Sonnenschutz Sonnenschutzsysteme als Smart-Home-Ready-Lösung: Beschatten statt Kühlen

Ein Gastbeitrag von Dirk Geigis 4 min Lesedauer

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Steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen werden auch in Deutschland immer mehr zur Normalität und erhöhen in Folge den Bedarf an effektivem Sonnenschutz. Denn Sonnenschutzsysteme reduzieren nicht nur den energieintensiven Einsatz von Klimaanlagen, sondern sorgen auch für eine natürliche Klimatisierung der Innenräume und schützen vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Hitzestaus.

Mit dem flüsterleisen RS100 Solar io steht eine unkomplizierte und leicht nachrüstbare Smart-Home-Ready-Lösung zur Verfügung.(Bild:  Somfy)
Mit dem flüsterleisen RS100 Solar io steht eine unkomplizierte und leicht nachrüstbare Smart-Home-Ready-Lösung zur Verfügung.
(Bild: Somfy)

Mit intelligenten, automatisierten Sonnenschutzlösungen lassen sich Gebäude zukunftssicher an sich verändernde klimatische Bedingungen anpassen. Daher rücken moderne Steuerungstechniken und flexible Nachrüstlösungen verstärkt in den Fokus von Fachplanern und Architekten.

Auch die aktuelle Studie des ­Ingenieurbüros Hauser (IBH) im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) zeigt, dass verschiedene ­Sonnenschutzmaßnahmen ein wirksames Mittel gegen Überhitzung sind. Sie reduzieren den Energieverbrauch für die Klimatisierung und können ihn in vielen Fällen ganz vermeiden.

Sonnenschutzsysteme nach Maß

Somfy bietet als Trägerunternehmen der RTG ein ­großes Repertoire maßgeschneiderter, ­klimafreundlicher Sonnenschutzlösungen.

Die Studie bringt es auf den Punkt: Viele Neubauten und Bestandsgebäude sind nicht ausreichend für sommerlichen Wärmeschutz ausgelegt. Ein Grund dafür ist im Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu sehen, dass keine eindeutige Priorität des baulichen Wärmeschutzes vor der Klimatisierung definiert. Bei Gebäuden, die aktiv gekühlt werden, werden oftmals Abstriche beim Sonnenschutz gemacht. Das ist allerdings weder nachhaltig noch zukunftsfähig. Zudem basieren die Norm-Vorgaben auf veralteten ­Klimadaten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet jedoch für die nächsten zwei Jahrzehnte mit einer deutlichen Zunahme heißer Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Für Architekten und Planende bedeutet dies, dass intelligente Beschattungslösungen bereits bei der Bedarfsplanung und in frühen Entwurfsstadien mit den Bauherren ­besprochen werden sollten.

Natürliche Klimaregulierung

Ohne geeignete Maßnahmen wie ­automatisierten Sonnenschutz könnte der zukünftige Bedarf an Klimaanlagen exorbitant ansteigen, was sowohl die CO2-Emissionen als auch den Energieverbrauch und damit die Energiekosten in die Höhe treiben würde. Aufgrund der Vielzahl und Komplexität mancher Systeme und unklarer Amortisationszeiten verzichten Bauherren mitunter auf effiziente Sonnenschutzsysteme oder sehen hier fälschlicherweise Einsparpotential. Dabei können sich die Anschaffungskosten schnell amortisieren, denn funkmotorisierter und automatisierter Sonnenschutz sperrt nachweislich über 90 Prozent der Hitze aus und reduziert den Einsatz von Klimaanlagen erheblich. Dies trägt außerdem zur Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit von Immobilien bei.

Wohn- und Esszimmer mit großem Südfenster: jährlicher Energiebedarf für Klimatisierung.(Bild:  Ingenierbüro Prof. Dr. Hauser (IBH))
Wohn- und Esszimmer mit großem Südfenster: jährlicher Energiebedarf für Klimatisierung.
(Bild: Ingenierbüro Prof. Dr. Hauser (IBH))

Um konkreter zu werden: Die Sonne liefert bis zu 500 Watt pro Quadratmeter Fensterfläche, weshalb diese eine entscheidende Rolle für die Energiebilanz von Gebäuden spielen. Automatisch gesteuerter Sonnenschutz verbessert die thermische Isolierung der Fenster, generiert solare Erträge und optimiert so die Energiebilanz nachhaltig. Auf diese Art lässt sich laut Studien die Temperatur in den Räumen um vier bis sieben Grad Celsius absenken. In der kalten Jahreszeit wiederum kann die solare Energie tagsüber als natürliche Heizung genutzt und nachts die Wärme im Haus gehalten werden. Dadurch kann der Heizungsverbrauch um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.

Intelligente Steuerungen für Sonnenschutzsysteme aller Art

Die manuelle Bedienung von Sonnenschutzsystemen ist oft mühsam, ineffizient und nicht mehr zeitgemäß. Funkmotorisierte Rollläden, Raffstoren und Screens, die zum Beispiel per Hand- oder Wandsender bedient werden können, bieten hier deutliche ­Vorteile. Am effektivsten ist die Einbindung von Sonnenschutz in ein vernetztes Smart-Home-System wie TaHoma, das die Behänge je nach Tageszeit, Sonneneinstrahlung, Temperatur und den persönlichen Nutzerbedürfnissen automatisch in die passende Position fährt. Dies optimiert nicht nur die Energieeffizienz, sondern erhöht auch den Komfort und steigert den Wert der Immobilie.

Smart Home Ready

Bei Somfy liegt der Fokus auf Produkten, die den Alltag der Endkunden komfortabler und energieeffizienter gestalten. Mit dem Label „Smart Home Ready“ ebnet der Hersteller gemeinsam mit zahlreichen Industriepartnern den Weg ins vernetzte Wohnen. Der modulare Aufbau bietet eine verlässliche Basis für individuelle Umsetzungen und sorgt bei Planern, Fachbetrieben und Verbrauchern für Entscheidungssicherheit und Flexibilität. Auch nachträgliche Erweiterungen sind problemlos realisierbar, weil keine zusätzlichen Steuerleitungen verlegt werden müssen.

Dynamischer Sonnenschutz verbessert die Energiebilanz von Gebäuden nachhaltig.(Bild:  Somfy)
Dynamischer Sonnenschutz verbessert die Energiebilanz von Gebäuden nachhaltig.
(Bild: Somfy)

Im Objektbereich wiederum bietet Somfy leistungsstarke und flexible ­Lösungen auf Basis der eigenen Steuerleitungstechnik animeo IB+ sowie des offenen Bussystems KNX. Ob mehrgeschossige Wohn- oder Nichtwohngebäude: Das Erfolgsrezept basiert darauf, die neuesten, smarten Technologien einfach und komfortabel miteinander zu verbinden. Dabei stehen die planerische Flexibilität und die Offenheit der jeweiligen Lösung immer im Vordergrund.

Bestandsbauten nachrüsten

Für den Gebäudebestand gibt es bisher keine gesetzlichen Anforderungen an den Sonnenschutz. Um bestehende Gebäude an die wachsenden klimatischen Herausforderungen anzupassen, sollte sommerlicher Wärmeschutz auf jeden Fall nachgerüstet werden. Motorisch betriebene Sonnenschutzprodukte können auch nachträglich ohne zusätzliche Stromleitungen installiert werden. Somfy hat mit dem RS100 Solar io einen Smart-Home-Ready-Antrieb entwickelt, der seine Energie komplett über ein leistungsfähiges Solarpanel bezieht. Er ermöglicht eine schnelle und saubere Montage ohne zusätzliche Gewerkeabstimmung. In Kombination mit der Smart-Home-Zentrale TaHoma Switch kann das Solarpanel auch als Sonnensensor fungieren, sodass sich die Rollläden je nach Wetterlage automatisch öffnen und schließen.

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Besonders effektiv ist eine dynamische Sonnenschutzsteuerung, die sich dem Sonnenstand und der Sonneneinstrahlung anpasst. Eine durchgängige Vernetzung ist nicht unbedingt notwendig. Auch einfache Systeme können bereits erhebliche Vorteile bieten. Zudem schützt eine sensorbasierte Steuerung den außenliegenden ­Sonnenschutz durch zentrale Sicherheitsparameter vor Windlasten, Sturm und Hagel, was bei der Planung und Ausführung von Sonnenschutzsys-­temen berücksichtigt werden sollte.

Motorisierter Sonnenschutz erfordert eine vorausschauende Planung, die speziell auf die baulichen Gegebenheiten und Anforderungen des jeweiligen Gebäudes und seiner Nutzer abgestimmt ist.

Davon hängt auch ab, ob Planende Raffstoren empfehlen, die durch variable Lamellenwinkel eine hohe Flexibilität und Feinjustierung des Lichteinfalls ermöglichen, oder ob sie auf Rollläden setzen, die sich durch ihre Robustheit und optimale Dämmeigenschaften auszeichnen. In beiden Fällen spielt die Automation eine Schlüsselrolle, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Nutzer profitieren von einer natürlichen Klimaregulierung, auch in den Zeiten ihrer Abwesenheit.