AVA Vergabeplattform: Arbeitserleichterung durch Digitalisierung

Ein Gastbeitrag von Verena Mikeleit 2 min Lesedauer

Obwohl die elektronische Vergabeplattform RIB e-Vergabe public in Sachsen noch nicht flächendeckend bekannt ist, punktet sie durchweg beim Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Insbesondere bei großen Bauprojekten.

(Bild:  RIB)
(Bild: RIB)

Die Vergabestelle des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist verantwortlich für sämtliche öffentlichen Vergabeverfahren ab einem Auftragswert von 25.000 Euro (netto). Die beim Landkreis in der Vergangenheit eingesetzte sächsische e-Vergabelösung wurde bereits vor Beginn der Coronapandemie im Jahr 2020 durch die Software iTWO e-Vergabe public von RIB ersetzt. Obwohl die Software derzeit nur von wenigen Landkreisen im Freistaat Sachsen angewendet wird, überzeugte sie die Verantwortlichen des Amts für Finanzverwaltung. Sie sorgt nicht nur für eine gesetzeskonforme Bieterkommunikation, sondern bringt durch die bearbeitbaren, unmittelbar an das Vergaberecht von Bund und Ländern angelehnten, PDF-Formulare sehr viele Vorteile und gewährleistet die geforderte Rechtssicherheit.

Große Arbeitserleichterung durch Vergabeplattform

Ein Großteil der Fachbereiche setzt die Plattform für freihändige Vergaben unter dem Schwellenwert von 25.000 Euro gerne ein. Vor allem die Sicherheit und die erhebliche Arbeitserleichterung wird sehr geschätzt, denn die Formblätter enthalten die wesentlichen Kriterien aus der Vergabehandbüchern, lassen sich aber grundsätzlich bearbeiten. Diejenigen Informationen, die die Mitarbeitenden der Fachbereiche noch eintragen müssen, sind relativ überschaubar. Da sich die Schritte schnell und einfach durchführen lassen, ist die Dokumentation immerzu sichergestellt.

Das Vergaberecht ist komplex. Jedes Verfahren ist stets als Einzelfall zu betrachten. Ein Verfahren nach Schablone gibt es nicht. Die Formblätter der Vergabeplattform vereinfachen diese Aufgaben und vereinheitlichen die Verfahren dabei außerdem bis zu einem gewissen Grad. Auf diese Weise lässt sich der Arbeitsaufwand signifikant reduzieren.

Leistungssportzentrum in Altenberg: Dank der Vergabeplattform von RIB waren eine gesetzeskonforme Bieterkommunikation und die geforderte Rechtssicherheit gewährleistet. (Bild:  Landratsamt Landkreis Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge)
Leistungssportzentrum in Altenberg: Dank der Vergabeplattform von RIB waren eine gesetzeskonforme Bieterkommunikation und die geforderte Rechtssicherheit gewährleistet.
(Bild: Landratsamt Landkreis Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge)

In den Pandemiejahren 2020 und 2021 wurden die Bauvergaben des Landkreises Sächsische Schweiz-Ost-erzgebirge in elektronischer Form durchgeführt. Über die RIB-Plattform erhielten die beteiligten Bieterunternehmen das Submissionsprotokoll somit ebenfalls auf elektronischem Wege. So war die Plattform sehr hilfreich bei der Durchführung von Submissionen während der Coronazeit.

Die größte Unterstützung ist wohl bei Großprojekten geboten. Sehr schnell können hier Leistungsverzeichnisse mit 80 oder gar 100 Seiten zusammenkommen. Zu den aktuellen Großprojekten des Landkreises zählt das sich derzeit im Bau befindliche Leistungssportzentrum Altenberg. Am prominenten Wintersportort entsteht ein modernes Trainingszentrum für Rodel-, Bob- und Skeletonsport, das voraussichtlich 2024 eröffnet werden soll. Die elektronische Vergabe erleichtert das tägliche Arbeiten immens.

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