3D-Baustellensteuerung Warum ein Construction-Tech-Start-up den Sprung nach Japan wagt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Specter automation, Anbieter einer Lösung für die Baustellensteuerung in 3D, expandiert nach Japan und geht eine Partnerschaft mit dem größten japanischen Baukonzern Kajima Corporation ein.

Gründerteam (von links nach rechts): Oliver Eischet, Max Gier, Niklas Beese, Moritz Cremer,  Emanuel Groh.(Bild:  Specter automation)
Gründerteam (von links nach rechts): Oliver Eischet, Max Gier, Niklas Beese, Moritz Cremer, Emanuel Groh.
(Bild: Specter automation)

Das Construction-Tech-Start-up Specter automation gibt seinen erweiterten Eintritt in den japanischen Markt bekannt. Mit der Implementierung seiner Software zur Baustellensteuerung in 3D bei der renommierten Kajima Corporation unterstreicht Specter automation seine internationale Wachstumsstrategie und seine Position als weltweiter Anbieter innovativer Lösungen für die Bauindustrie.

Japan als Ursprungsland des Toyota Production Systems (TPS) schuf mit der Kultur des Lean Managements die Grundlagen, für die mittlerweile weltweit gängigen Methoden der LEAN Construction. Als technologische Vorreiternation bietet das Land somit enorme Chancen für die digitale Transformation im Bauwesen. Der japanische Markt ist nicht nur einer der größten der Welt, sondern zeichnet sich auch durch eine hohe Affinität zu Digitalisierung und Innovation aus. Durch den Einsatz seiner weltweit anerkannten Lösungen strebt Specter automation danach, die Effizienz und Produktivität von Bauprojekten nun auch in Japan deutlich zu steigern.

Internationale Partnerschaften zur Verbesserung von Bauprozessen

„Seit unserer Gründung im Mai 2021 sehen wir uns bei Specter automation als internationales Unternehmen“, so Oliver Eischet, Mitgründer und CEO. So entstand auch der Erstkontakt zur renommierten Kajima Corporation im Silicon Valley bei einer Veranstaltung vom weltweiten Wagniskapitalgeber Plug and Play, an der specter automation im Jahr 2022 teilnahm. Anders als die meisten Baukonzerne aus dem DACH-Raum, unterhalten große japanische Baukonzerne wie Kajima, Shimizu und Takenaka dort sogenannte Innovation Offices. Diese sind darauf spezialisiert, nahe an den fortschrittlichsten Technologien und Unternehmen zu sein, Start-ups zu scouten und innovative Lösungen für ihr Unternehmen zu identifizieren und zu implementieren.

Der Weg zur teilautomatisierten Baustellensteuerung am 3D-Modell

Nach dem Erstkontakt mit Kajima folgten weitere gegenseitige Besuche in Deutschland sowie vor Ort in Japan. Dies führte schließlich zu einer Partnerschaft, in deren Rahmen die Kajima Corporation Specter automation in ihre Projekte im Kansai-Gebiet in Japan integrierte. Zu diesen Projekten gehören unter anderem ein Hochhaus, eine Produktionsanlage eines bedeutenden Halbleiterproduzenten und ein Ausstellungszentrum.

Die Specter-Software ermöglicht dabei den Übergang von traditionellen Baustellensteuerungsmethoden in 2D mittels Stift und Papier, hin zur teilautomatisierten Baustellensteuerung am 3D-Modell. Dadurch spart Kajima nach eigenen Angaben täglich etwa eine Stunde manuelle Arbeit pro Nutzer und steigert die Effizienz erheblich.

Prozesse vor und nach der Einführung von Specter

Vor der Einführung von Specter wurden Projektinformationen bei Kajima durch eine Kombination aus Excel-Tabellen, handschriftlichen Notizen und bearbeiteten 2D-Zeichnungen verwaltet. Diese Methoden waren standardisiert, aber ineffizient und fehleranfällig.

Nach der Einführung der Specter-Software nutzt Kajima 3D-Modelle für zentrale Bauprozesse wie Wochenplanung, Kommunikation und Fortschrittsdokumentation. Specter verbessert zudem die Besprechungen bei Kajima durch Echtzeit-Updates und umfassende Projektübersichten, was die Entscheidungsfindung erheblich verbessert hat.

Hidekazu Takeuchi, General Manager of the Productivity Enhancement and Technical Support Group of Kajima's Kansai Branch, betont:

„Mit Specter ist das Verständnis komplexer Bauprozesse wesentlich einfacher geworden. Wir nutzen die Software, um vergangene und zukünftige Baustellenprozesse visuell darzustellen, sodass komplexe Sachverhalte von allen Beteiligten leicht verstanden werden können.“

Leistungsmerkmale der Specter-Software für Kajima

Die Einführung der Specter-Software bei Kajima hat zu signifikanten Effizienzsteigerungen  geführt. Die wichtigsten Vorteile umfassen:

  • Zeitersparnis: Täglich wird etwa eine Stunde an manuellen Planungs- und Aktualisierungsaufgaben eingespart.

  • Zukunftssichere Prozesse: Neue Mitarbeiter können schneller eingearbeitet werden und bestehende Mitarbeiter profitieren von verbesserten Qualifikationen.

  • Erhöhte Transparenz und Effizienz: Durch eine klare Visualisierung ist in jedem Bauprozess sofort ersichtlich, was von wem und wann zu erledigen ist.

Weitere Informationen: www.specter-automation.com 

 Kajima Corporation

Die 1840 gegründete Kajima Corporation ist mit einem Umsatz von etwa 2,53 Billionen Yen  (ca. 16,32 Milliarden Euro), wovon etwa 70 Prozent auf Japan entfällt und 30 Prozent auf den weltweiten  Markt, sowie über 19‘810 Mitarbeitern eines der ältesten und renommiertesten  Bauunternehmen Japans. Bekannt für ihre technologische Expertise realisiert Kajima komplexe Projekte von Wolkenkratzern über Infrastrukturbauten bis hin zu nachhaltigen Gebäuden. Mit Niederlassungen weltweit treibt das Unternehmen die digitale Transformation  in der Bauindustrie voran. 

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