Neues Stadtquartier in UtrechtWie Roboter zum Projekterfolg beitragen
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Andreas Müller
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In Utrecht, Niederlande entsteht von 2020 bis 2030 das Stadtquartier Cartesius. Durch den Einsatz zweier Bauroboter, der BauBots von Fischer, ließen sich ca. 4‘800 Löcher vollautomatisch in die Decke eines im Bau befindlichen Wohngebäudes bohren, was Überkopfmontagen erheblich erleichterte sowie die Effizienz und Präzision der Arbeiten deutlich steigerte.
Selbst bei beengten Platzverhältnissen und komplexer Statik bewährten sich die BauBots durch präzise Bohrarbeiten – unterstützt durch ein durchdachtes Lastverteilungssystem.
(Bild: Fischer)
Mit über 2‘800 Wohnungen, von Sozialwohnungen bis hin zu luxuriösen Penthäusern, einem großen Park, einer Schule, einem Supermarkt, Restaurants und weiteren Einrichtungen entsteht mit Cartesius Utrecht ein Stadtquartier, das Bewohnern alles bietet, was sie für ein komfortables Leben brauchen. Das Projekt zielt darauf ab, eines der gesündesten, verkehrsberuhigtesten und fahrradfreundlichsten Viertel der Niederlande zu schaffen. Wert gelegt wird dabei auf Nachhaltigkeit, neuartige Energielösungen und Shared Mobility.
Stadtquartier mit mehr als 2‘800 Wohnungen
Cartesius ist eine Entwicklung des Cartesius-Konsortiums MRP und BallastNedam Development – beides niederländische Immobilienentwicklungsunternehmen mit starker Präsenz in städtischen Gebieten – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Utrecht und NS Stations, dem Stadt- und Landschaftsarchitekturbüro Mecanoo, EVA Architecten (Okinawa und CartesiusParking),Paul de Ruiter Architecten (Nicoya und Loma Linda),de Architekten Cie. (Baunei), dem Projektmanagement in Kooperation mit Drees & Sommer Netherlands, sowie in der Realisierungsphase 2 Heddes Bouw & Ontwikkeling (het CAB, Okinawaund Parkgarage) und Ballast Nedam West (Nicoya).
„Zu unserem erfolgreichen Einsatz der BauBots bei dem Cartesius-Neubau in Utrecht trug unser integraler Projektansatz maßgeblich bei“, betont Jan Popma, Technischer Manager für die Benelux-Länder beim Befestigungsspezialisten Fischer. „Von Beginn an wurden verschiedene Akteure eingebunden, um Synergien zu nutzen und den Projekterfolg zu maximieren.“
Integrierter Projektansatz
Der Projektansatz begann bei der Planung durch den Statiker und bezog alle relevanten Partner ein: den Kunden, den Bauunternehmer, den Subunternehmer und mehrere Logistikdienstleister. Mit seiner 2024 gegründeten BauBot ServicesGmbH und der niederländischen Fischer Landesgesellschaft bot Fischer sämtliche Dienstleistungen zum Roboter-Einsatz aus einer Hand an. Die Services umfassten die Unterstützung bei der Erstellung des digitalen Bauplans und die professionelle Begleitung der Bohrarbeiten durch einen Operator vor Ort. Zusätzlich sorgten Ersatzroboter, Ersatz-Endeffektoren und Ersatz-Operatoren für einen durchgehend reibungslosen Ablauf. Auch Bohrer und Verbrauchsmaterial waren im Angebot inkludiert.
Rundum-Service für maximale Effizienz: Digitale Baupläne, Operator-Support und einsatzbereite Ersatzsysteme sorgten für einen reibungslosen BauBot-Betrieb auf der Baustelle.
(Bild: Fischer)
Das Cartesius-Projekt zeigt, wie die digitale Dokumentationbeim Bauen mit den BauBots die Effizienz auf der Baustelle zusätzlich steigern kann: Prozessparameter jedes einzelnen Schrittes inklusive Bohrlochtiefen, Bewehrungstreffer und weiterer wichtiger Angaben wurden präzise erfasst.
Einsatz der Bauroboter
„Unsere BauBots trugen entscheidend zum Projekterfolg bei“, betont Emil Kral, Geschäftsführer der Fischer BauBot ServicesGmbH. „Sie bohrten rund 4‘800 hammergebohrte Löcher mit 6 mm Durchmesser und 50 mm Tiefe mit höchster Präzision und Geschwindigkeit in die Betondecke. Das erhöhte die Effizienz und Präzision der Montagearbeiten erheblich.“
Darüber hinaus entlasteten die Bauroboter die Verarbeiter von körperlich anstrengenden, strapazierenden Tätigkeiten und reduzierten ihr Verletzungsrisiko. Die integrierte Staubabsaugung sorgte für eine saubere, gesundheitsschonende Arbeitsumgebung und garantierte gleichzeitig die zulassungskonforme Montage der eingesetzten mechanischen Anker.
Emil Kral führt weiter aus: „So belegen unsere BauBots, wie sich Fischer Pionier-Lösungen in der Praxis behaupten. Der Einsatz unserer Bauroboter passte perfekt zur Philosophie unseres Kunden Fleurbaaij Totaal Afbouw, der konsequent auf moderne Technologien setzt.“
Erfolgreiche Produktintegration
Durch die enge Zusammenarbeit und den Austausch aller internen und externen Projektbeteiligten konnten neben den BauBots auch die jeweils passenden fischer Befestigungslösungen zur Planung und Ausführung der Cartesius-Bauten eingesetzt werden. Anwendung fanden bereits der Bolzenanker FAZ II Plus, die Betonschraube UltraCut FBS II, die sensorintegrierte Unterlegscheibe SensorDisc und über 5‘000 m der Montageschiene FLS 30 aus dem Fischer Leichten Schienensystem (FLS) – und der Befestigungsexperte begleitet seine Partner weiter bis zum erfolgreichen Projektabschluss.
Lösung zur Befestigung der abgehängten Decke
Für die Befestigung der abgehängten Decke des Wohngebäudes wurde eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt, die FLS 30-Montageschienen, M10-Gewindestangen und FBS II 6- Betonschrauben des Befestigungsexperten kombiniert. Mit dem Bauunternehmer und dem Subunternehmer wurden alle Details zur Überkopfmontage des Systems abgestimmt. Ein Raster aus 600 mm x 600 mm Löchern wurde gebohrt, das die exakte Installation ermöglichte. Nachdem die BauBots die Bohrlöcher gemäß dem BIM-Modell schnell und präzise ausführten, war die Montage der abgehängten Decke mit den Fischer Befestigungs- und Installationssystemen ein einfacher Schritt. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten konnten die Prozesse reibungslos und effizient durchgeführt werden.
Stand: 16.12.2025
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Installationsherausforderungen gemeistert
„Die Fahrtrichtung der BauBots war zwar stark eingeschränkt, auch lag eine komplexe Tragwerksgeometrie vor, und es musste für eine sichere Lastverteilung gesorgt werden. Doch unsere BauBots leisteten dennoch exzellente Arbeit“, sagt EmilKral. Die Bohrarbeiten fanden in etwa 20 m Höhe auf einem Gerüst statt. Die Roboter wurden mit FMS-Schienen (Fischer Massives Schienensystem) zur Lastverteilung ausgestattet, die an jeder Stütze angebracht wurden. Zusätzlich bewegten sich die Bauroboter ausschließlich auf speziell ausgelegten Lastverteilungsplatten. Die Bohrarbeiten gelangen dabei problemlos – selbst bei der niedrigen Raumhöhe von 3,2 m und der komplexen Tragwerksgeometrie mit zahlreichen Querträgern, welche die effektive Arbeitshöhe auf 2,7 m begrenzten.
Digitale Kompetenz trifft auf Baupraxis
Der integrierte Projektansatz von Fischer, der die Erfahrungen verschiedener Disziplinen und Partner zusammenbrachte, trug zum erfolgreichen Einsatz der BauBots beim Cartesius- Projekt bei. Dank enger Zusammenarbeit aller Projektbeteiligter konnten die Bauroboter ihre Leistungsmerkmale ausspielen: höhere Produktivität, maximale Präzision, bessere Arbeitsbedingungen und gesteigerte Sicherheit.