die Gebäudesubstanz nachhaltig schädigen kann. Darum ist es besonders wichtig, Dämmmaterialien zu verwenden, die keine Feuchtigkeit aufnehmen. Auch hier kommen die Vorzüge des Schaumglasschotters LDV von Veriso zum Tragen, da es beim Bodenaufbau keine zusätzliche Feuchtigkeit in das Gebäude bringt.

Der Schaumglasschotter ist geschlossenzellig. Die Schüttung wird trocken verlegt. Dadurch bringt das Material keine Feuchtigkeit in das Gebäude, speichert aber auch kein eindringendes Wasser. So bleibt die Dämmschicht trocken.
(Bild: Kronosmedia)

Schaumglasschotter gegen Flutschäden

Schimmelbefall ist jedoch nicht nur die Folge von feuchten Kellerräumen. Mit Blick auf den Klimawandel und immer häufiger auftretende Überschwemmungen in Fluss- und Bachnähe gilt es, die Häuser zwingend an die gestiegene Gefahrenlage anzupassen. Dazu gehört nicht nur ein angemessener Schutz vor Hochwasser. Die Gebäude müssen für den Ernstfall so konzipiert sein, dass die Wassermassen bestenfalls keine bleibenden Schäden an der Substanz hinterlassen. Auch hier zeigt Schaumglasschotter LDV von Veriso gute Eigenschaften zur Schadensvermeidung, denn die Granulatschicht wirkt kapillarbrechend. Das bedeutet, dass das Material selbst keine Feuchtigkeit mit in das Gebäude bringt.

Doch auch wenn Wasser von außen hinzugegeben wird, beispielsweise aufgrund eines Starkregenereignisses, lassen sich Langzeitschäden vermeiden. Erdölbasierte Dämmstoffe oder Mineralwolle trocknen im Ernstfall nicht. So haben Hausbesitzer, deren Möbel bereits Überschwemmungen und Fluten zum Opfer gefallen sind, im Nachgang an die Katastrophe weitere Probleme zu erwarten. Denn langfristig führt Feuchtigkeit in Dämmstoffen immer zu einem Schimmelbefall und so unweigerlich zu starken Schäden der Bausubstanz. Letzten Endes wird das Gebäude unbewohnbar. Im Gegensatz zu Mineralwolle ist Schaumglasschotter geschlossenzellig und kann somit kein Wasser aufnehmen. Hinzu kommt, dass durch die grobe Körnung selbst in der verdichteten Granulatschicht ein Luftanteil von rund 33 Prozent verbleibt. In diese Schicht eingedrungenes Wasser kann dadurch einfach abfließen. Bereits drei Stunden nach Ablauf des Wassers ist die Dämmwirkung wieder vorhanden.

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Baustoff entsteht aus Altglas

Die Komplexität der Problemstellungen einer Sanierung wirft Fragen auf. Schaumglasschotter LDV von Veriso liefert hier Antworten. Der neuartige Baustoff wird aus Altglas hergestellt. Gegenüber anderen gängigen Boden-Dämmstoffen weist das Recyclingmaterial eine durchaus positive CO2-Bilanz und somit ein gutes GWP auf. Als Dämmmaterial wirkt es wärmebrückenfrei und zeichnet sich durch eine enorme Druckfestigkeit aus. 

Zudem bleibt Schaumglasschotter für alle Zeiten formstabil, das heißt, das Material quillt weder auf, noch schwindet es beim Trocknen. Aufgrund seiner Feuchtigkeitsresistenz bietet es Schutz vor den Langzeitschäden durch Naturkatastrophen wie Starkregenereignisse und Überschwemmungen. So bietet der Werkstoff die Basis für ein gutes Raumklima und eine erfolgreiche energetische Sanierung.

Das 1890 erbaute Rathaus Camburg erhielt im Zuge einer umfangreichen Sanierung einen neuen Fußbodenaufbau. Die Grundlage bildete der Schaumglasschotter LDV. Die Schüttung bietet eine ideale Dämmschicht und gleicht zudem die Höhenunterschiede des alten Gebäudes aus.
(Bild: Veriso)

Weitere Informationen: https://www.veriso.de/