Geobasisdaten für digitales Bauen Verbände veröffentlichen Positionspapier

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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BuildingSMART Deutschland (bSD), die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) und der Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI) haben am 23. Mai 2025 ein gemeinsames Positionspapier mit dem Titel „Amtliche Geobasisdaten als Basis für digitale Prozesse beim Planen, Bauen und Betreiben“ veröffentlicht.

Karin Schultze (AdV), BDVI-Vizepräsident Dipl.-Ing. Rainer Brüggemann und bSD-Geschäftsführer Gunther Wölfle (v. l. n. r.) unterzeichneten am 23. Mai 2025 das Positionspapier „Amtliche Geobasisdaten als Basis für digitale Prozesse beim Planen, Bauen und Betreiben“. (Bild:  DVW e. V.)
Karin Schultze (AdV), BDVI-Vizepräsident Dipl.-Ing. Rainer Brüggemann und bSD-Geschäftsführer Gunther Wölfle (v. l. n. r.) unterzeichneten am 23. Mai 2025 das Positionspapier „Amtliche Geobasisdaten als Basis für digitale Prozesse beim Planen, Bauen und Betreiben“.
(Bild: DVW e. V.)

Die drei Organisationen haben ihre Kräfte gebündelt, um die Integration von Geobasisdaten in digitale Bauprozesse voranzutreiben. Ihr gemeinsames Ziel ist die Schaffung einheitlicher Standards für den Datenaustausch zwischen Geoinformationssystemen (GIS) und Building Information Modeling (BIM), um die Digitalisierung der Baubranche zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

Geobasisdaten für digitale Bauprozesse

„Die Baubranche bewegt sich mit großen Schritten in Richtung Digitalisierung. Der daraus resultierende Paradigmenwechsel geht mit neuen Anforderungen an das Vermessungswesen einher und hat Effekte auf die meisten geodätischen Fachverfahren, die direkt oder indirekt an den Prozessen von Planen, Bauen und Betreiben partizipieren“, heißt es im Positionspapier. Die drei Organisationen sehen in der Zusammenarbeit die Chance, ihre jeweiligen Kompetenzen zu vereinen: BSD als Kompetenznetzwerk für digitales Planen und Bauen, AdV als Koordinator des amtlichen deutschen Vermessungswesens und BDVI als Vertreter der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure.

Integrierte GIS- und BIM-basierte Planungen

Kernpunkt des Papiers ist die Vision „Digitaler Zwillinge“, die integrierte GIS- und BIM-basierte Planungen ermöglichen sollen. Die drei Organisationen erklären, dass dafür „Geobasiszwillinge“ der Vermessungsverwaltungen mit „Fachzwillingen“ (zum Beispiel Leitungskataster, Straßenkataster, Flächennutzungspläne) verbunden werden, um mit diesen Zwillingen konkrete Fragestellungen beantworten zu können.

Das Positionspapier enthält zudem konkrete Wünsche, die sich aus den Erfahrungen der Anwender durch die Nutzung amtlicher Geobasisdaten ergeben: darunter die Vereinheitlichung von Datenstrukturen, flächendeckende und interoperable Bereitstellung von Geobasisdaten sowie die Entwicklung von Standards für die Rückführung semantischer Bauwerksmodelle in Geoinformationen. In den kommenden Schritten wird es darum gehen, zu prüfen, was, wie, wann und mit welchem Aufwand effizient und wirkungsvoll realisiert werden kann.

Wichtiger Schritt für die Bau- und Vermessungsbranche

Prof. Dr. Cornelius Preidel (bSD), vertreten durch BSD-Geschäftsführer Gunther Wölfle, Karin Schultze (AdV) und Clemens Kiepke (BDVI), vertreten durch BDVI-Vizepräsident Dipl.-Ing. Rainer Brüggemann unterzeichneten das Positionspapier, das einen wichtigen Meilenstein für die digitale Transformation der Bau- und Vermessungsbranche darstellt.

Das Positionspapier steht beim bSD Verlag hier zum kostenfreien Download bereit. 

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