Bodenproben aus der Ferne Wo sind die Kohlenwasserstoffe?

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Iridesense, Entwickler im Bereich der multispektralen 3D-Erfassung, hat einen Lidar-Sensor vorgestellt, der Kohlenwasserstoffe auf Bodenoberflächen analysieren kann. Diese neuartige Technologie entstand in Zusammenarbeit mit Colas Environnement.

Die weißen Kreise bezeichnen den Kohlenwasserstoffgehalt (HCT), der im Labor von Colas Environnement nach der Probenahme gemessen wurde. Die roten Kreise kennzeichnen Bereiche, in denen das Multispektral-Lidar von Iridesense einen HCT-Gehalt von mehr als 500 mg/kg Trockenmasse festgestellt hat.(Bild:  Iridesense)
Die weißen Kreise bezeichnen den Kohlenwasserstoffgehalt (HCT), der im Labor von Colas Environnement nach der Probenahme gemessen wurde. Die roten Kreise kennzeichnen Bereiche, in denen das Multispektral-Lidar von Iridesense einen HCT-Gehalt von mehr als 500 mg/kg Trockenmasse festgestellt hat.
(Bild: Iridesense)

Iridesense und Colas Environnement haben einen Pilotversuch durchgeführt. Dabei galt es, eine 3D-Kartierungslösung für die Dekontaminierung und Sanierung von Böden zu bewerten. Die multispektrale 3D-Lidar-Lösung (Light Detection and Ranging) von Iridesense ist in der Lage, Kohlenwasserstoffe aus der Ferne aufzuspüren, ein vielversprechender technologischer Fortschritt für die rasche Bewertung von kontaminierten Standorten.

Dieses Experiment spiegelt das Engagement von Colas wider, innovative Partnerschaften zu fördern und neue technische Lösungen zu erforschen, um seine Industrien umzugestalten und Umweltprobleme anzugehen.

Experimentelles Verfahren mit vielversprechenden Ergebnissen

Das Lidar von Iridesense kann den Boden aus einer Entfernung von 100 m sofort analysieren und eine 3D-Karte des Geländes erstellen. Darauf erscheinen die verschmutzten Zonen in verschiedenen Farben dargestellt. Die vom Lidar generierten Ergebnisse wurden mit den Ergebnissen von Laborprobenanalysen desselben Geländes während des gesamten Versuchszeitraums abgeglichen.

Die Dekontaminierung des Bodens erfolgt derzeit durch Entnahme von Bodenproben (zum Beispiel eine einzige Probe für 100 m²) und anschließende Laboruntersuchungen. Dies kann mehrere Tage dauern, was die Arbeiten unterbricht und den Zeitplan für die Ausgrabungen womöglich durcheinander bringt. Die sofortige Kartierung, die das Lidar von Iridesense ermöglicht, verspricht hingegen, diesen Prozess zu optimieren. Denn würde die Kosten und Verzögerungen reduzieren und die Genauigkeit bei der Identifizierung der verschmutzten Zonen erhöhen.

Die Technologie befindet sich noch in der Versuchsphase und bedarf weiterer Erprobung, um ihre Leistung und Verwendbarkeit in verschiedenen Szenarien und unter verschiedenen Bedingungen vollständig zu bewerten.

Kohlenwasserstoffe: Nachhaltigere und effizientere Dekontamination

Die Sensoren haben KI an Bord und eröffnen neue Möglichkeiten für die Sanierung von verschmutzten oder anderweitig kontaminierten Standorten. Sie werden dazu beitragen, die Sanierung von Standorten zu beschleunigen und so dem Ziel der französischen Regierung, die Bodenverschmutzung und -kontamination zu reduzieren, näher zu kommen.

Arnault Perrault, Direktor von Colas Environnement, sagte: „Diese Partnerschaft mit Iridesense verdeutlicht unser Engagement für die Erforschung innovativer Lösungen im Rahmen des von der Innovationsdirektion von Colas verfolgten offenen Innovationsansatzes. Obwohl sich diese Zusammenarbeit noch in der Evaluierungsphase befindet, sehen wir in dieser Lösung das Potenzial, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit unserer Bodensanierungsprojekte zu verbessern.“

Nadine Buard, Mitbegründerin von Iridesense, sagte: „Das multispektrale Lidar von Iridesense ist ein bedeutender Fortschritt bei der Identifizierung von Schadstoffen. Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit mit unseren Partnern fortzusetzen, um diese Technologie zu perfektionieren und den Anforderungen der Industrie besser gerecht zu werden.“

leistungsmerkmale des Lidar-systems

  • Sofortige Diagnose

  • Erkennung von Kohlenwasserstoffspuren in Echtzeit durch Laser und künstliche Intelligenz

  • Einsetzbar bei allen Wetter- und Lichtverhältnissen, keine Neukalibrierung erforderlich

  • einsetzbar bei einer Reichweite von 100 m zur Detektion der Kohlenwasserstoffe

  • hohe Auflösung und hohe Präzision, bis auf 10 cm² genau

  • tragbar, Plug-and-Play-Technologie

Weitere Informationen: 
https://www.iridesense.tech/
https://www.colas.com/fr/

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