CAFM Sustainability-Management-System: Hebel im Kampf um den Klimaschutz

Ein Gastbeitrag von Gilfe Tweer 3 min Lesedauer

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Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Der Betrieb von Gebäuden verursacht in Deutschland etwa 35 Prozent des Energieverbrauchs und etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen. Um das enorme Optimierungspotenzial von Immobilien für mehr Klimaschutz zu nutzen, hat Keßler Solutions sein Produkt- und Beratungsportfolio um das CAFM-System FAMOS zu einem Sustainability-Management-System (SMS) erweitert.

Digital Twin des Bürogebäudes von Keßler Solutions in der Nordstraße, Leipzig. (Bild:  Keßler Real Estate Solutions GmbH)
Digital Twin des Bürogebäudes von Keßler Solutions in der Nordstraße, Leipzig.
(Bild: Keßler Real Estate Solutions GmbH)

Die Anforderungen an mehr Nachhaltigkeit motivieren Unternehmen neben dem Umweltfaktor auch soziale und unternehmerische Aspekte in integrierten Konzepten zu berücksichtigen. Im Kontext bedeutet Nachhaltigkeit, die Betriebs- und Instandhaltungspraktiken von Gebäuden und Anlagen so zu gestalten, dass sie sozial, ökologisch und wirtschaftlich verträglich sind. Das umfasst die Reduktion von Ressourcenverbräuchen, einen achtsamen Umgang mit Nutzenden und verantwortungsvolle Betriebsabläufe. Unternehmen und Organisationen sind dazu verpflichtet, Nachhaltigkeitskonzepte zu integrieren, um den steigenden Anforderungen von Investoren und Interessengruppen gerecht zu werden. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind sich gegenseitig verstärkende Säulen im Transformationsprozess, insbesondere in der Immobilienbranche. Die Digitalisierung sollte als Hebel dienen, um die Transformation zur Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Sustainability-Management-System: Potenziale nutzen

Ursprünglich war CAFM nur eine Softwareumgebung, die verschiedene FM-Aufgaben zur Wartung, Verwaltung und Dokumentation unterstützte. In einem qualifizierten System 
stehen zahlreiche Daten und Prozesse für Strategie, Maßnahmenumsetzung und Controlling zur Verfügung: infrastrukturelle, technische und kaufmännische Daten, eingerichtete Workflows, Schnittstellen und Automatisierungen. Mobile Anwendungen wie die Asset-App oder die Begehungs-App bieten unkompliziert Abhilfe, wenn Daten fehlen oder veraltet sind.

Ein Sustainability-Management-System (kurz SMS) kombiniert diese Funktionen und Prozesse mit modernen Technologien, Nachhaltigkeitsstrategien, Reporting-Tools, Audits und kontinuierlicher Weiterentwicklung zur bestmöglichen Optimierung. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, um auf dieser Basis gesetzlichen Anforderungen und wachsendem gesellschaftlichen Druck entgegenzutreten. Mit Blick auf gesetzliche Pflichten in der Nachhaltigkeitsberichterstattung bietet Keßler unter anderem das ESG-Scoring-Tool an.

Das SMS umfasst alle Aspekte des ESG (Environmental, Social, Governance). Durch die Integration moderner Technologien eröffnen sich neue Horizonte: Sensoren analysieren Daten in Echtzeit, KI-Algorithmen erkennen Muster, die Simulation von Zukunftsszenarien wird immer verlässlicher, der Digital Twin ermöglicht virtuelle Begehungen via AR und Apps bieten nicht nur Arbeitserleichterungen, sondern auch mehr Zufriedenheit aller Stakeholder durch einfachen Zugang.

Smart Buildings mit IoT

Intelligente Zähler ermöglichen das Erfassen und Analysieren von Verbrauchswerten in Echtzeit, die Einrichtung von Warnsystemen (Prävention) sowie die Automatisierung von Gebäudefunktionen. Im „Smart Office“ werden Büros durch intelligente Thermostate, Lichtsensoren, digitale Fenster- und Türüberwachung ressourcensparender, effizienter und sicherer. Weitere Optimierungen im nutzungsoptimierten Workplace-Management umfassen digitale Türschilder und Sensoren, die Arbeitsplatzverfügbarkeit in Echtzeit anzeigen.

3D-Drahtgittermodell des Keßler-Bürogebäudes in Leipzig. (Bild:  Keßler Real Estate Solutions GmbH)
3D-Drahtgittermodell des Keßler-Bürogebäudes in Leipzig.
(Bild: Keßler Real Estate Solutions GmbH)

KI kann die Effizienz von Sensorüberwachung durch Echtzeitanalyse steigern und zu einem automatisierten Einsatz von Maßnahmen führen. Sie unterstützt vorbeugende Instandhaltung und Qualitätssicherung, indem sie externe Parameter auswertet, etwa um Vorhersagen über zukünftige Materialbestände oder Verbräuche zu treffen.

Digitale Modelle unterstützen die Arbeit mittels AR, indem sie digitale Inhalte (zum Beispiel TGA-Daten zu Wartungsterminen, verbaute Materialen usw.) in die reale Welt projizieren. In der vorausschauenden Instandhaltung lassen sich potenzielle Fehler und Mängel sowie Einsparpotenziale frühzeitig identifizieren. Virtuelle Audits für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind ebenso möglich wie Optimierungen im Workplace-Management.

Der 2D-Plan der Büroetage von Keßler Solutions kombiniert IoT mit Workplace-Management.(Bild:  Keßler Real Estate Solutions GmbH)
Der 2D-Plan der Büroetage von Keßler Solutions kombiniert IoT mit Workplace-Management.
(Bild: Keßler Real Estate Solutions GmbH)

Apps für Usability und Integration: Sustainability-Management-System

Apps sind unverzichtbarer Bestandteil moderner Gebäudebewirtschaftung. Sie ermöglichen einfaches, workflow-orientiertes Arbeiten und die Schonung wertvoller Ressourcen. Störungsmeldungen werden in Echtzeit vermittelt. Schnell ist der richtige Raum oder Arbeitsplatz gebucht und gefunden. Mit „Maintenance as a Service“ gelangen Beauftragte direkt zu den Daten einer zu prüfenden TGA und greifen auf Tutorials zu. Apps gewährleisten Barrierefreiheit und ermöglichen die Beteiligung aller Immobiliennutzenden – digital wie im Gebäude an sich. Nachhaltigkeit im Immobilienbau und -betrieb erfordert eine ganzheitliche Herangehensweise, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Ziel ist es, langfristige Werte zu schaffen, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden. Die Implementierung moderner Technologien und der Ausbau eines CAFM zu einem Sustainability-Management-System sind wichtige Schritte in diese Richtung. Von nun an hat man den größten Hebel selbst in der Hand.

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