Start-up gewinnt Mittelstandspreis Wie KI das Bauschuttrecycling effizienter macht

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

Das Unternehmen Optocycle gewinnt den mit 20‘000 Euro dotierten Hauptpreis des VR-InnovationsPreises Mittelstand. Damit ist das 2022 gegründete Start-up aus Tübingen eines der jüngsten Preisträger in dieser Kategorie. Es überzeugte die Jury durch den hohen Innovationsgrad seiner Technologie, die mittels künstlicher Intelligenz das Bauschuttrecycling effizienter macht.

Dr. Ulrich Theileis, Präsident des Baden-Württembergischer Genossenschaftsverbands, (links), Herr Max-Frederick Gerken, Gründer & CEO von Optocycle (mitte), und Herr Lars Wolff, Gründer & CTO von Optocycle (rechts).(Bild:  Optocycle)
Dr. Ulrich Theileis, Präsident des Baden-Württembergischer Genossenschaftsverbands, (links), Herr Max-Frederick Gerken, Gründer & CEO von Optocycle (mitte), und Herr Lars Wolff, Gründer & CTO von Optocycle (rechts).
(Bild: Optocycle)

Die Optocycle GmbH hat den Hauptpreis des VR-InnovationsPreises Mittelstand gewonnen und ist damit eines der jüngsten Unternehmen in der Geschichte des Preises. “Wir fühlen uns geehrt, den VR-InnovationsPreis Mittelstand gewonnen zu haben", sagt Max-Frederick Gerken, CEO von Optocycle. Das Geschäftsmodell des 2022 gegründeten Startups aus Tübingen beruht auf einer künstlichen Intelligenz, die mineralische Bauabfälle erkennt und analysiert.

Vereinfachtes Bauschuttrecycling

“Das vereinfacht das Bauschuttrecycling erheblich und bringt Transparenz in den größten Stoffstrom der Welt”, erläutert Gerken. Neben dem Titel erhält Optocycle von den Volksbanken Raiffeisenbanken ein Preisgeld in Höhe von 20‘000 Euro. Damit ist der Preis einer der bedeutendsten Innovationspreise für die mittelständische Wirtschaft in Deutschland.

Optocycle arbeitet mit Mittelständlern im Bauwesen zusammen, insbesondere in der Bauschuttverwertung und -aufbereitung. Eine Kamera erfasst die oft bunt zusammengewürfelten, mineralischen Überreste, wie Beton, Ziegel, Gips oder Keramik. Die von Optocycle programmierte KI wertet die Bilder aus und liefert den Partnerunternehmen relevante Echtzeitdaten.

“Durch das gewonnene Wissen darüber, was sich beispielsweise auf den LKW-Ladungen befindet, können die Recycling-Unternehmen zielgenau und effizient mit der Aufbereitung beginnen und die erhaltenen Materialien besser kategorisieren und abrechnen”, erläutert Gerken. Diese Prozesse seien zuvor größtenteils analog, manuell oder gar nach Augenmaß vonstattengegangen.

230 Millionen Tonnen Bauschutt pro Jahr in Deutschland

Der Präsident des Baden-Württembergischer Genossenschaftsverbands, Dr. Ulrich Theileis, erläutert die Entscheidung: “Allein in Deutschland entstehen jedes Jahr rund 230 Millionen Tonnen Bauabfall. Die Technologie von Optocycle hat das Potenzial, die Bauwirtschaft nachhaltiger und transparenter zu machen. Bei der Innovation handelt es sich um eine zukunftsweisende Verbindung von Ökonomie und Ökologie.” Und Gerken ergänzt: “Besonders das Beiwort ‘Mittelstand’ zeigt, dass Start-ups wie wir nicht zwingend selbst dem klassischen deutschen Mittelstand angehören müssen, um diesen zu unterstützen. Vielmehr sind wir die neue Generation des Mittelstandes.”

Nächster Schritt: Skalierung

Max-Frederick Gerken appelliert dabei an die Offenheit für Kooperationen zwischen Mittelstand und jungen Tech-Start-ups. “Unsere Vision ist eine Welt, in der jeder Bauschutt auch ein neuer Baustoff ist. Das schaffen wir nicht allein. Die Branche muss an einem Strang ziehen. Gemeinsam können wir am meisten bewegen”, sagt er. Der nächste Schritt für Optocycle sei die Skalierung der Technologie, um diese bei weiteren Partnerunternehmen zu implementieren. “Das Interesse ist groß. Wir freuen uns auf die nächsten Wochen und Monate”, schließt Gerken ab.

Weitere Informationen: https://optocycle.com/ 

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