In Weißenhorn wird erstmals weltweit ein Keller im mobilen, automatisierten 3D-Betondruck direkt auf der Baustelle realisiert. Mehrere Unternehmen haben sich zusammengetan, um die nächste Entwicklungsstufe dieser Technologie umzusetzen.
Der Drucker Instatiq P1 verbindet bewährte Baumaschinentechnik mit hochpräziser Robotik und setzt digitale Entwurfsdaten direkt auf der Baustelle um.
Das zukunftsweisende Projekt im 3D-Betondruck vereint die Expertise von Rupp Gebäudedruck (ausführendes Bauunternehmen), Instatiq (mobiler 3D-Betondrucker), Heidelberg Materials (3D-Druckbeton), Remmers (Bauwerksabdichtung), Inotec (Maschinentechnik, Misch- und Pumptechnik) sowie Liebherr (mobile Energieversorgung).
Zentral im Bauprozess ist der InstatiqP1 („Progress One“) – ein mobiler Großraum-Roboter für den 3D-Betondruck. Der Drucker verbindet bewährte Baumaschinentechnik mit hochpräziser Robotik und setzt digitale Entwurfsdaten direkt auf der Baustelle um. Mit einer Reichweite von bis zu 26 Metern und einer Druckgeschwindigkeit von bis zu zehn Zentimetern pro Sekunde entstehen direkt auf der Baustelle tragende Betonwände Schicht für Schicht, ohne Schalung, aber mit millimetergenauer Präzision.
Erstmals weltweit wird ein Keller im mobilen 3D-Betondruck direkt auf der Baustelle realisiert.
Mit einer Reichweite von bis zu 26 Metern und einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 10 Zentimetern pro Sekunde entstehen direkt auf der Baustelle tragende Betonwände Schicht für Schicht.
Für den mobil 3D-gedruckten Keller in Weißenhorn kam ein spezieller Beton von Heidelberg Materials zum Einsatz, der eigens für den mobilen 3D-Druck weiterentwickelt wurde.
„Mit dem ersten mobil 3D-gedruckten Keller zeigen wir, dass 3D-Betondruck nun auch für komplexere und hoch beanspruchte Strukturen bereit ist“, erklärt Markus Frasch, Geschäftsführer von Instatiq. „Unser mobiler 3D-Betondrucker bringt industrielle Fertigungsqualität direkt auf die Baustelle – effizient, nachhaltig und digital.“
3D-Druckbeton und Abdichtung
Für den mobil 3D-gedruckten Keller in Weißenhorn kam ein spezieller Beton von Heidelberg Materials zum Einsatz, der eigens für den mobilen 3D-Betondruck weiterentwickelt wurde. Der eingesetzte Transportbeton zeichnet sich durch optimale Pumpfähigkeit, hohe Formstabilität und eine schnelle Festigkeitsentwicklung aus – entscheidend für den automatisierten Bauprozess mit mobilen Drucksystemen. Heidelberg Materials greift dabei auf die leistungsfähige Anlagentechnik seines neuen Werkes in Weißenhorn zurück und nutzt gleichzeitig das Projekt, um wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Anforderungen zukünftiger Projekte im mobilen 3D-Betondruck zu gewinnen.
Remmers brachte seine Expertise in der Bauwerksabdichtung und Bauchemie in das Projekt ein und sorgte für eine dauerhaft sichere Abdichtung des erstmals mobil 3D-gedruckten Kellers im erdberührten Bereich. Zum Einsatz kam die zweikomponentige, multifunktionale Bauwerksabdichtung MB 2K, die sich flexibel an die Geometrie der gedruckten Betonoberflächen anpasst und die hohen Anforderungen an Dichtheit und Dauerhaftigkeit erfüllt. Die Applikation erfolgte im Spritzverfahren mit der Förderpumpe InoBEAM M8 von Inotec, wodurch eine gleichmäßige und nahtlose Abdichtung bei effizientem Baustellenablauf gewährleistet wurde.
Effizienz und Nachhaltigkeit durch den mobilen Energiespeicher
Ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Baustellenversorgung gelingt mit dem mobilen Energiespeicher von Liebherr. Auf der Baustelle in Weißenhorn versorgt der Speicher unter anderem den 3D-Drucker – und das besonders effizient: CO₂-Emissionen und Lärmbelastung werden reduziert. Denn der Speicher gibt im Gegensatz zum permanent laufenden Dieselaggregat die Energie bedarfsgerecht ab.
Der mobile Energiespeicher von Liebherr versorgt auf der Baustelle in Weißenhorn unter anderem den 3D-Drucker – CO₂-Emissionen und Lärmbelastung werden signifikant reduziert.
Die komplett elektrifizierte Anlagentechnik und der präzise Materialeinsatz stehen für den nachhaltigen Ansatz der Projektpartner: Die Technologie reduziert den Materialverbrauch auf das tatsächlich Erforderliche und senkt den CO₂-Ausstoß gegenüber konventionellem Mauerwerk deutlich.
3D-Betondruck: Praxisgerechte Umsetzung in Weißenhorn
Die Ausführung übernahm Rupp Gebäudedruck, die den Druck des Kellers innerhalb weniger Tage realisierte. Der Instatiq P1 war innerhalb von nur 60 Minuten betriebsbereit und druckte die Kellerwände vollautomatisch nach digitalem Modell.
Remmers brachte seine langjährige Erfahrung in bauchemischen Produkten und reaktiver Bauwerksabdichtung ein.
„Der Keller ist das Fundament jedes Bauwerks – und jetzt auch das Fundament einer neuen Bau-Ära“, sagt Michael Oßwald, Geschäftsführer Rupp Gebäudedruck. „Das Projekt in Weißenhorn zeigt, wie digitale Prozesse und mobile Robotik den Rohbau transformieren – mit höchster Präzision, weniger Material und klar getakteten Abläufen.“
Ein wichtiger Schritt für das Bauwesen
Mit dem weltweit ersten mobil 3D-gedruckten Keller in Weißenhorn demonstriert das Partnernetzwerk, wie sich digital gesteuerter Betonbau nun auch in komplexen Strukturen realisieren lässt. Das Ergebnis könnte einen neuen Standard für Automatisierung, Präzision und Nachhaltigkeit im Hoch- und Rohbau setzen.
Stand: 16.12.2025
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Bautafel:
Projekt: Keller-Geschoss (Mehrfamilienhaus) in 3D-Betondruck, Weißenhorn
Bauherr: Michael Rupp Immobilien GmbH & Co. KG, Weißenhorn