Bluebeam gibt die Ergebnisse des neuen Building the Future Report bekannt, der Technologie- und Digitalisierungstrends im Bauwesen aufzeigt. Dazu gehört zum Beispiel Investitionen in künstliche Intelligenz.
(Bild: utaem2022/stock.adobe.com, generiert mit KI)
Bluebeam, Entwickler von Lösungen und Dienstleistungen für Fachleute aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen (AEC) weltweit und Teil der Nemetschek Group, hat die Ergebnisse seines neuen globalen Berichts „Building the Future: Bluebeam AEC Technology Outlook 2025" enthüllt. Der Bericht, der auf einer Umfrage unter Managern aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen in allen Regionen basiert, zeigt, dass AEC-Unternehmen weltweit erheblich in künstliche Intelligenz (KI) investieren. Fast drei Viertel (74 %) geben an, dass sie KI bereits in einer oder mehreren Phasen ihrer Bauprojekte einsetzen. Mehr als die Hälfte (54 %) derjenigen, die KI einsetzen, sind jedoch besorgt über die KI-Regulierung, und von diesen geben 44 % an, dass diese Bedenken einen echten Einfluss auf die KI-Implementierung in ihren Unternehmen haben.
Künstliche Intelligenz vor allem für die Entwurfs- und Planungsphase
Der Bericht zeigt, dass die KI-Implementierung vor allem in der Entwurfs- und Planungsphase von Bauprojekten weit verbreitet ist. Fast die Hälfte der AEC-Firmen setzt KI speziell für Design (48 %) und Planung (42 %) ein. Von den Unternehmen, die KI einsetzen, sind mehr als die Hälfte (55 %) der Meinung, dass KI sehr wichtig geworden ist, und mehr als 70 % stellen inzwischen bis zu 25 % ihres Budgets für KI bereit. Dieser Anteil wird noch steigen, da die große Mehrheit (84 %) plant, ihre Investitionen in KI in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen.
Neben der künstlichen Intelligenz zeigt der Bericht auch Trends bei der Nutzung digitaler Werkzeuge in der AEC-Branche auf, wobei die Technologie am häufigsten in der Bau- (77 %), Entwurfs- (77 %) und Planungsphase (74 %) von Bauprojekten eingesetzt wird. Building Information Modeling (BIM) ist die meistgenutzte Technologie (69 %), gefolgt von Computer-Aided Design (CAD) (54 %) und Projektmanagement-Software (53 %).
Fehlende Fähigkeiten: Hindernis für die Digitalisierung
Der Bericht zeigt, dass AEC-Firmen auf erhebliche Hindernisse stoßen, geht es darum, die Einführung von Technologien und die Digitalisierung voranzutreiben. Ein Drittel (32 %) gibt an, dass fehlende Schulung und Kompetenzentwicklung bei den Mitarbeitern ein zentrales Hindernis für eine verstärkte Digitalisierung darstellen. Weitere Hindernisse sind Integrationsprobleme (27 %) und technische Probleme (26 %). Und das, obschon die Einführung digitaler Tools den Bauunternehmen zu erheblichen Kosteneinsparungen verhilft: Mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten berichtet von Kosteneinsparungen zwischen 100‘000 und 500‘000 US-Dollar durch den Einsatz neuer Technologien.
Diese Herausforderungen, die die Digitalisierung vorantreiben, halten AEC-Firmen nach wie vor davon ab, papierbasierte physische Dokumente aus dem Bauprozess zu eliminieren. Denn fast Viertel (72 %) der Befragten verwenden in einer oder mehreren Phasen des Lebenszyklus von Gebäuden immer noch Papier. Von den Unternehmen, die weiterhin auf Papier setzen, nannte fast die Hälfte (46 %) die Notwendigkeit physischer Unterschriften oder Genehmigungen als Hauptgrund für die Beibehaltung veralteter papierbasierter Prozesse.
Papierbasierte Workflows werden obsolet
„Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Einsatz von KI in der AEC-Branche wird die Abhängigkeit von veralteten papierbasierten Ansätzen weiter abnehmen, was dazu beiträgt, Kosteneinsparungen zu erzielen und die Nachhaltigkeitsbemühungen im Bauwesen zu verbessern“, sagte Usman Shuja, Chief Executive Officer bei Bluebeam. „Künstliche Intelligenz revolutioniert bereits den Bauprozess, daher ist es wichtig, dass Ausbilder, Technologieanbieter und führende Vertreter der Baubranche zusammenarbeiten, um neue Schulungsinitiativen zu entwickeln, die von diesen Innovationen profitieren, indem sie dazu beitragen, die Qualifikationslücke in der AEC-Technologie zu schließen, damit wir die Branche weiter voranbringen können.“
AEC-Nachhaltigkeitsbemühungen durch Digitalisierungsblockaden gebremst
Da nur etwa ein Viertel (28 %) der Befragten nicht auf Papier angewiesen ist, geraten die Nachhaltigkeitsbemühungen im AEC-Sektor weiterhin ins Stocken. Der Bericht zeigt, dass die AEC-Firmen nach wie vor Probleme mit der Nachhaltigkeit haben, denn nur die Hälfte (50 %) der Befragten stuft die Nachhaltigkeitsbemühungen in ihrem Unternehmen als erfolgreich ein.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Trotz der weit verbreiteten Erkenntnis, dass die Nachhaltigkeit im Bausektor dringend verbessert werden muss, gaben die meisten Befragten (73 %) an, dass ihre Unternehmen weniger als 25 % ihrer Budgets für Nachhaltigkeitsinitiativen bereitstellen. Die Hälfte (50 %) gab jedoch auch an, dass sie im nächsten Jahr mit einer Erhöhung der Nachhaltigkeitsbudgets rechnen, was darauf hindeutet, dass die Verbesserung der Nachhaltigkeitsbemühungen im Bausektor im Jahr 2025 wieder in den Mittelpunkt rückt.
Mehr als 400 Technologie-Entscheidungsträger (Manager oder höher) in Architektur-, Ingenieur- und Bauunternehmen in den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Spanien, Deutschland, Australien und Neuseeland wurden im Juli 2024 online befragt.