Erdwärme-Sondenanlage in Schrobenhausen So macht Erdwärme ein Neubaugebiet zukunftsfit

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Bei zukunftsfähigen Neubaugebieten steht die Wärmeversorgung im Fokus. Beim Neubaugebiet „Kellerbergbreite“ in Schrobenhausen zeichnet sich diese vor allem durch ihre Nachhaltigkeit aus. 

Neubaugebiet „Kellerbergbreite“ in Schrobenhausen: Bauer Resources errichtete eine Erdwärmesondenanlage und ein kaltes Nahwärmenetz für insgesamt 64 Wohngebäude. (Bild:  Bauer Gruppe)
Neubaugebiet „Kellerbergbreite“ in Schrobenhausen: Bauer Resources errichtete eine Erdwärmesondenanlage und ein kaltes Nahwärmenetz für insgesamt 64 Wohngebäude.
(Bild: Bauer Gruppe)

Auf einer 5,5 ha großen Fläche hat Bauer Resources im Auftrag der Bürger-Energie-Genossenschaft NeuburgSchrobenhausen-Aichach-Eichstätt eG und in Zusammenarbeit mit der örtlichen Stadtverwaltung und den Stadtwerken eine Erdwärme-Sondenanlage und ein kaltes Nahwärmenetz für insgesamt 64 Wohngebäude und einen Kindergarten errichtet.

„Dieses Leuchtturmprojekt zeigt eindrücklich, dass wir in der Geothermie Hand in Hand und ganzheitlich arbeiten. Genau darin liegt unsere Stärke,“ so Marcel Mößlang, Oberbauleiter bei der Bauer Resources GmbH.

Insgesamt wurden 119 Erdwärmesonden in bis zu 60 m Tiefe hergestellt. (Bild:  Bauer Gruppe)
Insgesamt wurden 119 Erdwärmesonden in bis zu 60 m Tiefe hergestellt.
(Bild: Bauer Gruppe)

119 Sonden für die Erdwärme

Ab März 2023 arbeiteten insgesamt drei Bohrteams gleichzeitig auf der Baustelle, um die drei Erdwärme-Sondenfelder herzustellen. Schritt für Schritt bohrten sie ein Loch nach dem anderen – teilweise in bis zu 60 m Tiefe. Anschließend wurden 119 Erdwärmesonden in die Bohrlöcher eingebracht und mit einem Hinterfüllbaustoff verpresst. Das ermöglicht einen effizienten Wärmeaustausch mit dem Untergrund.

Eine der größten Herausforderungen waren dabei laut Geräteführer Stefan Baciu die schwierigen Witterungsbedingungen: „Der anhaltende Regen erschwerte unsere Arbeit erheblich. Als Maschinenführer muss man hartnäckig sein. Schließlich müssen die Geräte manuell, also per Fernbedienung gesteuert werden – unabhängig vom Wetter. Und das ist bei weitem nicht so komfortabel wie in einem Fahrerhaus zu sitzen.“ Die Arbeit hat sich aber gelohnt, denn die Erdwärmesondenfelder generieren am Ende viel grüne Energie.

Verlegearbeiten: 50 km Rohrleitungen in mehr als zwei Monaten

Doch zunächst galt es, die Anbindeleitungen für die Erdwärmesonden und das Kalte Nahwärmenetz herzustellen. Dazu musste man Gräben ziehen, ein Sandbett herstellen und Rohre verlegen. Insbesondere Letzteres war für die Mannschaft vor Ort Schwerstarbeit. „Wir reden hier immerhin von 50 km Rohrleitungen. Die Verlegearbeiten allein dauerten mehr als zwei Monate“, berichtet Marcel Mößlang, und ergänzt: „Bei solchen Dimensionen ist ein eingespieltes Team entscheidend, um die Arbeiten reibungslos abzuschließen.

“Zur genauen Dokumentation des Rohrverlaufs kamen zusätzlich zwei digitale Helfer zum Einsatz: eine Drohne und ein Roverstab. „Aus den gewonnenen Vermessungsdaten wurde ein Revisionsplan erstellt, in dem jederzeit jede Kleinigkeit nachgeschlagen und kontrolliert werden kann,“ so Marcel Mößlang weiter. Erst dann konnten die Leitungsgräben verschlossen und die Anlage gespült sowie befüllt werden. Dafür kamen mehr als 30‘000 Liter Glykolgemisch zu Anwendung.

Rund 50 km Rohrleitungen wurden in mehr als zwei Monaten verlegt.
(Bild: Bauer Gruppe)

Erfahrung, die geeigneten Geräte und hochwertiges Ausbaumaterial

Für ein derartiges Großprojekt braucht es ein hohes Maß an Erfahrung, das Bauer Resources vorweisen kann. „Und dennoch wissen wir: Expertise reicht allein nicht aus. Ohne die richtigen Geräte und hochwertiges Ausbaumaterial ist alles nichts,“ betont Marcel Mößlang. Praktisch, wenn man auch dafür Spezialisten in der „Familie“ hat, denn die Erdwärmesonden lieferte die Tochterfirma GWE. Die leistungsfähigen Bohrgeräte für die Sondenbohrungen stammen von der Klemm Bohrtechnik GmbH, die seit über einem Vierteljahrhundert zur Bauer Maschinen Gruppe gehört. „Dieses Projekt war für uns die optimale Möglichkeit, um unser umfangreiches Leistungsportfolio zu präsentieren,“ fasst der Oberbauleiter stolz zusammen.

Ein Video zum Projekt ist abrufbar unter https://youtu.be/xB8Kew5sdr0

Weitere Informationen: https://resources.bauer.de/de

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