Größte PVT-Anlage Wie sich Mahle von fossilen Energieträgern löst

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Der Automobilzulieferer Mahle dekarbonisiert sein Werk im baden-württembergischen Vaihingen-Enz. Dafür liefert Sunmaxx über 1‘000 PVT-Module vom Typ PX-1, die gleichzeitig Strom und Wärme generieren. Die solare Wärmeerzeugung sorgt für weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Freuen sich über die ersten PVT-Module für den Mahle-Standort in Vaihingen-Enz: (v.l.n.r.) Andreas Eilemann, Mahle Director Sustainability & Digitalization Thermal and Fluid Systems, Werkleiter Joachim Wulff und Johannes Diem, Leiter Business Innovation, Startup Cooperation & Venture Capital bei Mahle.(Bild:  Mahle GmbH)
Freuen sich über die ersten PVT-Module für den Mahle-Standort in Vaihingen-Enz: (v.l.n.r.) Andreas Eilemann, Mahle Director Sustainability & Digitalization Thermal and Fluid Systems, Werkleiter Joachim Wulff und Johannes Diem, Leiter Business Innovation, Startup Cooperation & Venture Capital bei Mahle.
(Bild: Mahle GmbH)

Mahle dekarbonisiert seinen Produktionsstandort in Vaihingen-Enz (Baden-Württemberg) mit einer hochmodernen photovoltaisch-thermischen (PVT) Anlage. Zum Einsatz kommen über 1‘000 PVT-Module von Sunmaxx, einem führenden europäischen Hersteller für PVT-Hybridmodule. Mahle ist strategischer Investor und Entwicklungspartner von Sunmaxx. Auf einer Fläche von knapp 2‘000 m² entsteht zum Zeitpunkt der Realisierung Deutschlands größte photovoltaisch-thermische Anlage. Sie wird das Mahle-Werk künftig mit grünem Strom und nahezu dem kompletten Wärmebedarf versorgen. Insgesamt handelt es sich um mehr als 430 Kilowatt-Peak (kWp) elektrische Leistung und über den Jahresverlauf ca. 1,2 Gigawattstunden (GWh) erzeugbare thermische Energie. Damit könnte der jährliche Wärmebedarf von ca. 100 Einfamilienhäusern gedeckt werden. Ab Februar 2025 werden die ersten Hybridmodule von Sunmaxx installiert, im Juli 2025 soll die Anlage in Betrieb gehen.

Jumana Al-Sibai, Mitglied der Mahle Konzern-Geschäftsführung und verantwortlich für den Geschäftsbereich Thermal and Fluid Systems.
(Bild: Mahle GmbH)

„Unser gemeinsames Projekt zeigt, dass sich der Umstieg auf regenerative Lösungen aufgrund der steigenden Kosten für Energie- und Prozesswärme langfristig lohnt. Die Dekarbonisierung des Werkes in Vaihingen-Enz dient uns als Referenzprojekt für weitere Standorte und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität unseres Unternehmens bis 2040“, sagt Jumana Al-Sibai, Mitglied der Mahle-Konzern-Geschäftsführung und verantwortlich für den Geschäftsbereich Thermal and Fluid Systems. Die Mahle-Standorte in Deutschland sind seit 2021 klimaneutral.

PVT-Module liefern Strom und Wärme gleichzeitig

Anders als reine PV-Module liefern PVT-Module Strom und Wärme gleichzeitig. Sie können als alleinige Wärmequelle für Wärmepumpen dienen, entfalten im Zusammenspiel mit einer Wärmespeicherung jedoch ihre größte Wirkung. Für die nachhaltige Heizwärmeversorgung des Mahle-Standortes bei Stuttgart ist ein geothermisches Erdsondenfeld als Wärmespeicher ausgewählt worden, um die im Sommer durch PVT gewonnene Wärmeenergie für den Heizbetrieb in den Wintermonaten zu speichern. Hierfür sind dank der Regeneration durch die PVT-Module signifikant weniger Bohrmeter als für reine geothermische Anlagen erforderlich.

Sunmaxx: PVT-Module für den Mahle-Standort in Vaihingen-Enz
Wilhelm Stein, CEO von Sunmaxx.
(Bild: Mahle GmbH)

Nach der Umstellung profitiert Mahle von sehr wettbewerbsfähigen Strom- und Wärmepreisen. Mit den PVT-Modulen von Sunmaxx löst sich der Mahle-Standort nahezu vollständig von Erdgas und macht seine Infrastruktur weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern. „Durch PVT sind die Energiekosten skalier- und damit planbar. In den nächsten dreißig Jahren ist, anders als beispielsweise bei Gas, mit keiner Steigerung zu rechnen. Mahle macht es vor: Projekte wie dieses sind eine Chance für Industrieunternehmen, ihre Energieausgaben konstant zu halten und stellen eine wirtschaftliche Lösung zur Erreichung ihrer Klimaziele dar," erklärt Wilhelm Stein, CEO von Sunmaxx.

Weitere Informationen:
https://www.mahle.com/de/

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